Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien [CARS]
Durch Forschungs- und Lehrprojekte sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteur_innen von Wissenschaft, Praxis Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft und internationalen Kooperationspartner_innen leistet das Centrum einen Beitrag im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus.
IBAS - Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten
Kostenfreie Schulungstermine für Beschäftigte an NRW-Hochschulen
Anstehende Termine:
- Dienstag, 17. November 2026 | 9-13 Uhr | Modul 1 | Online
Was ist Antisemitismus? Von antikem Judenhass bis zur Israelfeindschaft- Freitag, 27. November 2026 | 9-13 Uhr | Modul 2 | Online
Geschichte und Gegenwart des arabisch-israelischen Konflikts- Donnerstag, 3. Dezember 2026 | 9-13 Uhr | Modul 3 | Online
Was hilft? Best Practices gegen Antisemitismus im Hochschulkontext► Informationen auf der Projektwebsite IBAS & Anmeldung auf der Website der HÜF
Kurzinfo
| Standort |
|
|---|---|
| Art des Instituts | In-Institut |
| Gründungsdatum | 2020 |
| Kontaktadresse des Instituts |
Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Aachen |
Im Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien nehmen die theoriegeleitete Auseinandersetzung, kritische Analyse und Forschung zu Ursachen, Erscheinungsformen und Entwicklungen von Antisemitismus sowie Rassismus einen zentralen Stellenwert ein. Durch Forschungs- und Lehrprojekte sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteur_innen von Wissenschaft, Praxis Sozialer Arbeit, Zivilgesellschaft und internationalen Kooperationspartner_innen leistet das Centrum einen Beitrag im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus.
Unsere Schwerpunkte sind:
- Kritische Theorie des Antisemitismus
- Kritische Theorie des Rassismus
- Psychoanalytische und gesellschaftstheoretische Perspektiven
- Moderner Antisemitismus, Israelbezogener Antisemitismus
| Projekttitel | Verbundprojekt MIRAD: Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter |
| Projektlaufzeit | 01.10.2026-30.09.2029 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Stephan Grigat |
| Projektmitarbeit | Dr. Ismail Küpeli |
| Förderung | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Informationen | Details zu Inhalt, Zielgruppe und Terminen in Kürze auf der Projektwebsite MIRAD |
| Projekttitel | Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten (IBAS) Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema israelbezogener Antisemitismus an Hochschulen in NRW |
| Projektlaufzeit | 01.09.2024-31.10.2026 (Verlängerung bis 2028 beabsichtigt) |
| Projektleitung | Prof. Dr. Stephan Grigat |
| Projektmitarbeit | Dr. des Matheus Hagedorny (wiss. Leitung), Katrin Henkelmann B.Sc. |
| Förderung | Zukunftsfond, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen |
| Informationen | Details zu Inhalt, Zielgruppe und Terminen auf der Projektwebsite IBAS sowie hier unter dem Reiter "IBAS - Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten" |
| Projekttitel | Abraham Accords & Erziehung zur Mündigkeit - Die Bedeutung der arabisch-israelischen Annäherung für antisemitismus- und rassismuskritische Bildungsarbeit in Deutschland |
| Projektlaufzeit | 01.03.2024-28.02.2027 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Stephan Grigat |
| Förderung | WIN_Innovation – FH Personal (Schwerpunktprofessur katho NRW) |
| Projekttitel | Rassismusaffine Interpretationsregime und ‚sekundärer Rassismus‘ an Schulen im Kreis Düren Ein Lehrforschungsprojekt |
| Projektlaufzeit | 2025-2026 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel |
| Projektmitarbeit | Studierende des BASA kompakt, Kohorte 2024/25 und 2025/26 |
| Kooperationspartner | Amt für Schule und Bildung des Kreises Düren und Amt für Integration und Ausländerangelegenheiten des Kreises Düren |
| Projekttitel | Autoritarismus ins Aus stellen (AuS) – Autoritaristischen Überzeugungen präventiv und zielgruppengerecht begegnen |
| Projektlaufzeit | 01.03.2023-31.12.2024 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel |
| Projektmitarbeit | Katrin Henkelmann B.Sc. |
| Förderung | Projektförderung im Innovationsfonds im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend |
| Informationen | Informationen auf der AuS-Projektwebsite sowie in der News vom 23. Mai 2023 auf katho-nrw.de |
| Projekttitel | Antisemitismus an Schulen im Bistum Aachen Eine Expert_innenbefragung von Lehrkräften an Gesamtschulen |
| Projektlaufzeit | 01.03.2021-28.02.2022 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel |
| Projektmitarbeit | Adriana Thelen |
| Förderung | Ständige Senatskommission für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben an der katho (K2) |
| Informationen | Link zum Abschlussbericht |
Das Teilprojekt IV des Verbundprojekts „Macht und Marginalisierung: Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter“ (MIRAD) untersucht, wie Männlichkeit und Geschlechterverhältnisse in ausgewählten türkisch-islamischen Milieus in Deutschland konstruiert und verhandelt werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Geschlechterbilder mit türkisch-nationalistischen und islamistischen Narrativen verbunden sind und welche Bedeutung Vorstellungen von Familie, Religion, nationaler Zugehörigkeit und gesellschaftlicher Ordnung für diese Konstruktionen haben. Untersucht wird insbesondere, ob und wie autoritär-nationalistische und religiös-islamistische Deutungsmuster Vorstellungen von Männlichkeit und Geschlechterrollen prägen und welche Rolle dabei Antifeminismus und Queerfeindlichkeit spielen.
