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  Newsletter Institut für Teilhabeforschung September 2026  
 
   
 

Liebe Kooperationspartner_innen, liebe Interessierte, liebe Kolleg_innen,

hinter uns liegen Monate intensiver, gemeinsamer Arbeit – und nun ist es geschafft: Unser Sammelband „Methoden in der Teilhabeforschung: Theoretische und forschungspraktische Perspektiven“ ist im Barbara Budrich Verlag erschienen! Da so viele Mitglieder unseres Instituts mit viel Engagement und Fachwissen an diesem Werk mitgewirkt haben, steht diese Publikation im besonderen Fokus dieser Newsletter-Ausgabe.

Außerdem blicken wir auf zwei erfolgreich abgeschlossene Forschungsprojekte zurück, die wichtige Impulse für die Praxis liefern, und richten gleichzeitig den Blick nach vorn: Wir stellen drei neu gestartete Projekte des Instituts vor, die von der psychischen Gesundheit im Studium bis hin zum inklusiven Kinderschutz reichen. Wie wichtig dabei auch der internationale Austausch ist, zeigt unser jüngster Forschungsbesuch in London, bei dem wir die wertvolle Kooperation mit Prof.in Dr.in Katrina Scior weiter vertiefen konnten. 

Zudem berichten wir von den unterschiedlichen Veranstaltungen und Aktivitäten, sowie aktuellen Publikationen der Institutsmitglieder.

Viel Freude beim Lesen!

Für das Institut für Teilhabeforschung, 
Prof. Dr. Friedrich Dieckmann, Prof.in Dr.in Christiane Rohleder, Anne Banzhaf

 
 
 

Neuer Sammelband zur Teilhabeforschung erschienen

 
 

Mit dem Sammelband „Methoden in der Teilhabeforschung: Theoretische und forschungspraktische Perspektiven“ ist eine Open-Access-Publikation erschienen, die von Mitgliedern des Instituts für Teilhabeforschung herausgegeben wurde und vorrangig Beiträge aus dem Institut vereint. Der im Barbara Budrich Verlag erschienene Band bündelt aktuelle theoretische und methodische Perspektiven auf Teilhabeforschung im Kontext von Behinderung und Alter(n) und spiegelt damit zentrale Fragen und Arbeitsfelder des Instituts wider.

Die Beiträge sind in drei Teile gegliedert: Der erste Teil eröffnet theoretische Zugänge und legt konzeptionelle Grundlagen für die Teilhabeforschung. Der zweite Teil widmet sich methodischen Fragen und Zugängen im Kontext Alter(n), während der dritte Teil methodische Perspektiven im Feld Behinderung in den Mittelpunkt stellt. 

Der Sammelband versteht sich bewusst nicht als Lehrbuch zu Methoden der Teilhabeforschung, sondern greift forschungsmethodische Fragen auf, die sich aus konkreten Erfahrungen in Forschungsprojekten im Feld ergeben haben. Im Mittelpunkt stehen damit methodische Reflexionen, die aus grundlagen- wie anwendungsorientierter Forschung hervorgegangen sind und wichtige Impulse für die weitere Entwicklung des Feldes geben.

Damit bietet er einen konzentrierten Einblick in zentrale methodische Herausforderungen und Weiterentwicklungen der Teilhabeforschung. Der Band richtet sich an alle, die sich wissenschaftlich oder praktisch mit Teilhabe und partizipativer Forschung befassen.

Interessiert? Die Publikation steht Ihnen hier kostenlos zum Download bereit.

 
 
 
 
 
 

Neue Institutsmitglieder

 
 

Wir freuen uns über die folgenden neuen Mitglieder am Institut für Teilhabeforschung:

  • Prof. Dr. Simon Baumann, Professor für Heilpädagogik / Inklusive Pädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Standort Münster
  • Prof.in Dr.in Sara Remke, Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Standort Münster
  • Dr. Christian Helbig, Lehrkraft für besondere Aufgaben für "Medienpädagogik in der Sozialen Arbeit" an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Standort Köln
  • Carolin Feß, Promovendin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen, Standort Münster
 
 
 

Erfolgreicher Projektabschluss bei „Sunrise Lab“ und „kids_in“

 
 

In den vergangenen Monaten wurden zwei Forschungsprojekte an unserem Institut erfolgreich abgeschlossen. Beide liefern wichtige, datengestützte Impulse für die Praxis und zeigen, wie wichtig Kooperation über Systemgrenzen hinweg ist.

