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Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung (IBuD)

Das Institut hat das Ziel, im Sinne von sozialer Inklusion, Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit die Teilhabe an Bildung und die Anerkennung von Unterschieden in unserer von Diversität geprägten Gesellschaft zu untersuchen und Handlungsansätze zu entwickeln, um diskriminierende Strukturen abzubauen.

Kurzinfo

Kurzinfo
Standort
  • Aachen
  • Köln
  • Münster
  • Paderborn
Art des Instituts In-Institut
Gründungsdatum 19.01.2021
Kontaktadresse des Instituts

Robert-Schuman-Str. 25
52066 Aachen

E-Mail: m.gerards(at)katho-nrw.de
T: +49 241 60003-43

Über uns

Das forschungsstarke Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung (IBuD) setzt sich aus einer interdisziplinären Gruppe von über 30 Mitgliedern aus allen vier Abteilungen der katho NRW zusammen. Der Fokus der Forschungs-, Entwicklungs- und Transferaktivitäten des Instituts liegt auf diversitätssensiblen Teilhabe- und Anerkennungsmöglichkeiten in formalen und non-formalen Bildungsprozessen.

In den Forschungsprojekten untersuchen die Mitglieder des Instituts die Bildungs- und Lebenssituationen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen – von Menschen in allen Alters- und Lebensphasen, von Menschen unterschiedlicher geschlechtlicher Identitäten, von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Identitäten, von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen, von weißen Menschen und Black and People of Color (BPoC), von Menschen unterschiedlicher sozio-ökonomischer Herkunft und mit differenten Bildungsbiografien, von Menschen mit und ohne gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder von Menschen unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen. Hierbei werden diese Selbst- und Fremdverortungen macht- und hierarchiekritisch betrachtet. Das Erkenntnisinteresse der Intersektionalitätsforschung, das die Verflechtung verschiedener Diversitätskategorien und die damit verbundenen Disparitäten fokussiert, ist dabei leitend. Die Forschungs-, Entwicklungs- und Transferaktivitäten des Institutes nehmen hierbei insbesondere Bezug zu Professions-, Bildungs-, Teilhabe-, Gender- und Migrationsdiskursen unter Berücksichtigung rassismuskritischer und diversitätsbewusster Perspektiven.

 

Genese des IBuD

Das Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung baut auf den Strukturen des vormaligen Forschungsschwerpunkts „Bildung und Diversity“ auf und kann auf eine mehr als zwanzigjährige Forschungsarbeit zurückblicken.  Bereits 2001 erkannten die Professorinnen Dr.in Marianne Genenger-Stricker (Standort Aachen), Dr.in Brigitte Hasenjürgen (Standort Münster) und Dr.in Angelika Schmidt-Koddenberg (Standort Köln) den Bedarf, Forschungs- und Transferprojekte zu Themen von Gender, Transkulturalität und Bildung thematisch zu bündeln, und gründeten den Forschungsschwerpunkt Gender und Soziale Arbeit (2001–2005), der später in Gender und Transkulturalität (2005–2014) umbenannt wurde. 2014 erfolgte dann im Rahmen eines Förderprojektes des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF) die Umbenennung in Bildung und Diversity. Prof.in Dr.in Schmidt-Koddenberg leitete bis 2020 den Forschungsschwerpunkt. Der Fokus der dort durchgeführten Forschungs- und Transferprojekte lag auf den Entwicklungen hin zu einer zunehmend pluralen und heterogenen Migrationsgesellschaft, in der einseitige kulturelle Zuschreibungen (Othering) allmählich aufgebrochen werden.

Im Jahr 2020 initiierte Prof.in Dr.in Verena Klomann als neue Leitung den Prozess der Institutsgründung und überführte den Forschungsschwerpunkt zum 19.1.2021 in das „Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung“ (IBuD).

