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Promotion

Die katho fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs auf vielfältige Weise. Die unabdingbare Voraussetzung für eine Hochschulkarriere ist die Promotion. Die katho hat daher ein hohes Interesse, Wissenschaftler_innen in ihren Promotionsvorhaben zu unterstützen und ihnen förderliche Rahmenbedingungen zu bieten. Die katho hat als Hochschule für Angewandte Wissenschaft selbst kein Promotionsrecht, sie ermöglicht den „Karriereweg Promotion“ über ihre Mitgliedschaft im Promotionskolleg NRW oder über Kooperationen mit Universitäten. Egal, ob Sie an der katho studiert haben oder ob Sie von einer anderen Hochschule kommen oder ob Sie Ihre berufspraktischen Kompetenzen nun wissenschaftlich reflektieren wollen - wir unterstützen Sie gerne.

WEGE ZUR PROMOTION

Die katho kann als Hochschule für Angewandte Wissenschaft keinen Doktortitel vergeben. Aber wir bieten Ihnen zwei Einstiege für Ihren Weg dorthin: den Weg über das Promotionskolleg oder die Kooperation mit einer Universität.

Bei der Laufzeit einer Promotion können Sie von in der Regel drei bis sechs Jahren ausgehen, abhängig von individuellen Faktoren. In der Regel tragen eine sehr gute Betreuung sowie die Vernetzung der Promovierenden untereinander maßgeblich dazu bei, die Promotion in einer angemessenen Zeit zu realisieren.

Wenn Sie promovieren möchten, gibt es zunächst diese Voraussetzungen:

  • Rein formell ist ein Diplom-, Magister- oder ein Masterabschluss nötig – erworben an einer Universität oder einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Der Abschluss sollte im selben oder in einem verwandten Fach erworben worden sein, in dem auch die Promotion angestrebt wird.
  • Die Abschlussnote muss sehr gut bis gut sein. Im Einzelnen entscheidet die Institution, an der promoviert wird, welche Note der Abschluss haben muss, um für eine Promotion zugelassen zu werden.
  • Das Thema, über das Sie promovieren wollen, ist möglichst konkret und in einem ausformulierten Exposé darzustellen.

Die katho ist Mitglied im Promotionskolleg NRW, das seit Dezember 2020 im Zusammenschluss verschiedener Hochschulen einen neuen Rahmen schafft, in dem sich wissenschaftlicher Nachwuchs entwickeln kann. Das Promotionskolleg sichert die Qualität der Promotion und der zugehörigen Verfahren und bietet qualifizierende Programme und Veranstaltungen an. Der Doktorgrad wird durch das Promotionskolleg vergeben.

Zahlreiche Professor_innen der katho sind Mitglied im Promotionskolleg. Daher geben wir Ihnen gerne eine Erstberatung, wenn Sie sich für den Weg über das Promotionskolleg interessieren. Wenn sich dies für Sie und Ihr Dissertationsthema als passend zeigt, werden Sie Doktorand_in des Promotionskollegs NRW. Sie nehmen an einem Programm teil, das Ihren Weg zur Promotion strukturiert und inhaltlich fördert. Ihre Betreuung im Promotionskolleg findet durch Professor_innen der Promotionskolleg-Abteilungen – z.B. „Soziales und Gesundheit“ – statt. Um hohe Qualitätsstandards im Promotionsverfahren sowie eine gute Betreuung sicherzustellen, wird für Ihr Promotionsverfahren eine Betreuungsvereinbarung abgeschlossen, die das Verhältnis zwischen Ihnen und den Betreuenden inhaltlich und zeitlich transparent und verbindlich gestaltet.

Das Promotionskolleg bietet zudem Programme an für eine kooperative Promotion.

In dieser Variante arbeitet die katho mit Universitäten zusammen. Der Doktorgrad wird von der Universität vergeben, die wissenschaftliche Arbeit aber erfolgt an der katho. Im Promotionsverfahren arbeitet – abhängig von der jeweiligen Promotionsordnung – in der Regel ein_e Professor_in der katho in der Betreuung als Zweitgutachter_in und -prüfer_in mit. 