Sunrise Lab: Wie gelingt die Nachhaltigkeitstransformation an Hochschulen?

Nachhaltigkeitsstrategien werden oft national beschlossen – umgesetzt werden müssen sie vor Ort. Hochschulen kommt dabei eine Schlüsselrolle als regionale Motoren des Wandels zu. Aber wie gut sind sie intern darauf vorbereitet?

Das durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt geförderte Projekt „Sunrise Lab“ hat in einer Laufzeit von drei Jahren untersucht, welche ermöglichenden und behindernden Strukturen Angehörige der drei größten Münsteraner Hochschulen (FH Münster, Universität Münster und die katho am Standort Münster) in der nachhaltigen Transformation der Hochschulen erleben und welche Rolle partizipative Formate wie Reallabore dabei spielen. An der katho wurde das Projekt von Prof. Dr. Martin Klein, Prof.in Dr.in Swantje Notzon und Claudia Prelle geleitet. 

Den gesamten Diagnosebericht des Projektes können Sie hier nachlesen.

kids_in: „All means All” – Kinderschutz inklusiv gestalten

Nach zweijähriger Laufzeit endete das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW geförderte Forschungsprojekt „kids_in“. Unter der Leitung von Prof.in Dr.in Heike Wiemert (Köln) und Prof.in Dr.in Sabine Schäper (Münster) wurden die Herausforderungen eines inklusiven Kinderschutzes an den Schnittstellen von Fachkräften, Organisationen und jungen Menschen beleuchtet. Das Projekt hinterlässt ein beeindruckendes Fundament für die Praxis: Über Tagungen, wie den Kinderschutzgipfel, sowie Workshops wurden rund 2.000 Fachkräfte der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe erreicht und vernetzt. Die Erkenntnisse fließen direkt in neue curriculare Bausteine für Kinderschutz und Kinderrechte in die Studiengänge der katho ein. Für Studierende und Lehrende wurde auf ILIAS die „Wissensdatenbank Inklusiver Kinderschutz“ eingerichtet, damit das gesammelte Wissen auch über das Projektende hinaus lebendig bleibt.

Weitere Informationen finden Sie auf der kids_in-Homepage.

 
 
 

Neue Projekte am Institut: Innovationen für Inklusion, Empowerment und Selbstbestimmung

 
 

Wir freuen uns, drei neue Forschungsprojekte am Institut für Teilhabeforschung vorstellen zu dürfen:

NinKa: Netzwerke für den inklusiven Kinderschutz gestalten

Direkt anknüpfend an die Erkenntnisse des beendeten Projekts kids_in startete das Folgeprojekt NinKa mit dem Ziel, Netzwerkstrukturen zur Sicherung eines inklusiven Kinderschutzes im Kontext (inklusiver) ganztägiger Bildungseinrichtungen als zentrale Nahtstelle zwischen unterschiedlichen Akteuren weiterzuentwickeln.

  • Laufzeit: 01.09.2025 – 31.08.2027
  • Geldgeber: Landschaftsverbandes Rheinland - LVR- Landesjugendamt
  • Projektleitung: Prof.in Dr.in Ursula Böing
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Judith Sellmeyer
  • Projekt-Homepage

MUTSPRUNG: Mehrdimensionale Untersuchung & Transfermaßnahmen mit Studierenden & Promovierenden für Resilienz Und Nachhaltige Gesundheit

Das Projekt MUTSPRUNG ist ein Verbundvorhaben von acht Hochschulen in NRW sowie dem Promotionskolleg NRW (PK NRW). Ziel des Projektes ist eine mehrdimensionale und multimethodale Untersuchung zu individuellen und kontextuellen Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit von Studierenden und Promovierenden. 

