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Handlungssicher im Kinderschutz

Steckbrief

Steckbrief
Zertifikat Hochschulzertifikat
Ort

katho, Standort Köln

Termine

Oktober 2021 bis Juni 2022

Max. Teilnehmerzahl 20
Anmeldeschluss 15.09.2021
Bewerbung erforderlich?

Ja

Teilnahmegebühr

1.400 Euro

Nicht selten zeigt sich in der Praxis, dass Fachkräfte und beteiligte Systeme dem Thema Kinderschutz mit Unsicherheit begegnen. Dabei kann sich die Unsicherheit aus der Komplexität des Geschehens einer Kindeswohlgefährdung sowie mangelnde Erfahrung bei gleichzeitig stetig steigenden Anforderungen an den Kinderschutz entwickeln. Die Weiterbildung unterstützt Fachkräfte dabei, Handlungsfähigkeit und -sicherheit im Kinderschutz zu erlangen und zu lernen, welche Anforderungen der Kinderschutz an ihre spezifischen Arbeitsfelder stellt. Sie erfahren, welche Rollen, Aufgaben und Zuständigkeiten sowie Haltungen und Grundorientierungen daraus für Ihre konkrete Praxis resultieren. 

Die Weiterbildung vermittelt Fachwissen, Fertigkeiten sowie theoretische und methodische Kompetenzen und befähigt hinsichtlich der theoretischen Qualifikation zur verantwortungsvollen Bearbeitung von (Verdachts-)Fällen von Kindeswohlgefährdung. Aufgegriffen wird aber auch das Thema Psychohygiene, und es wird Raum für Selbsterfahrung und -reflexion sowie kollegiale Beratung geboten.

Die Weiterbildung ist berufsbegleitend ausgelegt und umfasst einen Zeitraum von neun Monaten. Es gibt 14 Präsenztage à acht Unterrichtseinheiten, die an Freitagen und Samstagen in den Räumen der katho, Abteilung Köln stattfinden. Hinzu kommen Selbststudiumanteile und Prüfungsleistungen in Form einer Facharbeit und eines Kolloquiums.

Der Hochschulzertifikatskurs „Handlungssicher im Kinderschutz“ richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen und den Frühen Hilfen sowie aus dem Bereich Schule (z.B. Lehrer_innen, Schulsozialarbeit, OGS), die innerhalb ihrer Arbeit mit Kinderschutzfällen in Berührung kommen oder sich auf diese Aufgabe vorbereiten möchten.
Weiterhin können Fachkräfte öffentlicher oder freier Träger der Jugendhilfe, die im Rahmen des Schutzauftrags der „insoweit erfahrenen Fachkraft“ gemäß § 8a und § 8b SGB VIII eine beratende oder koordinierende Funktion wahrnehmen oder sich für solche Funktionen qualifizieren möchten, an der Weiterbildung teilnehmen. 
Sprechen Sie uns bitte an, wenn Unklarheit hinsichtlich der Zugehörigkeit zur Zielgruppe besteht. 

Mit den Lehrinhalten erhalten Sie fachspezifische Kenntnisse und Kompetenzen, die über das Niveau der Ausbildungen hinausgehen. 

Modul 1: Prävention und Intervention 

  • Lerneinheit 1: Präventives Handeln und eingreifende Interventionen im Kinderschutz – mehr als zwei Seiten einer Medaille 
  • Lerneinheit 2: Rolle der Insoweit erfahrenen Fachkraft und Kooperation im Kinderschutz 
  • Lerneinheit 3: Gesetzliche Grundlagen und Datenschutz

Modul 2: Erkennen, einschätzen und handeln 

  • Lerneinheit 1: Gefährdungseinschätzungen, Verfahrensabläufe, Diagnostik (Methoden/Instrumente) unter Berücksichtigung auch der medizinischen Perspektive
  • Lerneinheit 2: Fallwerkstatt 
  • Lerneinheit 3: Kommunikation mit Kindern, Eltern, Fachkräften gestalten 

Modul 3: Kinder stärken und Qualität sichern

  • Lerneinheit 1: Schutz und Partizipation kein Gegensatz
  • Lerneinheit 2: Kindeswohlgefährdung und Traumafolgeschäden 
  • Lerneinheit 3: Qualität im Kinderschutz und Konzeptentwicklung
  • Lerneinheit 4: Belastungen in der Kinderschutzarbeit

Die Weiterbildung besteht aus drei Modulen und umfasst 112 Unterrichtseinheiten (UE) Präsenz und 168 Unterrichtseinheiten Selbststudium. Es können 10 Creditpoints (CP) erworben werden.

Die Veranstaltungen finden freitags von 14 Uhr bis 20 Uhr sowie samstags von 9 Uhr bis 16 Uhr statt. Veranstaltungsort ist die katho, Standort Köln.