Wie kommen Sie in Kooperation mit einer Universität? Sprechen Sie mit einem_einer Professor_in der katho über Ihr Thema. Sie bzw. er wird Ihnen helfen, einen Kontakt zum_zur Universitätskolleg_in herzustellen. Denn es gibt bereits eine Reihe Universitäten, mit denen die katho bei Promotionsvorhaben kooperiert. Sie können natürlich auch selbständig an Universitäten einen Doktorvater oder eine Doktormutter finden, der_die Ihre Dissertation betreuen wird. Ratsam ist zudem ein Beratungsgespräch mit einem der Promotionsbeauftragten in den Fachbereichen (Aachen: Prof. Dr. Markus Baum, Köln: Prof. Dr. Werner Schönig (SW), Prof. Dr. Tobias Hölterhof (GW), Münster: Prof.in Dr.in Angela Wernberger, Paderborn: Prof. Dr. Marc Breuer).
 

Praxisforschung: Sie wollen zu einem Thema aus einem Handlungsfeld im Sozial- und Gesundheitswesen oder in der Pastoral promovieren? Dann bieten wir Ihnen dafür das passende Umfeld, denn die Angewandte Forschung an der katho ist gut aufgestellt und hoch anerkannt. Das wissenschaftliche Arbeiten und Forschen an der katho besticht zudem mit seiner großen Nähe zur Praxis im jeweiligen Feld. So kann die Forschung – ganz im Sinne des Transfers – konkrete Fragestellungen der Kooperationspartner aufgreifen und ihnen anhand neuer Erkenntnisse praktische Lösungen vorschlagen. 

Netzwerke: Jeder Fachbereich und jedes Institut der katho hat ein großes Netzwerk an regional und/oder thematisch verorteten Kooperationspartnern aus der Praxis. In Ihrem Promotionsvorhaben profitieren Sie von den bestehenden Zugängen in die Praxisfelder und können so am inhaltlichen Austausch teilhaben. Als Doktorand_in im Promotionskolleg erhalten Sie weitere Kontakte und Gelegenheiten, mit denen Sie Ihr Netzwerk erweitern und Ihre Forschung voranbringen können. 

Begleitprogramm: Um Promotionsinteressierte und Promovierende gut bei ihren Forschungsvorhaben zu begleiten, bieten die Fachbereiche und Institute der katho regelmäßige Kurse, Workshops und Kolloquien an.

Weiterentwicklung in Lehre: Die konkrete Betätigung in Forschung bzw. Lehre werden das wesentliche Lernfeld sein, in dem Sie Ihre Expertise vertiefen und auf andere Felder wie die Lehre erweitern. Wenn Sie eine Karriere als Professor_in anstreben, werden Sie an der katho mit Ihren Lehrtätigkeiten gute und nachhaltige Erfahrungen machen können. Da der Erfolg unserer Lehre und Forschung auch mit der fachlichen Qualität des wissenschaftlichen Nachwuchses steht und fällt, unterstützt die katho zudem Fort- und Weiterbildungen.

Es gibt eine Vielzahl an Wegen um das Promotionsvorhaben zu finanzieren. Die gängigsten finden Sie hier aufgelistet. Bei weiteren Fragen stehen Ihnen die Promotionsbetreuer_innen der katho beratend zur Seite. 

  • Haushaltsfinanzierte Promotionsstelle (Qualifizierungsstelle)
  • Drittmittelstelle (Projektstelle)
  • Individuelles Stipendium (für nähere Informationen siehe auch stipendiumplus oder die Stipendiensuchseite)
  • Externe Erwerbstätigkeit zur Finanzierung der Promotion
  • Promotionskolleg NRW (siehe auch Förderangebote des PK NRW)
  • (Anteils-)Finanzierung von Sach- und Reisekosten durch das Wolfgang-Picken-Stipendium der Bürgerstiftung Rheinviertel

Weitere Informationen finden Sie auf den internen Seiten der katho (Login erforderlich).

 

Weitere Informationen finden Sie auf den internen Seiten der katho (Login erforderlich).

Angebote des Standorts Aachen

Für weitere Informationen zum Inhalt eines Kursen wenden Sie sich bitte an die genannten Ansprechpersonen.

FB

Titel

Zielgruppe

Ansprechperson

externe Teilnahme

Regelmäßigkeit

SW

Promotionscoaching

Wissenschaftliche Mitarbeitende

Frieters-Reermann

nein, nur Standort Aachen

jedes Semester                        

SW

Promotionskolloquium

Promovierende und Promotionsinteressierte

Baum

ja

jedes Semester

Angebote des Standorts Köln

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Ansprechpersonen.