  • Laufzeit: 01.12.2025 – 31.05.2029 
  • Geldgeber: Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  • Projektleitung: Prof.in Dr.in Swantje Notzon
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Fady Guirgis
  • Projekt-Homepage

STORM: Ich mach mich stark! – Empowerment gegen Diskriminierung

Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung erleben im Alltag häufig Stigmatisierung und Diskriminierung, können sich jedoch nur selten wirksam dagegen zur Wehr setzen. Hier setzt das erfolgreiche britische Kurs-Programm „Standing Up for Myself“ (STORM) an, das im Projekt „Ich mach mich stark! (STORM)“ für den deutschen Raum kulturell angepasst, erprobt und wissenschaftlich evaluiert wird. Um eine nachhaltige Verbreitung zu sichern, werden das Kurs-Manual und alle Materialien nach Projektende als Open Access frei zur Verfügung gestellt.

  • Laufzeit: 01.01.2026 – 31.12.2028
  • Geldgeber: LWL-Sozialstiftung
  • Projektleitung: Prof. Dr. Friedrich Dieckmann
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Anne Banzhaf
  • Projekt-Homepage
 
 
 

Internationaler Austausch an der UCL in London

Forschung lebt vom (internationalen) Austausch – und der führte den Institutsleiter Prof. Dr. Friedrich Dieckmann und die Institutskoordinatorin Anne Banzhaf an das renommierte University College London (UCL). Im Zentrum der dortigen Zusammenarbeit mit Prof.in Dr.in Katrina Scior stand die enge Kooperation für das Projekt „Ich mach mich stark! (STORM)“.

Gemeinsam wurden in London die Weichen für die anstehende wissenschaftliche Studie gestellt und die konkrete Umsetzung der Evaluation geplant. Da das Projekt auf dem von Prof.in Dr.in Katrina Scior entwickelten Programm „Standing Up for Myself“ basiert, ist dieser direkte fachliche Austausch an der Schnittstelle von internationaler Forschung und lokaler Anpassung sehr wertvoll.

Zudem wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit auch für die Zukunft verstetigt. Während des Besuchs wurden die weiteren Aktivitäten von Prof.in Scior als Gastprofessorin an der katho vereinbart, sodass die Hochschule auch weiterhin von ihrer Expertise im Bereich der Stigma-Forschung und des Empowerments von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung profitieren wird.

 
Prof. Dr. Katrina Scior und Anne Banzhaf vor dem Hauptgebäude der UCL
 
 
 

Rückblick: Veranstaltungen und weitere Aktivitäten

 
   
 
 

Teilhabekolloquium

 
 

Zwei Mal pro Semester veranstaltet das Institut für Teilhabeforschung das sogenannte Teilhabekolloquium. Hier werden aktuelle Forschungsprojekte und -ergebnisse der Teilhabeforschung vorgestellt und diskutiert. Eingeladen sind Hochschulmitglieder der katho sowie Praxispartner_innen des Instituts.
Die folgenden Teilhabekolloquien hat das Institut für Teilhabeforschung im Laufe des letzten Jahres durchgeführt:

Politische Partizipation von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung

Basierend auf den Ergebnissen seiner Dissertation hat Dr. Simon Baumann am 26. Juni 2025 Hürden und Chancen für die politische Partizipation von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung diskutiert.

Soziale Arbeit in Frankreich – Was wir in der Teilhabeforschung von unserem Nachbarland lernen können

Am 26. November 2025 hat Prof. Dr. Marc Breuer (katho Paderborn) einen Vortrag zur dynamischen Entwicklung der Sozialen Arbeit in Frankreich gehalten und Potenziale eines intensiveren Austauschs mit dem Fokus auf Inklusion und Teilhabe vorgestellt.

