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EPPSEE – Entwicklung eines psychoedukativen Präventionsprogramms für Kinder und Jugendliche suchtkranker Eltern in Entzugsbehandlung

Im Rahmen des Projektes findet die Entwicklung einer umfassenden psychoedukativen Maßnahme für Kinder und Jugendliche von Eltern in der qualifizierten Entzugsbehandlung (Alkohol, Drogen) statt. Diese soll insbesondere einfach im klinischen Setting implementierbar sein und altersgerecht die psychosozialen Ressourcen der Kinder und ihre Fähigkeiten der Problem- und Stressbewältigung fördert.

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief
Status aktiv
Laufzeit 01.05.2018 – 31.12.2021
Themengebiete Gesundheit, Prävention, Soziale Gerechtigkeit, Sozialwesen, Sucht
Standort Köln
Institute Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP)

Projektbeschreibung

Hintergrund

Ausgehend von den vielfältigen Belastungen und Risiken für Kinder und Jugendliche, deren Eltern an einer Suchterkrankung leiden, bedarf es frühzeitiger Maßnahmen zur systematischen Verringerung vorhandener Risikofaktoren für Betroffene.Besondere Berücksichtigung müssen hierbei ein früher, niedrigschwelliger Zugang zur Zielgruppe, der Umgang mit Schamgefühlen und Widerständen der Eltern sowie die Vermeidung von Stigmatisierung finden.

Das Setting der qualifizierten Entzugsbehandlung als initialer stationärer Behandlungsschritt, bietet dabei besondere Möglichkeiten zur frühzeitigen Edukation und Intervention innerhalb betroffener Familien, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung von Ressourcen und Resilienzfaktoren mitbetroffener Kinder und Jugendlicher.

Studienmethodik

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer umfassenden psychoedukativen Maßnahme für Kinder und Jugendliche von Eltern in der qualifizierten Entzugsbehandlung (Alkohol, Drogen), welche die psychosozialen Ressourcen der Kinder und ihre Fähigkeiten der Problem- und Stressbewältigung fördert.

Das Forschungsvorhaben wird in Kooperation mit zwei Entzugsklinken in NRW umgesetzt. Hierbei werden alters- und bedarfsorientierte Materialien für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren entwickelt. Die Inhalte der zu entwickelnden Materialien beziehen sich auf den Umgang mit der elterlichen Sucht, Selbstreflexion und Umgang mit möglichem eigenen Substanzkonsum/-missbrauch, Stressbewältigung und Aufzeigen von Problemlösestrategien und weiteren Hilfen. Für die jüngere Altersgruppe soll eine gedruckte Broschüre mit Übungselementen entwickelt werden; für die Älteren erfolgt die Entwicklung von interaktiven Online-Modulen, die in die bereits bestehende Online-Hilfe- und Beratungsplattform „KidKit“, einem Angebot für Kinder von suchtkranken und psychisch kranken Eltern, integriert werden sollen. Der Zugang zu betroffenen Kindern erfolgt niedrigschwellig und frei von Stigmatisierung über den Versand der Materialien per E-Mail oder Post.

Die primäre Forschungsfrage beinhaltet, ob die zu entwickelnde psychoedukative Maßnahme im klinischen Setting mit der entsprechenden Patientenpopulation der Entzugspatienten gut durchführbar ist, von den Zielgruppen in hohem Maße akzeptiert und entsprechend genutzt wird und zur Inanspruchnahme weiterer Hilfen motivieren kann.

Weitere zu untersuchende Fragestellungen beinhalten Analysen zu Anteil und Merkmalen der betroffenen Eltern und Kinder sowie Analysen der von den Zielgruppen hinsichtlich suchtrelevanter Probleme in Anspruch genommenen Hilfemaßnahmen vor Studienteilnahme.

Prof. Dr. Michael Klein

Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung

Dr. Janina Dyba

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Köln
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Prof. Dr. Diana Moesgen

Professorin für Sozialpsychologie Paderborn, Sozialwesen

Michelle Rohde

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Köln, Sozialwesen
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