FB

Titel

Zielgruppe

Ansprechperson

externe Teilnahme

Regelmäßigkeit

SW

Infoveranstaltung Promotion

Masterstudierende

Schönig

perspektivisch

jedes Semester

SW

Promotionscoaching

Masterstudierende

Schönig

nein

Einzeltermine n.V.

SW

Promotionskolloquium

Promovierende

 Schönig

nein

1x pro Semester

SW/GW Promotionsstammtisch Promovierende Falkowski nein 2x pro Semester

Angebote des Standorts Münster

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Ansprechpersonen.

FB

Titel

Zielgruppe

Ansprechperson

externe Teilnahme

Regelmäßigkeit

SW

Promotionskolloquium Teilhabeforschung

Promovierende der Teilhabeforschung

Greving

Ja

1x pro Semester

SW

Teilhabekolloquium des Instituts

Forschende

Dieckmann

Ja

2x pro Semester

SW

Infoveranstaltung Promotion

Promotionsinteressierte

Greving/Wernberger

Ja

unregelmäßig

SW

Promotions- und Forschungskolloquium

Promovierende und Promotionsinteressierte

Greving/Wernberger

Ja

digital immer donnerstags (im Semester) von 18:00-19:00 Uhr

Angebote des Standorts Paderborn

Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Ansprechpersonen.

FB

Titel

Zielgruppe

Ansprechperson

externe Teilnahme

Regelmäßigkeit

SW

Promotionskolloqium Promovierende Breuer nach Absprache 2x pro Semester

SW

Promotionscoaching Masterstudierende promotionsinteressierte Masterstudierende Breuer nein Einzel-/ Gruppentermine n.V.

SW

Informationsveranstaltung zu Promotionsmöglichkeiten promotionsinteressierte Masterstudierende Breuer/ Meinhard nein jedes Semester

Die Einschreibung als Promotionsstudent_in erfolgt über das Studierendensekretariat Münster. 

 

Studierendensekretariat Münster

Piusallee 89
48147 Münster
Tel. +49 251 41767-24
Fax: +49 251 41767-52
info.muenster(at)katho-nrw.de

Öffnungszeiten:

Mo bis Do: 08:00 - 12:30 und 13:30 - 16:00 Uhr
Fr: 08:00 - 12:00 Uhr

 

An allen vier Standorten stehen Promotionsbeauftragte zur Verfügung:

Aachen
Prof. Dr. phil. Markus Baum

Sozialwesen

Prof. Dr. phil. Markus Baum

Professor für Soziologie

Aachen, Sozialwesen

Köln
Prof. Dr. rer.pol. habil. Werner Schönig

Sozialwesen

Prof. Dr. rer.pol. habil. Werner Schönig

Professor für Sozialökonomik und Konzepte der Sozialen Arbeit

Köln, Sozialwesen

Prof. Dr. Tobias Hölterhof

Gesundheitswesen

Prof. Dr. Tobias Hölterhof

Professor

Köln, Gesundheitswesen

Münster
Prof. Dr. Angela Wernberger

Sozialwesen

Prof. Dr. Angela Wernberger

Professorin für Soziologie und empirische Forschungsmethoden

Münster, Sozialwesen

Paderborn

Sozialwesen

Prof. Dr. Marc Breuer

Professor für Soziologie

Paderborn, Sozialwesen

Bei Fragen zur Finanzierung

Dr. Nils Großmann

Referent des Prorektors für Forschung und Transfer

Köln, Dezernat VI - Akademische Angelegenheiten

Prof. Dr. Michael Isfort

(zentraler) Promotionsbeauftragter

Prof. Dr. Michael Isfort

Prorektor für Forschung und Transfer

Köln, Gesundheitswesen

Unsere Promovierenden

Inhalte folgen

 

Luise Dinger

Luise Dinger

Promotionstitel: Finanzielle Betrugsdelikte und ihre Auswirkungen am Beispiel des Schockanrufs. Relationale Identität und Agency als Heuristiken für Viktimisierungsprozesse

Bei einem Schockanruf handelt es sich um eine Form finanzieller Betrugsdelikte. Die betroffenen Menschen werden durch eine manipulative Gesprächsführung, das Inszenieren einer (familiären) Katastrophe und das Aufbauen hohen emotionalen und zeitlichen Drucks am Telefon zur Herausgabe von Geld bzw. Vermögenswerten gedrängt. Im Rahmen des Promotionsprojekts werden die Viktimisierungsprozesse bei finanziellen Betrugsdelikten am Beispiel des Schockanrufs untersucht. 2025 wurden hierzu teilnarrative episodische Leitfadeninterviews (Flick 2011) mit Betroffenen von Schockanrufen (n=9) erhoben. Diese werden aktuell durch die Rekonstruktion narrativer Identität (Lucius-Hoene/Deppermann 2004) mit Fokus auf Positioning und Agency ausgewertet.

