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Mehrdimensionale Untersuchung & Transfermaßnahmen mit Studierenden & Promovierenden für Resilienz Und Nachhaltige Gesundheit (MUTSPRUNG)

Teilprojekt: Psychische Barrieren und (soziale) Teilhabe im Studium

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief
Status
  • aktiv
Laufzeit 01.12.2025 – 31.05.2029
Themengebiete
  • Bildung, Chancengleichheit, Diversität, Gesundheit, Nachhaltigkeit, Teilhabe
Standort
  • Münster
Institute
  • Institut für Teilhabeforschung

Projektbeschreibung

Das Projekt MUTSPRUNG ist ein Verbundvorhaben von acht Hochschulen in NRW sowie dem Promotionskolleg NRW (PK NRW). Ziel des Projektes ist eine mehrdimensionale und multimethodale Untersuchung zu individuellen und kontextuellen Risiko- und Schutzfaktoren für die psychische Gesundheit von Studierenden und Promovierenden. Dabei werden auch vulnerable Phasen im Student Life Cycle sowie psychische Barrieren und Teilhabechancen in Studium und Promotion betrachtet. Das Projekt kombiniert hierfür Sekundärdatenanalysen (Krankenkassendaten, Daten aus vorliegenden Studierendenbefragungen), ein quantitatives, jährliches Querschnittsmonitoring der (psychischen) Studierendengesundheit, qualitative Interviews und Fokusgruppen sowie autoethnographische Beobachtungen. Mit Hilfe der durch den Verbund erreichbaren umfangreichen Stichprobe Studierender und Promovierender in verschiedenen Studienbedingungen, Fachgruppen und Phasen des Student Life Cycles und der Beteiligung relevanter Stakeholder, tragen die Ergebnisse des MUTSPRUNG Projekts zu einer nachhaltigen Verbesserung der psychischen Gesundheit der Studierenden und Promovierenden bei. Die Synergien zwischen den Hochschulen erlauben zudem einen interdisziplinären Austausch, der innovative Lösungen für eine gesunde Hochschulumgebung fördert. Auf Basis dieser umfassenden Analysen werden in Kooperation mit Praxispartner_innen (Techniker Krankenkasse, Studierendenwerke, Netzwerke für gesunde Hochschulen, Arbeitskreis gesundheitsfördernde Hochschulen, Promotionszentrum Soziale Arbeit und weitere Hochschulen) Handlungsempfehlungen für einen Transformationsprozess mit der Praxis erarbeitet. In einem Delphi-Prozess zur Konsentierung werden diese Handlungsempfehlungen mit den genannten Praxispartner_innen sowie weiteren (politischen) Stakeholdern und Akteur_innen im Feld erarbeitet. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Transfer und ermöglichen Transformation an den Hochschulen.

Ziel des Teilprojekts ist es, psychische Barrieren für die Teilhabe am Studium zu erfassen. Besonders in den Blick genommen werden sollen mögliche Barrieren im Kontext von zu erbringenden Prüfungsleistungen und der Digitalisierung des Studiums, in Bezug auf soziale Beziehungen und sogenannte Behavior Settings, die Systeme sozialkulturellen Geschehens. Fokussieren wird sich das Teilprojekt 4 auf die Gruppen der Erstakademiker_innen, der Studierenden mit Migrationsgeschichte und insbesondere Fluchterfahrungen sowie der Studierenden mit (insbesondere psychischen) Beeinträchtigungen. In einer Bestandsanalyse sollen zunächst bestehende Maßnahmen und Angebote zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Studierenden an Hochschulen erfasst werden. Um das Ausmaß, mit dem psychische Barrieren die Teilhabe am Studium einschränken, zu erfassen, soll das MUTSPRUNGMonitoring mit drei Erhebungswellen genutzt werden. Einen Schwerpunkt soll dabei die quantitative Erfassung von sozialen Ängsten und depressiven Beschwerden und ihrer Auswirkungen auf Lernsettings im Studium bilden. Auch die Bedeutung von Coping-Strategien und Hilfsangeboten sowie psychische Belastungen durch Migration und/oder durch Erkrankungen und Beeinträchtigungen sollen erfragt werden. Zusätzlich sollen in zwei Durchläufen jeweils drei Fokusgruppen mit Studierenden sowie fünf Einzelinterviews durchgeführt werden. Die Ergebnisse von Teilprojekt 4 fließen in die sich aus dem Projekt ergebenden Handlungsempfehlungen zur Förderung der psychischen Gesundheit ein. Das Teilprojekt 4 bringt die Perspektive der Teilhabeforschung in das Gesamtvorhaben ein und verfolgt das Ziel, die Gelingensbedingungen für eine gesundheitsförderliche, inklusive und barrierearme Hochschule zu erforschen.

Hochschule Bochum

FH Münster

Ruhr-Universität Bochum

FH Dortmund

FH Südwestfalen

TH Georg Agricola Bochum

HS Bonn-Rhein-Sieg

PK NRW

 

Prof. Dr. Swantje Notzon

Prof. Dr. Swantje Notzon

Professorin

Münster, Sozialwesen

Fady Guirgis

Fady Guirgis

Wissenschaftlicher Mitarbeiter / Vorsitzender MAV Münster

Münster, Sozialwesen

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