 

 

Zielsetzung und Fragestellung

Im Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung werden die Teilhabe an Bildung und die Anerkennung von Unterschieden in unserer durch Diversität geprägten Gesellschaft untersucht. Dabei liegt der Fokus besonders auf Chancengleichheit und sozialer Gerechtigkeit. Das Institut geht aus einer interdisziplinären Perspektive u.a. folgenden Fragestellungen nach:

  • Wie können Teilhabe- und Anerkennungsmöglichkeiten diversity- und genderfreundlicher gestaltet werden, damit allen Menschen möglichst viele formale und non-formale Bildungschancen offenstehen?
  • Wie kann gewährleistet werden, dass pädagogisch begleitete Bildungsprozesse zugleich zuschreibungsreflexiver werden, um Praktiken des Othering (Menschen zu ‚Anderen‘ machen, indem sie als solche markiert werden) zu vermeiden?
  • Wie verlaufen Subjektivierungen in unterschiedlichen Bildungssettings?  Wie können Bildungsräume als Möglichkeitsräume für Rassismuskritik genutzt werden?
  • Wie können dafür notwendige Daten erhoben und wissenschaftliche Untersuchungen so durchgeführt werden, dass Bildungssettings macht- und dominanzsensibel in den Blick genommen und die eigenen Forschungsergebnisse kritisch reflektiert werden?

Durch die Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragestellungen werden ungleiche Bildungs- und Teilhabechancen sowie die Entwicklung innovativer Handlungsansätze analysiert, die neben der Problematisierung diskriminierender und benachteiligender Strukturen soziale Inklusion wie auch die Anerkennung individueller Verschiedenheit und Potentiale fokussieren. Darüber hinaus verfolgt das Institut die Ziele, die Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit weiterzuentwickeln und aktiv zur Nachwuchsförderung in der Sozialen Arbeit beizutragen.

Institutsleitung
Prof. Dr. Marion Gerards

Institutsleitung

Prof. Dr. Marion Gerards

Professorin für Musik und Soziale Arbeit / Leiterin des Instituts für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung

Aachen, Sozialwesen

Prof. Dr. Grit Höppner

Stv. Institutsleitung

Prof. Dr. Grit Höppner

Gleichstellungsbeauftragte

Münster, Sozialwesen

Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

STV. Institutsleitung

Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

Professor für Bildungs- und Erziehungswissenschaften

Aachen, Sozialwesen

Karin Henshen

Referentin für Transfer- und Netzwerkmanagement

Karin Henshen

Referentin für Transfer- und Netzwerkmanagement

Aachen, Dezernat VI - Akademische Angelegenheiten

Institutsmitglieder (Professor_innen)

Das fachliche Spektrum der beteiligten Forschenden an den verschiedenen Standorten der katho ist interdisziplinär und umfasst zurzeit Perspektiven aus der Sozialen Arbeit, der Pädagogik, der Sozialpädagogik, der Kindheitspädagogik, der Soziologie und Politologie, der Kulturwissenschaften sowie der Psychologie und ist offen für weitere disziplinäre Zugänge. Das Institut bietet Professor_innen, wissenschaftlichen Mitarbeitenden, wissenschaftlichen und studentischen Hilfskräften sowie interessierten Studierenden Mitwirkungsmöglichkeiten. Studierende aus den Master- und Bachelorstudiengängen an der katho werden zudem aktiv durch Lehrforschungsprojekte einbezogen.

Prof. Dr. Agnes Blome

Professorin

Paderborn, Sozialwesen

Prof'in Dr. Yvonne Brandl

Prof'in Dr. Yvonne Brandl

Professorin

Münster, Sozialwesen

Prof. Dr. Gregor Buß

Prof. Dr. Gregor Buß

Professor für Katholische Theologie, Anthropologie, Ethik und Soziallehre

Paderborn, Sozialwesen

Prof. Dr. Judith Conrads

Prof. Dr. Judith Conrads

Professorin, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte

Münster, Sozialwesen

Prof. Dr. Dominik Farrenberg

Prof. Dr. Dominik Farrenberg

Prodekan II, Studiengangsleitung Bachelor Soziale Arbeit; Professur für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit, Schwerpunkt: Sozialpädagogische Zugänge

Aachen, Sozialwesen

Prof. Dr. Silvia Hamacher

Prof. Dr. Silvia Hamacher

Prodekanin, Professorin für Soziale Arbeit

Aachen, Sozialwesen

Prof. Dr.  Michael Hermes

Prof. Dr. Michael Hermes

Professor für Theorien, Konzepte & Methoden Sozialer Arbeit

Köln, Sozialwesen

Prof. Dr. Anja Kannegießer

Prof. Dr. Anja Kannegießer

Professorin

Münster, Sozialwesen

Prof.in Dr. Verena Klomann

verena.klomann@h-da.de

Professorin an der Hochschule Darmstadt

Externes Institutsmitglied

Prof'in Dr.'in Annette Müller

Professorin

Köln, Sozialwesen