Angebote für die Praxis – Fachbereich Sozialwesen (Köln)
Praxisphasen im Studium
© katho / Uta Wagner
Die katho geht von dem Grundgedanken aus, dass professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit und der Kindheitspädagogik auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Diese werden durch den Austausch über reflektierte Praxiserfahrungen, durch angewandte Praxisforschung sowie durch die Verknüpfung von Theorie und Konzepten mit praktischen Erfahrungen gewonnen. In den Praxisphasen erwerben die Studierenden berufliche Handlungskompetenzen, reflektieren ihre Berufsrolle und entwickeln die Fähigkeit zur Praxisforschung in den Feldern der Sozialen Arbeit. Gleichzeitig tragen die kontinuierliche Kooperation zwischen Hochschule, Trägern und Praxiseinrichtungen sowie der gemeinsame Austausch dazu bei, Theorie und Praxis weiterzuentwickeln.
Das Sozialberufe-Anerkennungsgesetz (SobAG) sieht vor, dass das Studium einen Praxisanteil umfasst. Alle Praxisphasen sind integrierte Pflichtpraktika im Rahmen der jeweiligen Studiengänge, die unter Anleitung einer Fachkraft in der Praxis durchgeführt und von Lehrenden der Hochschule begleitet werden. Aufbau, Funktion und Umfang der einzelnen Praxisphasen sind in den Modulhandbüchern der jeweiligen Studiengänge geregelt.
Die grundsätzliche Gestaltung praktischer Studienelemente wird durch die Praxis-Rahmenvereinbarung für die Studiengänge Soziale Arbeit (BA) und Kindheitspädagogik (BA) geregelt. Sie behandelt außerdem die enge Kooperation und Zusammenarbeit mit den Vertreter_innen der Praxis und weiteren Partnern.
Staatliche Anerkennung
Der erfolgreiche Abschluss des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit sowie des Bachelorstudiengangs Kindheitspädagogik führt zugleich zur staatlichen Anerkennung (§ 1 SobAG). Voraussetzung dafür ist ein Praxisanteil von mindestens 100 Arbeitstagen im Studium (§ 2 bzw. 3 SobAG). Mit der staatlichen Anerkennung ist die Berechtigung verbunden, die jeweilige geschützten Berufsbezeichnung zu führen und den Beruf auf dem regulierten Arbeitsmarkt auszuüben. Der öffentlich-rechtliche Berufsschutz (SGB) gewährleistet, dass in Aufgabenbereichen mit hoheitlicher Verantwortung nur qualifizierte Absolvent_innen der Sozialen Arbeit bzw. der Kindheitspädagogik tätig werden. Das Studium vermittelt dafür sowohl die wissenschaftlichen Grundlagen als auch die praxisorientierte Qualifikation, die den Anforderungen des jeweiligen Berufsfeldes entspricht.
Praxisphasen in den Studiengängen
Im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit ist in der zweiten Studienhälfte das „Studienprojekt 2“ vorgesehen. Es umfasst ein mehrmonatiges Praxisprojekt und wird durch Supervision, ein Theorieseminar sowie eine Projektbegleitung seitens der Hochschule unterstützt.
Mit dem Praxisprojekt sind die 100 Praxistage in Vollzeit verbunden, die gemäß Sozialberufe-Anerkennungsgesetz Voraussetzung für die Staatliche Anerkennung sind. Während dieser Praxisphase erweitern Studierende ihre Kompetenzen in ausgewählten Handlungsfeldern: Sie erproben und vertiefen präventives und intervenierendes Handeln und entwickeln ihre professionelle Berufsrolle weiter. Das Praxisprojekt kann auch im Ausland stattfinden. Bei der Planung und Organisation unterstützt das International Office.
zum Studiengang
Der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit dual zeichnet sich durch einen kontinuierlichen Praxisbezug aus. Während des gesamten Studiums sind die Studierenden mindestens einen Tag pro Woche in der kooperierenden Praxiseinrichtung tätig. Dort reflektieren und festigen sie anhand konkreter Handlungsanforderungen die im Studium erworbenen Inhalte und gestalten den Lernort Praxis aktiv mit.
Der Theorie-Praxis-Transfer ist als dreiteiliger Prozess angelegt: (1) Studienprojekte ermöglichen während allen Studiensemestern eine kontinuierliche Anwendung theoretischer Inhalte in praxisbezogenen Aufgaben. (2) Transferwerkstätten vertiefen diese Verbindung über das gesamte Studium hinweg, indem sie wissenschaftliche Perspektiven mit berufsspezifischen Herausforderungen verknüpfen. Zudem kommen Hochschule, Praxis und Studierende in (3) Transferzirkeln zusammen, um durch regelmäßige Feedbackschleifen den Studiengang weiterzuentwickeln. So gehen der Erwerb wissenschaftlichen Wissens sowie relevanter Handlungskompetenzen Hand in Hand.
zum Studiengang
Im Verlauf des Bachelorstudiengangs Kindheitspädagogik absolvieren die Studierenden Praxiszeiten in mindestens zwei unterschiedlichen Praxiseinrichtungen sowie in mindestens zwei Tätigkeitsfeldern der Kindheitspädagogik. Alle Praxisphasen werden von Teams aus Vertreter_innen der drei Lernorte didaktisch und methodisch begleitet. Dadurch wird eine fachlich fundierte und wissenschaftlich orientierte Reflexion der praktischen Erfahrungen sichergestellt.
zum Studiengang
Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis
Um die Vernetzung zwischen Hochschule und Praxiseinrichtungen zu stärken, gibt es hochschulweit sowie an den einzelnen Standorten Aachen, Köln, Münster und Paderborn verschiedene Angebote, die die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Praxis unterstützen:
Stellen- und Praktikumsangebote können als PDF-Datei per E-Mail an das Praxisreferat gesendet werden (praxis.swkoeln(at)katho-nrw.de). Die Angebote werden anschließend im internen Bereich veröffentlicht.
