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Großer Kooperationsfachtag zum Thema FASD

Am 9. September 2026 fand der Fachtag "FASD und Schule" an der katho am Standort Paderborn statt. Die Veranstaltung war eine Kooperationsveranstaltung zwischen der Stadt und dem Kreis Paderborn, dem Kinder- und Jugenddorf Delbrück, dem Sozialwerk Sauerland, dem SKF Paderborn e.V. und der VerBindung gGmbH.

Anlässlich des internationalen Tages des alkoholgeschädigten Kindes veranstaltete die katho mit zahlreichen Kooperationspartnern einen Fachtag, der auf die Herausforderungen für Pflegefamilien von Kindern mit FASD aufmerksam machte. Dabei rahmte die wissenschaftliche Auseinandersetzung die Veranstaltung, im Vordergrund aber stand der Austausch zwischen Pflegefamilien und ihre konkrete Beratung. 

Gemeinsam für Inklusion

In den Grußworten betonten Prof. Dr. Patrick Isele, Dekan des Fachbereich Sozialwesen an der katho am Standort Paderborn, Ingrid Müller, die stellvertretende Leiterin des Kreisjugendamtes, und Marco de Luca, stellvertretender Leiter des Stadtjugendamtes einerseits die wachsende Relevanz des Themas FASD und die daraus resultierende Inklusionsaufgabe. Andererseits wurde hervorgehoben, dass gerade die Zusammenarbeit zwischen Theorie und Praxis, aber auch zwischen einzelnen Trägern maßgeblich dazu beiträgt, diese Aufgabe anspruchsgerecht zu erfüllen.

Förderbedarfe erkennen, Lösungen erarbeiten

Die fachlichen Beiträge zielten auf die Frage ab, wie von der Diagnose ausgehend Integration von Kindern mit FASD gelingt. Dr. med. Jörg Liesegang eröffnete in seinem Vortrag viele Perspektiven und konzentrierte sich auf die Frage, wie Teilhabe nach einer Diagnosestellung ermöglicht werden kann und wie und welche Angebote weiterhelfen. Angela Sieger fokussierte mit ihren Ausführungen das Feld der Schulsozialarbeit und erläuterte, wie Unterstützungsbedarf adressiert und Integration realisiert wird. Prof.in Dr.in Gulshat Ouadine skizzierte die Probleme von betroffenen Kindern in der Schule. Zudem stellte sie Konzepte vor, mit denen Lehrkräfte eine Lernumgebung schaffen, in der sich Teilhabe möglichst verwirklichen lässt. 

Austausch zwischen Pflegefamilien und Praktiker_innen

Nach einer ausgiebigen Mittagspause, die zum Vernetzen genutzt werden konnte, stöberten viele Gäste noch bei einem Fachbüchertisch, an dem Diana Kühne Literatur zum Thema FASD präsentierte. Am Nachmittag moderierte Barbara Beverungen einen persönlichen Austausch zwischen den Pflegeeltern und gab hilfreiche Hinweise aus Ihrer Erfahrung als stellv. Schulleiterin, Sonderpädagogin und Pflegemutter.

Insgesamt war die Tagung ein gelungenes Beispiel dafür, wie Vernetzung, Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis und der Austausch von Praktiker_innen, Wissenschaftler_innen und Pflegeeltern gemeinsam das empathische Feld der Sozialen Arbeit gestalten können.

IMPRESSIONEN

Ein Gruppenfoto mit drei Frauen und sieben Männern vor dem Audimax der katho am Standort Paderborn Gruppenbild der beteiligten Kooperationspartner
Ingrid Müller steht im Hörsaal am Pult und begrüßt die Anwesenden Ingrid Müller, stellv. Leitung des Kreisjugendamts begrüßt die Anwesenden
Jörg Liesegang referiert vor vielen Zuschauern, im Hintergrund sieht man seine Powerpointpräsentation Dr. Med. Jörg Liesegang referiert über „FASD. Welches Selbstbild entsteht bei einem Hilfebedarf bei komplexen Entwicklungsstörungen?“
Viele Zuschauer im Vordergrund und Gulshat Ouadine trägt in der Bildmitte vor. Im Hintergrund ist ihre Powerpointpräsentation zu sehen. Prof.in Dr.in Gulshat Ouadine trägt über „Von der Diagnose zur Teilhabe: Schulische Inklusion als präventive Gesundheitsmaßnahme für Kinder mit FASD“ vor
Mehrere Besuchende schauen sich bei einem Büchertisch um Bei einem Büchertisch konnten die Gäste stöbern.
Malte Speich

Kontakt

Malte Speich

Dekanatsreferent Fachbereich Sozialwesen Paderborn

Paderborn, Sozialwesen

2026 Soziales Gesundheit Praxis katho Paderborn Nachbericht
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