Hierfür verbindet das Projekt geschlechter- und migrationssoziologische Perspektiven mit der Radikalisierungs- und Präventionsforschung. Qualitative Interviews mit Forschenden, Fachkräften aus der Präventions- und Bildungsarbeit sowie Angehörigen der untersuchten Milieus ermöglichen es, sowohl wissenschaftliche und praktische Erfahrungen als auch alltagsweltliche Deutungen einzubeziehen. Ziel ist es, die bislang wenig erforschten Zusammenhänge zwischen Männlichkeitskonstruktionen, Geschlechterbildern und türkisch-nationalistischen bzw. islamistischen Ideologien empirisch zu untersuchen und daraus wissenschaftlich fundierte Anregungen für Präventions- und Bildungsarbeit abzuleiten. Das Teilprojekt wird von Prof. Dr. Stephan Grigat und Dr. Ismail Küpeli bearbeitet.
Weitere Informationen gibt es Kürze auf der MIRAD Projektwebsite.
| Projekttitel | Verbundprojekt MIRAD: Männlichkeitskonstruktionen, islamistische Radikalisierung und Gegenentwürfe im digitalen Zeitalter |
| Projektlaufzeit | 01.10.2026-30.09.2029 |
| Projektleitung | Prof. Dr. Stephan Grigat |
| Projektmitarbeit | Dr. Ismail Küpeli |
| Förderung | Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) |
| Informationen | Details zu Inhalt, Zielgruppe und Terminen in Kürze auf der Projektwebsite MIRAD |
IBAS: NEUES ANTISEMITISMUS-PRÄVENTIONSANGEBOT FÜR HOCHSCHULANGESTELLTE
Die folgenden Informationen erhalten Sie ebenfalls auf der ► Website des Projekts IBAS.
Hier geht es außerdem zu unserem ► Flyer.
Das Projekt
Das Projekt Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten (IBAS) erarbeitet Online-Materialien und bietet Präsenz-Schulungen für Beschäftigte an nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu befähigen, Antisemitismus, insbesondere in seiner israelbezogenen Form, zu erkennen und handlungssicher dagegen vorgehen zu können.
Seit den Gräueltaten der Hamas vom 7. Oktober 2023 in Süd-Israel und dem darauffolgenden Krieg im Gaza-Streifen ist auch in Deutschland die Zahl antisemitischer Vorfälle massiv angestiegen. Davon betroffen sind nicht zuletzt Bildungseinrichtungen im Allgemeinen sowie Hochschulen im Besonderen. Israelbezogener Antisemitismus macht dabei einen Großteil der gemeldeten Fälle aus. Doch was macht diese heute so dominante Form des Antisemitismus aus? Wie zeigt sie sich in der Praxis? Und wie kann ihr entgegengetreten werden? Diese und weitere Fragen werden in der Schulung beantwortet und diskutiert.
Das Projekt wird inhaltlich vom Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) in Aachen betreut. Die Organisation und Abwicklung findet in Kooperation mit der Hochschulübergreifenden Fortbildung NRW statt.
| Projektleitung | Prof. Dr. Stephan Grigat |
| Wissenschaftlicher Leiter | Dr. des. Matheus Hagedorny |
| Wissenschaftliche Mitarbeiterin | Katrin Henkelmann |
| Projektdauer | September 2024 - Oktober 2026 |
Angebote
Im Rahmen des Projektes werden Fortbildungen für Hochschulangestellte angeboten. Darin geht es um eine allgemeine Einführung in die Weltanschauung des Antisemitismus und die nationalen und globalen Ausprägungen. Angesichts der steigenden Zahlen seit dem 7. Oktober 2023 soll insbesondere der israelbezogene Antisemitismus thematisiert werden. Dazu erhalten die Teilnehmenden auch eine Einführung in die Geschichte und Gegenwart des arabisch-israelischen Konflikts.