Praxisbörse
Die Praxisbörse ist als Informationsbörse für die Studierenden ein Teil der Theorie-Praxis-Woche und bietet eine gute Gelegenheit zum Austausch zwischen Hochschule und Praxiseinrichtungen. Aufgrund räumlicher Kapazitätsbeschränkungen können ausschließlich kooperierende Praxispartner_innen an der Praxisbörse teilnehmen.
Falls Sie an der Aufnahme in unsere Praxisstellendatenbank oder an einer Zusammenarbeit mit unserer Hochschule interessiert sind, wenden Sie sich bitte an das Praxisreferat:
praxis.swkoeln(at)katho-nrw.de oder +49 221 7757-153
Theorie-Praxis-Woche
Die Theorie-Praxis-Woche inklusive der Praxisbörse bietet eine gute Gelegenheit zum Austausch zwischen Hochschule und Praxiseinrichtungen. Studierende besuchen innerhalb dieser Woche kooperierende Einrichtungen in Köln und Umgebung, um einen Einblick in den Arbeitsalltag zu erhalten.
Die Besuche werden von den Dozierenden des Fachbereichs Sozialwesen organisiert und begleitet.
Anerkennung als "Kooperierende Praxiseinrichtung"
Durch die Kooperation werden Qualitätsstandards für die Praxisphasen der Studierenden entwickelt und gesichert sowie die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und den Praxiseinrichtungen intensiviert. Hier können Sie weitere Informationen (inkl. Übersicht über unsere aktuellen Kooperationspartner_innen im Fachbereich) finden:
Jede Praxiseinrichtung, die Praktikumsplätze für Studierende anbietet, kann mit ihren Einrichtungsdaten in die Praxisstellendatenbank aufgenommen werden. Wenn Sie an der Aufnahme in unsere Praxisstellendatenbank interessiert sind, senden Sie bitte folgenden ausgefüllten Bogen an das Praxisreferat.
Seit vielen Jahren setzt die katho am Standort Köln erfolgreich auf das Konzept der "Kooperierenden Praxiseinrichtungen" im Fachbereich Sozialwesen. Die Anerkennung als kooperierende Praxiseinrichtung wird für jeweils vier Jahre vergeben und durch ein Zertifikat bestätigt. Zertifizierte Einrichtungen verpflichten sich zur Einhaltung fachlicher Qualitätsstandards in der Anleitung und Begleitung von Studierenden und können im Gegenzug hochschulseitigen Transferformaten teilnehmen. Das Zertifikat macht die enge Kooperation zwischen Hochschule und Einrichtung sichtbar und steht für gemeinsame Verantwortung, verlässliche Ausbildungsbedingungen und hohe Fachlichkeit in Ausbildung und Praxis.
Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit entsteht aus einer gelungenen Verbindung von Theorie und Praxis. Für eine erfolgreiche Professionalisierung in der Praxisphase sind daher verschiedene fachliche Standards wichtig, die von den beiden Lern- und Bildungsorten Hochschule und Praxis zu berücksichtigen sind und ein zentrales Kriterium für die Vergabe der Staatlichen Anerkennung darstellen.
Zu den Einrichtungen
Praxis-Transfer-Veranstaltungen
Die katho veranstaltet einmal jährlich ein Praxisforum, das ein ausgewähltes Thema in den Mittelpunkt stellt. Das Thema wird zunächst durch einen Impulsvortrag eingeführt. Anschließend wird es in einem didaktischen Austauschformat vertieft und die Ergebnisse werden im Plenum zusammengeführt. In der zweiten Hälfte der Veranstaltung werden in einem kurzen Panelformat aktuelle Lehrforschungsprojekte vorgestellt.
Die Zielgruppe des Praxisforums sind Praxisvertreter_innen. Die Veranstaltung bietet Raum, aktuelle Entwicklungen gemeinsam mit Praxis- und Hochschulvertreter_innen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Handlungsperspektiven für die Soziale Arbeit zu entwickeln.
Das nächste Praxisforum findet am 29.06.2027 statt. Wir laden Sie herzlich ein, teilzunehmen und mitzudiskutieren. Bei Interesse an einer Teilnahme kontaktieren Sie gern das Praxisreferat Köln.
Einen Rückblick auf das vergangene Praxisforum finden Sie hier: Praxisforum zum Thema „Rechtsruck in der Sozialen Arbeit!?“
Das Anleiter_innenaustausch findet in der Regel im November statt. Eingeladen sind Personen aus der Praxis ein, die eine Anleitung von unseren Studierenden bereits übernehmen oder planen. Das Treffen bietet eine Möglichkeit, einerseits ein Themenfeld der Anleitung innerhalb der Praxisphasen zu beleuchten und andererseits sich mit anderen Praxisvertreter_innen auszutauschen. In unterschiedlichen Workshops können zudem Themen aus den jeweiligen Studiengängen aufgegriffen und diskutiert werden.
Das nächste Anleiter_innentreffen findet am 06.11.2026 statt. Wir laden Sie herzlich in unsere Hochschule ein. Bei Interesse melden Sie sich gern im Praxisreferat Köln.
Transferzirkel sind die zentrale Schnittstelle des Theorie-Praxis-Transfers zwischen Hochschule, Praxis und Studierenden innerhalb des dualen Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit. Diese Schnittstellen bringen ein- bis zweimal jährlich alle Beteiligten zu gemeinsamen Treffen zusammen, um den Theorie-Praxis-Transfer langfristig zu sichern, Austausch und Transparenz zu fördern und Herausforderungen im Blick zu behalten.