Promotionsbeginn28. April 2024
BetreuungspersonenProf. Dr. Schönig (katho, Erstbetreuung), Prof.in Dr.in Schramek (HS Bochum), Prof. Dr. Löwenstein (katho)
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungHochschule Bochum, PK NRW

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Im Gegensatz zum Tatvorgehen und zu den Risikofaktoren wurden die Auswirkungen finanzieller Betrugsdelikte auf die betroffenen Menschen und ihre Unterstützungsbedarfe bislang kaum untersucht. Dabei gibt es erste Hinweise darauf, dass neben dem materiellen Verlust insbesondere die psychischen und sozialen Folgen gravierend sein können. Hier setzt das Promotionsprojekt an und zeigt am Beispiel des Schockanrufs die Heterogenität und Komplexität von Viktimisierungsverläufen beim Erleben finanzieller Betrugsdelikte sowie mögliche Ansatzpunkte der Prävention, Intervention und Nachsorge.

Warum haben Sie sich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben? Was konnte Ihnen durch das Stipendium ermöglicht werden?

Das Stipendium hat mir die Arbeit an meinem Promotionsprojekt erleichtert durch die Übernahme von Druck-, Reise- und Transkriptionskosten. Dadurch konnte ich u.a. mit den Interviewpersonen in ihrer vertrauten Umgebung (z.B. bei sich zu Hause) unabhängig von ihrem Wohnort zu ihren persönlichen Erfahrungen sprechen. Durch die übernommenen Transkriptionskosten konnte ich außerdem ohne Zeitverlust mit der Datenauswertung beginnen.

Welchen Nutzen hat die Stiftung durch die Ergebnisse aus der Promotion?

In Kooperation mit der Bürgerstiftung Rheinviertel, dem Forum Bad Godesberg und der Polizei Bonn wird das Promotionsprojekt in einer gemeinsamen Veranstaltung (voraus.) unter dem Titel „Überfall am Telefon – Warum Schockanrufe funktionieren“ im Juni 2026 vorgestellt und diskutiert.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie bis zum Ende der Promotion?

Erste Auswertungsergebnisse zeigen, dass es sich bei finanziellen Betrugsdelikten wie dem Schockanruf um eine tiefgreifende verletzende Beziehungserfahrung handeln kann – nicht nur während, sondern auch nach der Tat. Der Fokus des Promotionsprojekt liegt auf der Wechselwirkung von Schock- und Betrugserfahrung und dessen Bedeutung für den weiteren Verarbeitungsprozess.

Nils Falkowski

Nils Falkowski

Promotionstitel: Entwicklung und Evaluation einer Schulungsintervention „Delir auf Intensivstationen" für Fachweiterbildungsteilnehmer_innen der Fachweiterbildung für lntensivpflege und Anästhesie

Ziel dieser Arbeit ist es, eine edukative Intervention zum Thema „Delir auf Intensivstationen“ zu entwickeln und zu erproben, welche sich an Pflegefachkräfte richtet, die sich in der Fachweiterbildung „Intensivpflege und Pflege in der Anästhesie“ befinden. Das Forschungsvorhaben gliedert sich in drei Schritte:

1. Systematisches Review: Abbildung des aktuellen Standes der Wissenschaft zu dieser Thematik

2. Fokusgruppenuntersuchung: Abgleich der Ergebnisse aus Schritt eins mit den Erwartungen und Bedürfnissen von deutschen Intensivpflegenden

3. Pretest/Postest Erhebung: Synthese der Ergebnisse aus Schritt eins und zwei und Pilotierung.

Promotionsbeginn26. Juni 2024
BetreuungspersonenProf.in Dr.in Messer
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungJulius-Maximilians-Universität Würzburg

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Für das Delir auf Intensivstationen liegt eine evidenzbasierte S3-Leitlinie vor, die Präventionsmaßnahmen, Erkennung und Therapie des Delirs auf Intensivstationen beschreibt. Dennoch attestieren die Autoren der Leitlinie einen Mangel in der flächendeckenden Umsetzung. Die vorliegende Promotionsarbeit hat das Ziel, eine edukative Intervention zu entwickeln, deren Ziel darin besteht, Intensivpflegepersonal das Wissen über das Delir auf der Intensivstation zu vermitteln. Darüber hinaus adressiert die Intervention das Vertrauen (die Selbstwirksamkeitserwartung) der Pflegefachkräfte in ihre Fähigkeiten, diese schwierigen Pflegesituationen durch eigenes Handeln lösen zu können.