Eine wirkungsvolle und nachhaltige Bekämpfung des (israelbezogenen) Antisemitismus setzt sowohl auf Aufklärung über geschichtliche und gegenwärtige Fakten und politische Konstellationen, als auch auf praktische Maßnahmen, mit denen Antisemitismus an den Hochschulen konkret entgegen getreten werden kann. Neben Grundlagenwissen geht es um konkrete Instrumente zum präventiven und reagierenden Handeln im Hochschulalltag.
Zielgruppe
Zielgruppe der Schulungen sind Angestellte an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Eine Teilnahme ist kostenlos.
Formate
Die Seminare werden in Präsenz- und als Online-Veranstaltung angeboten. Die Präsenzseminare ("Kompaktkurs") finden in Köln, Münster, Paderborn, Aachen und Hagen statt. Zusätzlich werden auf Anfrage maßgeschneiderte Inhouse-Schulungen angeboten (siehe unten).
1) Präsenz- und Online-Seminare
Das Präsenzseminar Was ist Antisemitismus und was hat er mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt zu tun? ist als Kompaktkurs konzipiert. Es vermittelt einen grundlegenden Überblick über die Geschichte des Antisemitismus und den arabisch-israelischen Konflikt und gibt außerdem Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Antisemitismus.
Die Online-Seminare behandeln jeweils einen Teilaspekt der drei o. g. Themen und sind daher in folgende drei Module gegliedert:
- Modul 1: Was ist Antisemitismus? Von antikem Judenhass bis zur Israelfeindschaft
- Modul 2: Geschichte und Gegenwart des arabisch-israelischen Konflikts
- Modul 3: Was hilft? Best Practices gegen Antisemitismus im Hochschulkontext
Anstehende Termine
| Online: Modul 1 | Dienstag, 17. November 2026 | 9-13 Uhr | Modul 1 | Online Was ist Antisemitismus? Von antikem Judenhass bis zur Israelfeindschaft |
| Online: Modul 2 | Freitag, 27. November 2026 | 9-13 Uhr | Modul 2 | Online Geschichte und Gegenwart des arabisch-israelischen Konflikts |
| Online: Modul 3 | Donnerstag, 3. Dezember 2026 | 9-13 Uhr | Modul 3 | Online Was hilft? Best Practices gegen Antisemitismus im Hochschulkontext |
► Weitere Informationen & ANMELDUNG
2) Inhouse-Schulungen
Ab Frühjahr 2026 bieten wir zusätzlich kostenlose Inhouse-Schulungen an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen an. Diese richten sich an Hochschulpersonal in Wissenschaft, Verwaltung und Technik. Unser Angebot trägt dazu bei, nachhaltige Strategien für die Antisemitismusprävention vor Ort zu etablieren und die Beschäftigten auf einen gemeinsamen Wissens- und Diskussionsstand zu bringen.
Wir entwickeln maßgeschneiderte Seminarangebote für unterschiedliche Gruppen von Hochschulangehörigen. Zeitlicher Umfang und inhaltliche Schwerpunkte werden individuell mit den beteiligten Hochschulen abgestimmt und orientieren sich an den Bedarfen vor Ort.
Mögliche Leitfragen sind:
- Was ist Antisemitismus und wie erkenne ich ihn?
- Was hat es mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt auf sich und was hat er mit Antisemitismus zu tun?
- Welche Strukturen brauchen wir in unserer Hochschule, um Antisemitismus präventiv und reaktiv begegnen zu können?
Wir können unser Bildungsangebot auch auf konkrete Vorfälle beziehen. Bei Interesse melden Sie sich bei Katja Funke (HÜF) ► funke(at)huef-nrw.de, Tel. 02331/987-2304.
Methodenkoffer gegen Autoritarismus
Rassismus, Antisemitismus, Islamismus, Demokratiefeindlichkeit und Verschwörungsdenken sind Ausprägungen autoritären Gedankenguts. Auch Fachkräfte der Sozialen Arbeit sehen sich nicht selten damit konfrontiert und vor die Frage gestellt, wie autoritären Einstellungen und autoritärem Verhalten begegnet werden kann. Dabei fehlt es im Arbeitsalltag jedoch meistens an Zeit und den nötigen Ressourcen, um sich intensiver mit dem Phänomen Autoritarismus und seinen möglichen Ursachen auseinanderzusetzen.