Frauen mit Behinderung im Kontext Erwerbsarbeit – Zwischen Leistungsnormen, Unsichtbarkeit und dem Recht auf Teilhabe

Im Gedenken an unsere verstorbene Kollegin Julia Roos haben Mitarbeiterinnen und ehemalige Kolleginnen des Instituts basierend auf ihrer Dissertationsidee ein Teilhabekolloquium zum Thema der Mehrfachdiskriminierung von Frauen mit Behinderung im Kontext Erwerbsarbeit veranstaltet. Als Referentin war Sabrina Lorenz, Autorin, Referentin, Beraterin und Aktivistin für Empowerment, Anti-Diskriminierung und Inklusion, eingeladen. Das Kolloquium fand am 29. Januar 2026 im Hörsaal der katho Münster statt.

Let’s Talk About Sex – Sexualität im Kontext von stationären Altenhilfeeinrichtungen

Das letzte Teilhabekolloquium fand am 10. Juni mit einem Vortrag von Prof.in Dr.in Julia Steinfort (katho Köln) statt. Es wurde über die Themen Sexualität und Intimität im Alter im Kontext von Pflegeheimen gesprochen und diskutiert, wie Fachkräfte der Altenhilfe im Umgang mit diesen immer noch tabuisierten Themen unterstützt werden können.

 
 
 

Themenabend „Arbeitsmarkt statt Werkstatt – Chancen der beruflichen Teilhabe“

 
 

Am 13. November 2025 kamen über 100 Teilnehmende zum sechsten Themenabend der Reihe „Exklusion und Inklusion – früher und heute“ am katho-Standort Münster zusammen. Unter der Moderation von Prof. Dr. Heinrich Greving diskutierten Fachleute über innovative Wege für Menschen mit Beeinträchtigungen auf den ersten Arbeitsmarkt.

Den Auftakt machte Franz Wolfmayr (Zentrum für Sozialwirtschaft, Graz) mit Beispielen aus dem europäischen Ausland. In Ländern wie Spanien oder Italien koordinieren Kommunen die Inklusion über demokratische Sozialunternehmen direkt vor Ort. Durch das Prinzip „training on the job“ werden Beschäftigte so lange wie nötig direkt im Betrieb qualifiziert. Wolfmayr plädierte dafür, auch deutsche Werkstätten (WfbM) langfristig zu vollwertigen Sozialunternehmen weiterzuentwickeln.

In der anschließenden Runde mit regionalen Akteuren und dem LWL-Inklusionsamt Arbeit wurde deutlich, dass gelungene Inklusion eine Passung zwischen Arbeitsplatz und Mensch erfordert, statt eine einseitige Anpassung der Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung zu verlangen. 

Das Fazit des Abends: Werkstätten müssen nicht abgeschafft, aber ihre Ressourcen stärker für die Qualifizierung genutzt werden. Um das gesetzliche Wunsch- und Wahlrecht zu sichern, müssen bürokratische Hürden im deutschen Sozialsystem fallen und deutlich mehr Perspektiven über die Werkstatt hinaus geschaffen werden.

Den gesamten Artikel zur Veranstaltung können Sie hier nachlesen.

 
 
 
 
 
 

Teilnahme am 7. Europäischen Kongress der IASSIDD

 
 

Der 7. European Congress der International Association for the Scientific Study of Intellectual and Developmental Disabilities (IASSIDD) fand vom 28. Bis 31. Juli 2026 an der Ludwig-Maximilians-Universität München unter dem Motto „real.time – Shaping the Future Together“ statt. Sechs Forscher_innen des Instituts für Teilhabeforschung haben den Kongress mitgestaltet. 

Prof.in Dr.in Ursula Böing und Judith Sellmeyer haben die ersten Ergebnisse des Projekts „NinKa“ bezüglich Netzwerkstrukturen und Lücken im inklusiven Kinderschutz an Schulen in ländlichen Gebieten präsentiert.