Termine 2021 / 2022

Sa. 09.10.2021
Sa. 23.10.2021
Fr. / Sa. 19. + 20.11.2021
Fr. 03.12.2021
Sa. 18.12.2021
Fr. / Sa. 21. + 22.01.2022
Fr. / Sa. 04. + 05.03.2022
Sa. 02.04.2022
Sa. 30.04.2022
Sa. 14.05.2022
Sa. 04.06.2022


Abgabe der Fallarbeit: Montag, 2. Mai 2022 
Abschlusskolloquium: Samstag, 4. Juni 2022

Referent_innen
  • Prof.in Dr. Heike Wiemert (Kursleitung), Professorin für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Kindheit und Familie, katho Abteilung Köln, Mitglied im Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki), Dipl. Sozialwissenschaftlerin, langjährige Leitungstätigkeit in Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe 
  • Ulrike Hanfland, Leiterin des Bezirksjugendamtes Innenstadt der Stadt Köln, Dipl.-Sozialarbeiterin, Systemische Familientherapeutin (DGSF) 
  • Jana Hollenberg, Fachberatung Qualitätsentwicklung und Koordination der Jugendberufshilfe im Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises, freiberuflich Lehrbeauftragte, Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Promotion an der Universität zu Köln 
  • Prof. Dr. Rolf Jox, Professor an der katho, Abteilung Köln, Promotion zum Dr. jur. utr.
  • Jessika Kuehn-Velten, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin / Psychologische Psychotherapeutin, Supervisorin, Zertifizierte Kinderschutzfachkraft, Expert*innen- und Förderkreis der BAG der Kinderschutz-Zentren; Kinderschutz-Praxis / Fortbildung, Supervision, Dipl.-Psychologin 
  • Jürgen Meyer, seit 1992 in Jugendämtern in verschiedenen Handlungsfeldern (ASD, JGH, PKD) tätig, seit 2007 Zertifizierte Kinderschutzfachkraft, seit 2013 Fachstelle Netzwerk Präventiver Kinderschutz im Jugendamt Monheim am Rhein, Dipl. Sozialpädagoge 
  • Christina Muscutt, Fachberaterin beim LVR-Landesjugendamt, Masterstudiengang „Innovationsmanagement in der Sozialen Arbeit“ katho, Abteilung Köln, B.A. Soziale Arbeit, zertifizierte Kinderschutzfachkraft, Zuvor: Wissenschaftliche Mitarbeiterin Hochschule Düsseldorf - Forschungsstelle für sozialraumorientierte Praxisforschung; Schwerpunkte: Sozialraumorientierung und Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe 
  • Prof.in Dr. Sabrina Schmidt, Professorin für das Lehrgebiet "Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit - Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe", Master Sozialmanagement/Diplom Soziale Arbeit, Zusatzqualifikationen: Qualitätsmanagementbeauftragte (DAkkS) 
  • Prof.in Dr. Karla Verlinden, Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Resilienz, katho, Abteilung Köln, Dipl. Pädagogin, approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Weiterbildungen im Bereich Traumatherapie, sexueller Bildung und Prävention sexualisierter Gewalt

Grundsätzlich wird ein Hochschulzertifikat ausgestellt. Voraussetzung für die zusätzlich mögliche Qualifikation zur „insoweit erfahrenen Fachkraft“ nach § 8a SGB VIII sind eine zweijährige Berufserfahrung nach Erlangung des für diese Tätigkeit relevanten Studien- oder Berufsabschlusses sowie eine Mindestanwesenheit von 75 Prozent an den Veranstaltungen der Weiterbildung. Weiterhin das Erstellen einer Fallarbeit und die Teilnahme an einem Kolloquium. Ist eine dieser Voraussetzungen nicht gegeben, wird eine Teilnahmebescheinigung erstellt.

Bitte melden Sie sich ausschließlich über das Online-Formular zum Kurs an.
Zusätzlich zur Anmeldung senden Sie uns bitte Ihre Bewerbung mit dem Bewerbungsbogen (siehe Downloads) über einen der folgenden zwei Wege (vorzugsweise per E-Mail):

als PDF an die weiterbildung(at)katho-nrw.de

oder postalisch an: 
Katholische Hochschule NRW
Zentrum für Forschungsförderung und Weiterbildung
Frau Gabriele Hohlbaum
Wörthstraße 10
50668 Köln

Die Kosten für den Zertifikatskurs betragen 1.440 Euro.

Informationen dazu haben wir hier für Sie zusammengestellt: Fördermöglichkeiten.

Bitte lesen Sie vor einer Anmeldung unsere Geschäftsbedingungen. Sie enthalten Informationen zu Zulassungsvoraussetzungen, Anmeldung, Teilnahmegebühr und Rücktrittsoptionen.

Kontakt und Beratung

Kursleitung

Prof'in Dr. Heike Wiemert

Dekanin / Professorin für Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit Köln, Sozialwesen
Kursorganisation

Zentrum für Forschungsförderung und Weiterbildung
Katholische Hochschule NRW
Wörthstr. 10
50668 Köln
Tel. +49 221 7757-326
weiterbildung(at)katho-nrw.de

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