Im Rahmen des Projekts „Autoritarismus ins Aus stellen (AuS) - Autoritaristischen Überzeugungen präventiv und zielgruppengrecht begegnen“ wurde ein kostenlos ausleihbarer Methodenkoffer entwickelt, der auf Fachkräfte-Schulungen basiert, die während des Projektzeitraums bis Ende 2024 durchgeführt worden sind. Der Koffer enthält sowohl Bildungsmaterialien für die Multiplikator_innen selbst – wie etwa Hintergrundtexte, Präsentationen, Videos oder Literatur – als auch Arbeitsblätter, Übungen und Erklärvideos für die Bearbeitung des Themas mit Kindern und Jugendlichen. Workshopmaterialien, wie Marker oder Karteikarten, liegen ebenfalls bei.
Sie können den Koffer auf zwei Arten nutzen:
- Analog: Moderations- und Präsentationsmaterialien (z. B. Marker, Karteikarten) sowie Fachliteratur zum Thema Autoritarismus.
- Digital: Erklärvideos, Übungsmaterialien, Texte und Präsentationen.
Den analogen Koffer können Sie an den vier Standorten der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (Köln, Aachen, Paderborn, Münster) ausleihen. Bei Bedarf und nach kurzer Absprache schicken wir ihn Ihnen auch per Post zu. Wenn Sie nur die Online-Materialien wünschen, senden wir Ihnen gern den Link zum digitalen Koffer. Sie können selbstverständlich auch beide Varianten nutzen.
Bei Interesse an dem Methodenkoffer schreiben Sie bitte eine Mail an: cars(at)katho-nrw.de
Das CARS bietet für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10 Workshops an zu den Themen:
| Antisemitismus |
| Rassismus |
| Verschwörungsdenken |
| Autoritarismus |
| Radikalisierung |
Bei Interesse und Nachfragen kontaktieren Sie bitte Prof. Dr. Martin Spetsmann-Kunkel.
Berichterstattungen über das CARS und Medienbeiträge von Mitgliedern des CARS
08.10.2026 |
| 01.10.2026 Amadeu Antonio Stiftung Zur Lage an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Bericht von Andreas Stahl mit Nennung des CARS: “Damit ist ZeBA NRW Teil eines antisemitismuskritischen Netzwerks in Nordrhein-Westfalen und eng mit den zentralen Akteur*innen vor Ort verzahnt. Dazu zählen das CARS* der Katholischen Hochschule NRW sowie die Beratungsstellen der jüdischen Gemeinden in Düsseldorf und Dortmund (SABRA20 und ADIRA21).” in: “In feindlicher Umgebung: Zur Lage an deutschen Hochschulen nach dem 7. Oktober. Zivilgesellschaftliches Lagebild Antisemitismus #15”, hg. von der Amadeu Antonio Stiftung, S. 46 ► Link zum Bericht |
| 21.09.2026 Erwähnung des CARS-Projektes “IBAS - Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten” in der Zusammenfassung des Open Access-Artikels “Free Palestine? Zur Notwendigkeit einer eigenständigen Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Sozialen Arbeit” von Stefan Müller und Albert Scherr ► Link zum Text Auszug: Erste Ansätze, diese Anforderungen institutionell zu verankern, gibt es bereits: Hochschulübergreifende Qualifizierungsprojekte wie das nordrhein-westfälische Vorhaben „Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten“ bieten seit 2024 Fortbildungen und E‑Learning-Module an, in denen Grundlagenwissen zu Antisemitismus mit Fallarbeit zu konkreten Interventionsmöglichkeiten verbunden wird (Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, CARS 2026); vergleichbare, auf die Ausbildung Studierender der Sozialen Arbeit zugeschnittene Initiativen, in denen Studierende selbst Interviews mit Antisemitismus-Expert:innen führen und daraus Handlungsempfehlungen für Schulsozialarbeit und Studium entwickeln, zeigen, dass eine solche Qualifizierung praktisch umsetzbar ist. |
| 20.09.2026 WDR 5 Israel-Kritik oder Antisemitismus? Gespräch mit Stephan Grigat WDR 5, Sendung: Diesseits von Eden, 20.09.2026, 14 Min. ► Link zur Sendung |
| 07.09.2026 Deutschlandfunk Andreas Jacobs, Richard Ottinger (Hg.): „Akademischer Antisemitismus“ Von Sebastian Engelbrecht: Besprechung des Bandes "Akademischer Antisemitismus. Wie Forschung und Lehre Judenhass begründen und verbreiten” zu dem Stephan Grigat den Text "Mit Adorno für Israel: Kritische Theorie gegen linken Antizionismus und Islamogauchisme" beigesteuert hat, in: Ausdruck - das Magazin für Politische Literatur, 07.09.2026 ► Link zur Sendung ► Link zum Buch (Hentrich & Hentrich 2026) ► Link zum Artikel von Stephan Grigat (haGalil.com 08.07.2026) |