Prof.in Dr.in Sabine Schäper war als Rednerin bei der Podiumsdiskussion zum Thema Ethik der Künstlichen Intelligenz beteiligt. Zudem war sie Co-Autorin bei einer Präsentation zu neoliberaler Politik als treibende Kraft für die Unsichtbarmachung und Re-Institutionalisierung von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Prof. Dr. Friedrich Dieckmann hat im Rahmen einer Poster-Session Forschungsergebnisse eine Studie zu Behavior Settings als Begegnungspotenzial für Erwachsene mit Behinderung präsentiert.

Prof. Dr. Simon Baumann hat in seiner Präsentation Ergebnisse einer qualitativen Analyse der Vorstellungen von Lehrkräften einer qualitativ hochwertigen Schulbildung für Schüler_innen mit schwerer intellektueller Beeinträchtigung und Mehrfachbehinderung vorgestellt.

Anne Banzhaf hat eine Präsentation über Photovoice als Methode für die inklusive Sozialraumanalyse gehalten. In einem zweiten Vortrag hat sie die ersten Ergebnisse der Pilotstudie des Projekts „Ich mach mich stark! (STORM)“ präsentiert.

Die Institutsmitglieder haben den Kongress genutzt, um internationale Kontakte zu pflegen und neue Ideen zu entwickeln.

 
 
 
 
 
 

Weitere Instituts-Aktivitäten

 
 

In den vergangenen Monaten waren die Mitglieder des Instituts darüber hinaus in unterschiedlichen fachlichen Kontexten aktiv:

  • Judith Sellmeyer und Anna Roemer gestalteten im Rahmen des Basistags „Kann ich mitmachen? Inklusion im Kinder- und Jugendschutz“ am 08.07.2025 in Hamm den Workshop „Frag mich doch einfach! Junge Menschen beteiligen“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Menschen mit Behinderung im Kinderschutz aktiv einbezogen werden können.
  • Auch bei der Großen Arbeitstagung 2025 der AGJÄ in Braunschweig war das Institut vertreten: Im Workshop „Im Blick?! Kinder mit Behinderung im Kinderschutz“ diskutierte Judith Sellmeyer Perspektiven aus dem Forschungsprojekt kids_in und Anforderungen an einen inklusiven Kinderschutz.
  • Katrin Lake stellte in mehreren Veranstaltungen Ergebnisse und Perspektiven aus ihrer Forschung vor: Beim P.A.N.-Mittwochs-Kolloquium der Fürst Donnersmarck-Stiftung in Berlin sprach sie über „Gelebte Partizipation nach erfahrener Hirnschädigung – Die Relevanz sozialer Netzwerke“. Beim 5. ZenE-Fachtag in Bergheim hielt sie eine Keynote zu „Partizipation (er)leben! Die Notwendigkeit von Netzwerksensibilität zur Förderung von Partizipation nach erfahrenen Hirnschädigungen“ – beide Beiträge basierten auf Ergebnissen ihrer Dissertation. Beim Wissenschaftsfestival Köln gab sie zudem einen Impulsvortrag mit dem Titel „Ableismus – Warum Menschen mit Behinderung weder besondere Bedürfnisse noch Handicaps haben“.
  • Prof.in Dr.in Christiane Rohleder hat am 11.11.2025 den Vortrag "Altern mit schwerer psychischer Erkrankung - Tagesstättenstudie und Vorstellung des Projekts "kusa" im Rahmen der Herforder Psychiatrietage gehalten.
  • Prof.in Dr.in Julia Steinfort wurde seitens der Bundesseniorenministerin Karin Prien in die Zehnte Altersberichtskommission der Bundesregierung berufen. Der Bericht soll 2027 erscheinen und steht unter dem Thema „Bildung und Lernen im Alter“. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
  • Prof.in Dr.in Gesa Linnemann war am 22. Mai 2026 beim Artificial Friday mit dem Vortrag „Common Ground mit LLM? – Die Macht von Vorstellungen und Zuschreibungen für quasisoziale Beziehungen mit Künstlicher Intelligenz“ vertreten. 
  • Die Stiftung Leben pur fördert Monika Laumann (wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin) mit dem Jahresstipendium „das System Familie von Menschen mit komplexer Behinderung“ für sechs Monate. Monika Laumann promoviert zu den erbrachten Unterstützungsleistungen von erwachsenen Geschwistern von Menschen mit Beeinträchtigung. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Beim NRW-Tag in Münster wurden am 30.08.2026 unter dem Titel „Forschung für die soziale Praxis“ drei Forschungsprojekte des Instituts mit dem gemeinsamen Thema Bildung als Empowerment für Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen auf der Wissenschaftsbühne vorgestellt. Dabei waren Prof.in Dr.in Christiane Rohleder mit Fine Drerup vom Psychosozialen Zentrum Münster mit dem Kooperationsprojekt „kusa“, Anne Banzhaf mit dem Projekt „Ich mach mich stark! (STORM)“ sowie Jenni Walther mit dem Projekt „HospInk“. Das Gespräch wurde von Prof.in Dr.in Sabine Schäper moderiert.
 