Warum haben Sie sich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben? Was konnte Ihnen durch das Stipendium ermöglicht werden?

Im Rahmen des Stipendiums wurde eine Lizenz für die Covidence-Software erworben. Diese ermöglicht die Durchführung des Prozesses der Studienselektion, der Datenextraktion sowie deren anschließenden Exports in einem Programm. Die Software unterstützt insbesondere die Anforderungen an systematische Reviews, nach denen die o. g. Prozesse unabhängig voneinander durch zwei Forschende durchgeführt werden müssen.

Welchen Nutzen hat die Stiftung durch die Ergebnisse aus der Promotion?

Die Bürgerstiftung Rheinviertel engagiert sich für die Gesundheit, Teilhabe und das Wohlbefinden von Menschen aller Altersgruppen. Die Unterstützung meiner Promotionsarbeit hat das Potenzial, wertvolle Erkenntnisse zu liefern, die letztlich zur Förderung der Gesundheit, Teilhabe und des Wohlbefindens erwachsener Menschen beitragen können, die sich einer Intensivtherapie unterziehen müssen.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie bis zum Ende der Promotion?

Die Intention meiner Forschung besteht darin, Bildungseinrichtungen für die Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie ein Schulungskonzept zur Verfügung zu stellen, welches sich nachweislich positiv auf das Wissen über das Delir und die wahrgenommene Selbstwirksamkeit bei der Pflege von Patienten im Delirium auswirkt. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Prävention, Erkennung und Therapie des Delirs. So weitergebildete Pflegefachkräfte verfügen über das nötige Wissen und sind aufgrund ihrer positiven Selbstwirksamkeitserwartung motiviert, in dieser komplexen Pflegesituation tätig zu werden und Schaden von ihren Patienten abzuwenden.

Lisa Kieselmann

Lisa Kieselmann

Promotionstitel: Dr. rer. pol oder „Warum Organisationen der Sozialwirtschaft Agilität einführen: Eine qualitativ-inhaltliche Analyse von Fallstudien vor dem Hintergrund des Neo-Institutionalismus“

Bei der Untersuchung von Fallstudien durch und mit qualitativen Interviews wird erforscht, warum Organisationen der Sozialwirtschaft Agilität einführen. Dabei wird die Theorie des Neo-Institutionalismus als Grundlage genommen, um Einführungsmechanismen und -gründe der Adoption zu erläutern. Weiterhin wird betrachtet, welche Rolle die VUKA-Welt einnimmt und ob und wie Unternehmensberater_innen die Einführung steuern und lenken. .

Promotionsbeginn1. März 2024
BetreuungspersonenProf. Schönig (katho), Prof.in Dr.in Rybnikova (Hochschule Hamm-Lippstadt, Erstbetreuung)
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungHochschule Hamm-Lippstadt, PK NRW

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Die Besonderheit liegt am Dreiklang zwischen Sozialwirtschaft, Agilität und der Grundlagentheorie. Diese Betrachtung ist eine Forschungslücke, die durch die Promotionsarbeit geschlossen werden soll.

Warum haben Sie sich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben? Was konnte Ihnen durch das Stipendium ermöglicht werden?

Durch das Stipendium wurde mir die Teilnahme an der Academy of Management in Kopenhagen ermöglicht. Dort durfte ich eine Poster-Session halten und so wichtiges Feedback zu meiner Arbeit erhalten. Ohne das Stipendium, wäre die Teilnahme nur mit einem sehr hohen finanziellen Eigenanteil leistbar gewesen.

Welchen Nutzen hat die Stiftung durch die Ergebnisse aus der Promotion?

Da die Forschungsarbeit konkret auf Organisationen der Sozialwirtschaft bezogen ist, kann die Stiftung auf Grundlage der Ergebnisse Vorträge und Fortbildungen zum Thema Agilität für Kooperationspartner etc. anbieten.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie bis zum Ende der Promotion?