| September 2026 Jüdische Gemeinde aktuell Der projektive Antizionismus des iranischen Regimes Artikel von Stephan Grigat Jüdische Gemeinde aktuell - Zeitschrift der israelitischen Kultusgemeinde München & Oberbayern, Ausgabe September 2026, S. 70-73 |
| 19.07.2026 Haipo (israelisches Nachrichtenportal) The Society for the Study of Modern Antisemitism was founded in Haifa Artikel von Tal Kizman über die Konferenz “Contemporary Antisemitism 2026” in Haifa und die Arbeit von Stephan Grigat und des CARS ► Link zum Artikel |
| 27.07.2026 socialnet. Rezension: Martin Spetsmann-Kunkel (Hrsg.): Soziologische Grundlagen Sozialer Arbeit, hier: Stephan Grigat: Antisemitismus: Geschichte, gesellschaftliche Bedingungen und Erziehung zur Mündigkeit als Antisemitismuskritik Rezension von Prof. Dr. René Gründer ► Link zur Rezension |
| 08.07.2026 haGalil.com Mit Adorno für Israel. Kritische Theorie gegen linken Antizionismus und islamogauchisme Artikel von Stephan Grigat (erschienen in: Andreas Jacobs/Richard Ottinger (Hg.): Akademischer Antisemitismus. Wie Forschung und Lehre Judenhass begründen und verbreiten, Leipzig 2026 (Hentrich & Hentrich)). ► Link zum Artikel Veröffentlicht außerdem am 18.06.2026 in der Print- und Online-Ausgabe der Jungle World. |
| Juli 2026 Illustrierte Neue Welt Antisemitismuskritik in Aktion Artikel von Stephan Grigat Illustrierte Neue Welt, Ausgabe 2/2026, S. 3 ► Link zur Zeitschrift |
| 24.06.2026 freie-radios.net (frn)/Audioportal Freier Radios Konstellationen nach dem 7. Oktober. Israels Reaktion und der Antisemitismus der iranischen Achse Vortrag von Stephan Grigat, gehalten am 20. April 2026 im alten Heizhaus der Technischen Universität Chemnitz im Rahmen der 35. Tage der jüdischen Kultur (leicht gekürzt) ► Link zur Sendung (55:54 min.) |
| 18.06.2026 Jungle World Mit Adorno für Israel Imprint von Stephan Grigat ► Link zum Artikel (Paywall) Dieser Artikel erschien am 18.06.2026 auch in der Printausgabe der Jungle World unter dem Titel “Wir machen uns schreckliche Sorgen wegen Israel", Jungle World Nr. 25/2026, S. 19 Veröffentlicht außerdem am 08.07.2026 auf haGalil.com (► Link zum Artikel) |
| 10.06.2026 Ruhrbarone Der Antisemitismus der Ajatollahs Artikel von Peter Ansmann über einen Vortrag von Stephan Grigat vom 9. Juni 2026 in Duisburg ► Link zum Artikel |
| 23.05.2026 Bonner General-Anzeiger /epd Häufung antisemitischer Vorfälle - Neue Zahlen für Hochschulen in NRW Bericht des Evangelischen Pressedienstes (epd) im Ressort “Politik” des Bonner Generalanzeigers Auszug: Das Land nehme den Antisemitismus an den Hochschulen ernst, dokumentiere die Zahl der Vorfälle und biete Lehrenden Fortbildungen zum Umgang mit betroffenen Studirenden an, sagt Brandes. Ein von der katholischen Hochschule Aachen entwickeltes Bildungsprogramm sei hier bundesweit einmalig. |
| 15.05.2026 Die Presse Schon Marx hatte zum Islam Deutliches zu sagen Artikel von Stephan Grigat Wochenendbeilage “Spektrum” der österreichischen Tageszeitung Die Presse ► Link zum Artikel (Paywall) |
| 01.05.2026 Zukunft ‘Islamifaschismus’ und Antisemitismus in Iran. Die Ideologie des iranischen Regimes und die Grenzen der Aufklärung Artikel von Stephan Grigat Zukunft - Die Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur, 02-03/2026, S. 38ff ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 25.04.2026 konkret “Soll der Iran brennen" - Zur Bedeutung der antisemitischen Ideologie des iranischen Regimes für den Nahostkonflikt Artikel von Stephan Grigat (stark gekürzter Nachdruck von Stephan Grigats Beitrags "Iran und die Grenzen der Aufklärung", dessen Langfassung vor vier Wochen im Philosophie Magazin erschienen ist und bei haGalil.com auch online zur Verfügung steht) konkret-Sonderheft "Kriegszustand: Israel und die antisemitische Internationale" Nr. 1/2026 vom 25. April 2026 ► Link zum Sonderheft (Bestellung) |