 
 

Neue Publikationen der Institutsmitglieder

 
   
 
 

Beitrag in der „Teilhabe“: Personenzentrierte Unterstützung in Wohneinrichtungen

 
 

In der Zeitschrift Teilhabe ist ein Beitrag von Prof. Dr. Friedrich Dieckmann und Prof. Dr. Sebastian Noll erschienen: „Personenzentrierte Unterstützung in Wohneinrichtungen – Innovation durch internationalen Input“. Der Artikel greift die Frage auf, wie personenzentrierte Unterstützung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in besonderen Wohnformen weiterentwickelt werden kann.

Ausgehend von internationalen Forschungserkenntnissen aus den Niederlanden, Großbritannien und Australien zeigen die Autoren neue Perspektiven für die Praxis auf. Im Mittelpunkt steht dabei die systematische Einbeziehung informeller Netzwerke von Bewohner_innen – also von Angehörigen, Freundinnen oder Bekannten – als ein Ansatz, um neue Möglichkeiten der Teilhabe zu erschließen. Zugleich werden Bedingungen benannt, unter denen personenzentrierte Unterstützung gelingen kann, etwa autonomer und agiler agierende Wohngruppen.

Der Beitrag gibt darüber hinaus Hinweise auf konkrete Handlungskonzepte wie Active Support, Frontline Practice Leadership und die Teamkultur-Skala, die dazu beitragen können, Leistungserbringer personenzentrierter aufzustellen.

 
 
 

Weitere neue Publikationen

 
 

Sammelbandbeitrag

Banzhaf, A. (2026). Photovoice: Eine partizipative Methode zur Erkundung von Sozialräumen. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 255–269. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.16

Bernasconi, T., & Böing, U. (2026). Subjektorientierte Teilhabeforschung im Kontext Komplexer Behinderung – methodologische und methodische Überlegungen. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 157–169. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.10

Breuer, M. (2026). Der Teilhabebegriff als Werkzeug und als Gegenstand soziologischer Analyse. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 47–58. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.03

Dieckmann, F. (2026). Die Sekundäranalyse von Routinedaten. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 201–222. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.13

Dieckmann, F., & Nannen, Y. (2026). Teilhabe kontextualisieren: die Analyse von Behavior Settings. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 137–156. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.09

Frewer-Graumann, S., & Schäper, S. (2026). Menschen mit lebenslanger Behinderungserfahrung am Lebensende. In T. Middendorf & A. Parchow (Hrsg.), Ältere Menschen in prekären Lebenslagen, S. 255–266. Weinheim: Juventa Verlag.

Remke, S., Schiffhauer, B., & Linnemann, G. (2026). „Künstliche Intelligenz – echte Verbindung?“ Der Mensch in (quasi-)sozialen Beziehungen mit Menschen, KI und Robotern in der digitalen Transformation. In J. Weber & S. Neumaier (Hrsg.), Digitale Transformationsprozesse in der Sozialen Arbeit, S. 65–78. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Rohleder, C., & Schiffhauer, B. (2026). Fokusgruppen in der Teilhabeforschung. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 223–238. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.14

Rohleder, C., Dieckmann, F., Banzhaf, A., Breuer, M., & Greving, H. (2026). Teilhabeforschung und -methoden – Einleitung. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 10–18. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich.