Ich erwarte, dass die Erhebung zeigt, dass die untersuchten Organisationen nicht Agilität auf Grund von Legitimation am Markt adoptiert.  Sondern aufgrund ihrer Wertelandschaft, Agilität anpasst und auf ihre Organisation passend „bastelt“.

Monika Laumann

Monika Laumann

Promotionstitel: Erbrachte Unterstützungsleistungen von erwachsenen Geschwistern von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

Erwachsene Geschwister von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung wurden mithilfe eines Fragebogens befragt. Dargestellt wird, welche Unterstützungsleistungen sie gegenüber ihrer Schwester/ihrem Bruder mit Beeinträchtigung erbringen, welche Bedingungen und Merkmale diese Unterstützungsleistungen beeinflussen und wie die Geschwister diese erbrachten Unterstützungsleistungen erleben.

Promotionsbeginn14. April 2020
BetreuungspersonenProf. Dr. Dieckmann (katho), Prof.in Dr.in Lindmeier (Leibnitz-Universität Hannover, Erstbetreuung)
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungLeibnitz-Universität Hannover, PK NRW

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Bislang ist die Rolle von erwachsenen Geschwistern im Netzwerk von Menschen mit Beeinträchtigung nur selten Gegenstand von deutschen Forschungsprojekten. Dies möchte ich mit meinem Promotionsthema verändern. Der genutzte Fragebogen wurde auf der Grundlage von nationalen und internationalen entwickelten Fragebögen und Messinstrumenten entwickelt, sodass die Ergebnisse gut mit anderen, auch internationalen, Forschungsergebnissen verglichen werden können. Außerdem ist es mir gelungen, über 1.000 Geschwister zu befragen.

Sebastian Rost

Sebastian Rost

Promotionstitel: Aktivität als Topos kindlicher Handlungen in Kitas. Subjektideale und Aushandlungsspielräume von Kindern und pädagogischen Fachkräften

Die Dissertation interessiert sich für den kollektiven Raum, der hinter dem pädagogischen Handeln existiert. In der Analyse des Vollzugs von Bildungsprozessen im Alltag von Kindertageseinrichtungen werden Normen analytisch sichtbar, welche den konjunktiven Erfahrungsraum von päd. Fachkräften und Kindern konstituieren. Diese Normen sind dabei in den Alltagsvollzug eingelagert und dadurch für die Akteur*innen weder besprech- noch veränderbar. Hier knüpft die Idee der Offenlegung verdeckter, aber machtvoller Verständnisse von Bildung und deren Bearbeitung an. Die Normen präfigurieren Subjektideale und lassen sich in Aushandlungen im Alltag rekonstruieren. So lassen sich verschiedene Aspekte der Aushandlungsspielräume von Kindern und pädagogischen Fachkräften aufzeigen.

Promotionsbeginn1. Februar 2022
BetreuungspersonProf. Dr. Cloos (Universität Hildesheim)
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungUniversität Hildesheim

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Meine Dissertation analysiert Spielsituationen in Kitas. Untersucht werden mikroskopisch Alltagszenen und wie in diesen gesellschaftlichen Ordnungen wirksam werden. Mit ethnografischer Beobachtung und dokumentarischer Auswertung rekonstruiere ich die stillschweigenden Orientierungen von Kindern und Fachkräften. So wird erkennbar, wie Diskurse über Leistung, Teilhabe und Inklusion in der Praxis wirksam werden und wie sich Hierarchien stabilisieren. Der gesellschaftliche Beitrag dieser Grundlagenforschung ist, präzises Wissen darüber zu erlangen, wie Bildung gemacht wird, wer Deutungshoheit erhält und welche Wirkmächtigkeit Kindern zugestanden wird – eine Grundlage für aufgeklärte Debatten und Entscheidungen in der Kindheitspädagogik.

Warum haben Sie sich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben? Was konnte Ihnen durch das Stipendium ermöglicht werden?

Ich habe mich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben, um an der Jahrestagung der Wissenschaftler*innen in Qualifikationsphasen der DGSA teilzunehmen. Auch beworben habe ich mich, um einen Workshop zur Dokumentarischen Methode besuchen zu können um dort meine Kenntnisse in der dokumentarischen Methode zu vertiefen. Das Stipendium ermöglicht mir nicht nur den fachlichen Austausch mit Expert*innen, sondern auch die Anwendung der Auswertungsmethode – eine wertvolle Ergänzung zu meinem Forschungsprojekt.