| 23.04.2026 haGalil.com Iran und die Grenzen der Aufklärung Artikel von Stephan Grigat (zuerst online erschienen bei Philosophie Magazin am 1. April 2026. Eine stark gekürzte Fassung erscheint Ende April im Konkret-Sonderheft „Kriegszustand: Israel und die antisemitische Internationale“) ► Link zum Artikel |
| 20.04.2026 israelnetz.com Experte: Irankrieg ist auch Kampf gegen Antisemitismus Artikel von Jörn Schumacher ► Link zum Artikel |
| 10.04.2026 Neue Zürcher Zeitung (NZZ) Nagelprobe Israel – Islamkritik und Islamverharmlosung von links Gastkommentar von Stephan Grigat NZZ 10.04.2026, Meinung & Debatte, S. 19 ► Link zum Artikel (Paywall) Auszug: […] Die schärfsten Kritiker des Antisemitismus unter den Linken fühlen sich linken Denkweisen verpflichtet - insbesondere der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer. Auch nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 gab es im aktivistischen Bereich Teile der linken Antifa, die sich den antiisraelischen Massenaufmärschen entgegenstellten. Im akademischen Bereich wiederum sind es vornehmlich aus der Linken stammende Autoren, die dem Antisemitismusund seiner Verharmlosung sowie der Verbrüderung mit der Gegenaufklärung etwas entgegensetzen. Im Kalten Krieg stand der autoritäre Staatssozialismus des Ostblocks noch in relativer Gegnerschaft zum Islamismus. Nach der sowjetischen Besetzung Afghanistans in den achtziger Jahren geriet er in einen brutalen Konflikt mit dem militant konservativen Islam. Der Zusammenbruch des Sowjetimperiums war von einem starken Bedeutungsverlust der marxistisch-leninistischen Ideologie des autoritären Sozialismus begleitet. Der Siegeszug poststrukturalistischer und postkolonialer Deutungsmuster seit den neunziger Jahren geht in Teilen der Linken keineswegs zufällig mit einer Verbrüderung mit islamistischen Bewegungen und einer Tabuisierung von Kritik am orthodox-konservativen Mehrheitsislam einher. Ein Resultat dieser Entwicklung ist die Kooperation radikal linker politischer Kräfte mit offen jihadistisch-islamistischen Gruppierungen - insbesondere in Frankreich und Grossbritannien. Diese Zusammenarbeit wird inFrankreich schon seit den neunziger Jahren unter dem Begriff «islamogauchisme» benannt und kritisiert. Im Englischen ist meistens von einer «red-green alliance» die Rede. Aber auch Deutschland ist von diesen Entwicklungen nicht verschont geblieben: Heidi Reichinnek, die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Deutschen Bundestag, ist Co-Autorin eines Beitrags von 2016, in dem zur Kooperation mit der islamistischen Muslimbruderschaft aufgerufen wird. Prominente Linke hingegen, die sich kritisch zum politischen Islam und zum linken Antizionismus positioniert haben - wie der ehemalige Kultursenator von Berlin Klaus Lederer -, haben der Partei seit dem Blutbad vom 7. Oktober den Rücken gekehrt […] |
| 01.04.2026 philosophie Magazin Iran und die Grenzen der Aufklärung Essay von Stephan Grigat ► Link zum Artikel |
| 4/2026 konkret Magazin 30 Shades of Antisemitism Rezension: Richard Schuberth über den Band "Projektiver Antizionismus" (2025 bei Nomos hg. von Stephan Grigat und Karin Stögner) ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book ► Link zum Inhalt Auszug: Bereits im Vorwort weisen Stögner und Grigat die antizionistische Projektion als territoriale Auslagerung der alten antisemitischen Ambivalenzabwehr aus. Die beunruhigende Ahnung vom Missverhältnis des Staats als Kapitalverhältnis zur propagierten Gemeinschaft wird auf den »Juden unter den Staaten« (Léon Poliakov) projiziert. Und zwar mit der notwendigen Paradoxie, die allen antisemitischen Projektionsbildungen eigen ist: Israel als das Unechte, Künstliche, als die bloße »Entität«, aber auch als essentialistisch-völkische Nation, als »verstockte Partikularität«, welche man kraft historischer Lernprozesse angeblich überwunden habe und doch insgeheim herbeisehnt. |