Schäfer, M. (2026). Die prekäre Lebenssituation von Frauen im Alter. In T. Middendorf & A. Parchow (Hrsg.), Ältere Menschen in prekären Lebenslagen, S. 132–144. Weinheim: Juventa Verlag.

Schäper, S. (2026). Teilhabeförderliche Teilhabeforschung? Forschungsethische Herausforderungen in der Forschung mit sogenannten vulnerablen Gruppen. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 59–78. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.04

Schirra-Weirich, L. (2026). Online-Selbsthilfe und Teilhabe: Herausforderungen partizipativer Forschung. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 107–120. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.07

Steinfort, J. (2026). Teilhabeforschung im Kontext gemeinsamer Lernprozesse – Die Entwicklung eines Fortbildungskonzepts für den Einsatz von Virtual-Reality-Brillen in der stationären Altenhilfe. In F. Dieckmann, C. Rohleder, A. Banzhaf, M. Breuer, & H. Greving (Hrsg.), Methoden in der Teilhabeforschung, S. 121–133. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718.08

Sammelband

Dieckmann, F., Rohleder, C., Banzhaf, A., Breuer, M., & Greving, H. (2026). Methoden in der Teilhabeforschung. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84742718

Monographie

Lake, K. (2026). Gelebte Partizipation nach erfahrener Hirnschädigung. Leverkusen; Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich. doi: 10.3224/84743434

Zeitschriftenartikel

Alisch, M., Baumann, S., Jöhnck, J., & Storcks-Kemming, B. (2026). Der Entwicklungsbereich Motorik in Schule und Unterricht. Behindertenpädagogik, 65(2), S. 158–175. doi: 10.30820/0341-7301-2026-2-158

Breuer, M. (2026). Soziale Arbeit/travail social in Frankreich. Sozial extra, 50. doi: 10.1007/s12054-026-00869-6

Dieckmann, F. (2026). Das Behavior Setting als Brückenkonzept für die Teilhabeforschung – eine ökologisch-psychologische Perspektive. Sozialer Fortschritt, 75(2), S. 171–186. doi: 10.3790/sfo.2026.1477802

Dieckmann, F., & Enggruber, R. (2026). Editorial: Teilhabeforschung aus multidisziplinärer Sicht. Sozialer Fortschritt, 75(2), S. 163–169. doi: 10.3790/sfo.2026.1477801

Guirgis, F., Jostmeier, M., Notzon, S., Breuckmann, T., Froese, R., Gerke, D.-M. et al. (2026). Different Eyes on Sustainability: Stakeholder Perspectives in German Higher Education Under the Whole Institution Approach. Beiträge zur Hochschulforschung, 48(1), S. 56–82. doi: 10.58069/bzh.2026.1.89

Lake, K. (2026). Veränderte Kommunikationsfähigkeit nach erfahrener Hirnschädigung – Einfluss auf das Partizipationserleben und Implikationen zur Partizipationsförderung. Gemeinsam leben, 34(2), 93–100.

Linnemann, G., Löhe, J., & Rottkemper, B. (2026). Künstlich, aber sozial? – Künstliche Intelligenz in sozialen und pädagogischen Professionen. Forum sozial, 32(1), S. 14–17.

Linnemann, G., Schreiber, C., Cürlis, D., Burghoff, M., & Bock, K. (2026). Mentale Modelle von Künstlicher Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen. Forum Supervision, 34(67), S. 65–80. doi: 10.11576/fs-9205

Schäfer, M. (2026). Altern in Würde – das Privileg der Männer. Forum Sozialarbeit + Gesundheit, 31(1), S. 32–34.

Schäper, S., & Schilles, F. (2026). Viel mehr als anders. Welt und Umwelt der Bibel, 31(2), S. 56–59.

 
 
 
 
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