Welchen Nutzen hat die Stiftung durch die Ergebnisse aus der Promotion?

Meine Forschung zu Machtverhältnissen in Kita-Spielsituationen macht sichtbar, wie gesellschaftliche Ordnungen den pädagogischen Alltag prägen. Die Bürgerstiftung Rheinviertel kann diese Erkenntnisse nutzen, um mit Kitas im Viertel über inklusive Bildung und Kinderpartizipation zu diskutieren – sei es in Workshops, Beratungen oder als Impuls für ihre Förderarbeit.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie bis zum Ende der Promotion?

Bis zum Ende der Promotion erwarte ich Erkenntnisse darüber, wie in Kitas im Freispiel spezifische Normenbündel aktiviert werden – also welche subjektiven Ideale von Bildung (z. B. zu Autonomie, Leistung oder Gemeinschaft) in den jeweiligen Einrichtungen wirksam sind und wie sie mit gesellschaftlichen Diskursen über frühe Bildung verknüpft werden. Besonders interessiert mich, wie diese Normen den pädagogischen Alltag prägen und wo sie mit den Bedürfnissen der Kinder oder den institutionellen Vorgaben kollidieren.

Franziska Sawitzki

Franziska Sawitzki

Promotionstitel: Coping strategies of COPMI

Meine Dissertation befasst sich mit Kindern psychisch erkrankter Eltern. Besonders interessiert mich, welche Bewältigungsstrategien diese Hochrisikogruppe nutzt, um mit der elterlichen Erkrankung umzugehen und wie sich diese auf ihre psychische Gesundheit auswirken. Letztlich möchte ich dazu beitragen, die transgenerationale Transmission von psychischen Erkrankungen zu durchbrechen, zumindest zu minimieren

Promotionsbeginn26. Januar 2023
BetreuungspersonenProf.in Dr.in Großheinrich (katho), Prof.in Dr.in Christiansen (Universität Marburg, Erstbetreuung)
Kooperierende Hochschule/ EinrichtungUniversität Marburg

Worin liegt die Besonderheit ihres Promotionsthemas?

Kinder psychisch erkrankter Eltern sind eine wenig beachtete Hochrisikogruppe für die Entwicklung eigener psychischer Störungen. Mit meinem Promotionsvorhaben lege ich den Blick auf Bewältigungsstrategien dieser Hochrisikogruppe, ein zentraler Mechanismus bei der transgenerationalen Transmission von Psychopathologie, der aber bisher wenig berücksichtigt wurde.

Warum haben Sie sich für das Wolfgang-Picken-Stipendium beworben? Was konnte Ihnen durch das Stipendium ermöglicht werden?

Das Wolfgang-Picken-Stipendium ermöglicht es, Studienvorhaben oder Reisen während der Promotion umzusetzen, für die vielleicht keine anderen Finanzierungswege offenstehen. So konnte ich an einer internationalen Konferenz (ESCAP) in Strasbourg, Frankreich, teilnehmen und dort anderen Forschenden meine ersten Ergebnisse präsentieren.

Welchen Nutzen hat die Stiftung durch die Ergebnisse aus der Promotion?

Der Nutzen der Ergebnisse aus der Promotion ist indirekt: Durch die Erforschung von Transmissionsmechanismen von Psychopathologie und darauf aufbauend der Entwicklung von effektiven Präventions- und Interventionsmaßnahmen können die Kosten für die Gesellschaft für die Behandlung von psychischen Erkrankungen drastisch gesenkt werden. Zudem können Leid und Funktionseinschränkungen der Betroffenen reduziert werden.

Welche Erkenntnisse erwarten Sie bis zum Ende der Promotion?

Bis zum Ende der Promotion erwarte ich detailliertere Erkenntnisse zur Nutzung von Bewältigungsstrategien junger erwachsener Kinder psychisch erkrankter Eltern und zum Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit dieser Hochrisikogruppe. Zudem erwarte ich spannende Ergebnisse dazu, wie Mental Health Literacy der Kinder, also das Störungswissen allgemein oder spezifisch zu der elterlichen Erkrankung, sich auf ihren mentalen Gesundheitszustand auswirkt und welche Rolle Bewältigungsstrategien dabei spielen.

Stipendiatin Lisa Kieselmann
Stipendiat Sebastian Rost
Stipendiatin Franziska Sawitzki
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