| März 2026 Illustrierte Neue Welt Tradition und Wandel des Antizionismus Artikel von Stephan Grigat Illustrierte Neue Welt, Ausgabe 1/2026, S. 7-8 ► Link zur Zeitschrift |
| 18.03.2026 Deutschlandfunk Kultur Wie groß ist das Antisemitismus-Problem bei der Partei „Die Linke“? Interview mit Stephan Grigat Deutschlandfunk Kultur, Studio 9 ► Link zum Interview (7:55 min.) |
| 15.03.2026 Hagalil.com Antisemitismuskritik in Aktion Kommentar von Stephan Grigat (ebenfalls erschienen in: Jungle World vom 12.03.2026) ► Link zum Artikel |
| 12.03.2026 Jungle World Antisemitismuskritik in Aktion Kommentar von Stephan Grigat (auch erschienen in Hagalil.com vom 15.03.2026) ► Link zum Artikel |
| 03/2026 Versorgerin Wie das Gewitter in der Wolke Auszug aus der Einleitung des Bandes "Projektiver Antizionismus" (hg. von Stephan Grigat und Karin Stögner) Versorgerin - Zeitung der Stadtwerkstatt Linz, #149, März 2026, S. 7 ► Link zum Artikel |
| 02.03.2026 Die Presse Iran: Wer zur Mäßigung aufruft, hat nichts verstanden Gastkommentar von Stephan Grigat ► Link zum Artikel (Paywall) |
| 02/2026 Zukunft Kritik des projektiven Antisemitismus. Israel als “Jude unter den Staaten” und das “Gerücht über den Zionismus” Abdruck der gekürzten Einleitung des Bandes "Projektiver Antizionismus" (hg. von Stephan Grigat und Karin Stögner) Zukunft - Die Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur, 02/2026, S. 48-50 ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 27.02.2026 taz Islam - Kritik und Apologie von links Gastkommentar von Stephan Grigat Druckversion in der Printausgabe wochentaz vom 28.03.2026, S. 41 ► Link zum Artikel |
| 17.02.2026 WDR 5 Andreas Stahl: Antisemitismus an Hochschulen Interview mit Andreas Stahl über Antisemitismus an Hochschulen, in dem auch das Weiterbildungsprojekt "IBAS – Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten" des CARS erwähnt wird WDR 5, Sendung "Neugier genügt - Redezeit" ► Link zur Sendung |
| 12/2025 Zwischenwelt Rezension: "Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel. Interventionen zur Kritik des Antisemitismus" von Stephan Grigat Rezension von Heimo Gruber, S. 72-73 (ebenfalls erschienen in: schalom 12/2025) Zwischenwelt - Literatur / Widerstand / Exil, Nr. 4, 12/2025 |
| 12/2025 schalom - Zeitschrift der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft Rezension: "Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel. Interventionen zur Kritik des Antisemitismus" von Stephan Grigat Rezension von Heimo Gruber, S. 16-17 (ebenfalls erschienen in: Zwischenwelt 12/2025) ► Link zur Rezension ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 12/2025 WINA - Das Jüdische Stadtmagazin Das Unverständliche verstehen Rezension von Alexia Weiss zur Publikation "Projektiver Antizionismus" (hg. von Stephan Grigat und Karin Stögner) ► Link zur Rezension ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 18.11.2025 freie-radios.net (frn)/Audioportal Freier Radios Kritik der Arbeit - Kritik des Antisemitismus Vortrag von Stephan Grigat, gehalten am 22. Oktober 2025 auf Einladung der Grünen Bildungswerkstatt, der Grünen Jugend und der GRAS an der Universität Wien Sendung "Quergelesen" ► Link zur Sendung ► Link zum YouTube-Mitschnitt |
| 13.11.2025 Freier Sender Kombinat: 17grad - Medien für den Rest Ambivalente Projektionen. Neurechte Israel- und Islamdebatten vor dem 7. Oktober Radiosendung mit Bezugnahme auf Matheus Hagedornys gleichnamigen Beitrag in dem von Karin Stögner und Stephan Grigat bei Nomos hg. Band "Projektiver Antizionismus" ► Link zur Sendung ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 11.11.2025 Hagalil.com „Antisemitismus gegen Israel“ als „Projektiver Antizionismus“ Rezension von Armin Pfahl-Traughber des 2025 von Karin Stögner und Stephan Grigat bei Nomos hg. Bandes "Projektiver Antizionismus" ► Link zur Rezension ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 04.11.2025 OTV - Oberpfalz TV Nord Antisemitismus und der Nahost-Konflikt: Experte erzählt in Amberg Film und Artikel über Stephan Grigats Vortrag "Vom Antijudaismus zum Hass auf Israel: Interventionen zur Kritik des Antisemitismus" am 29.10.2025 in Amberg ► Link zum Beitrag |
04.11.2025 (Seit den 1990er Jahren) gibt es überhaupt so etwas wie eine Erinnerungskultur, die (...) gipfelte aber (...) in einer Art staatlich (...) inszenierten Form (...) von Erinnerungskultur, die zumindest so einen Aspekt hat von einem Feigenblatt. Polemisch zugespitzt könnte man sagen, (...) dass man der toten, der ermordeten Juden gedenkt, und gleichzeitig aber den lebenden Juden die Solidarität verweigert - sowohl was die antisemitische Bedrohung in Deutschland angeht als auch noch viel stärker auf globaler Ebene. (...) Wenn man an das Holocaustmahnmal in Berlin denkt, ist das so ein bißchen Ausdruck von einer Art - um noch einen anderen Begriff einzubringen - von Erinnerungsstolz. Die Selbstwahrnehmung der deutschen Gesellschaft und der staatlichen Politik ist sehr stark, dass man so eine Art "Aufarbeitungsweltmeister" ist. Früher war das eher ein Form von Abwehr: Man wusste, dass diese präzedenzlosen Massenverbrechen dem Ansehen der deutschen Nation schaden. Später ist man dazu übergegangen, zu sagen: Okay, das waren präzedenzlose Massenverbrechen - aber niemand auf der Welt hat das so toll aufgearbeitet wie wir. Und daraus hat man neues nationales Selbstbewusstsein gezogen, und gleichzeitig aber die heutigen, von Antisemitismus betroffenen Menschen im Stich gelassen. Sozusagen würde ich sagen: Ja, natürlich ist das eine Form von Inszenierung und von Verlogenheit. Auf jeden Fall ist es keine konsequente Erinnerung - die immer auch auf die Gegenwart gerichtet sein müsste. (...) Hier haben wir genau das richtige Stichwort, nämlich den Iran. Die Frage ist, warum in diesen deutschen, eher ritualisierten Formen der Erinnerungspolitik die Kritik zum Beispiel an der Holocaustleugnung des iranischen Regimes überhaupt nicht vorkommt. Das kann ich auch in Bezug auf den 9. November formulieren: Es war Ali Chamenei, also der oberste geistliche Führer im Iran (...), der am 9. November auf seinem Twitter-Account Fragen und Antworten veröffentlicht hat. Neun Fragen, warum Israel vernichtet werden muss, und wie Israel vernichtet werden wird. Und wenn das in der deutschen Betrachtung dieser Geschehnisse und der Kritik des aktuellen Antisemitismus keine Rolle spielt, selbst dann nicht, wenn es an einem 9. November auch noch passiert (...), dann ist das eine notwendige Kritik an dieser deutschen Erinnerungspolitik. (...) Die Gruppierungen, die heute den Holocaust explizit leugnen, das sind deklarierte Neonazis, und es sind radikale Islamisten: sowohl das iranische Regime als auch andere Fraktionen des radikalen Islamismus. (...) mittlerweile auch Teile der politischen Linken. Gerade in den Debatten der letzten zwei, drei Jahre (...) haben wir eine neue Form von (...) linkem Geschichtsrevisionismus, der bei dieser Debatte nicht fehlen darf. Das heißt nicht, dass man gegen die rechten Ausprägungen von Holocaustleugnung und -relativierung nichts unternehmen sollte, nein, man muss gegen jegliche Form von Holocaustleugnung und -relativierung vorgehen und gleichzeitig im Blick behalten: Was sind eigentlich aktuell die politische wirksamsten und gefährlichsten (Formen), um sich da ein gewisses Urteilsvermögen zu bewahren. |
| 31.10.2025 IRANSHAHR Magazine Rezension: "Projective Antizionism. Antisemitism Against Israel Before and After October 7th" Rezension (englisch) von Michael Mobasheri des von Karin Stögner und Stephan Grigat hg. Bandes "Projektiver Antizionismus. Antisemitismus gegen Israel vor und nach dem 7. Oktober" (Nomos 2025) IRANSHAHR WEEKLY NEWSPAPER, No. 495 ► Link zur Rezension (ab Seite 45) ► Link zum Buch / kostenlosem E-Book |
| 16.10.2025 Saarbrücker Zeitung Wie definiert man Antisemitismus? Vortrag an der Universität des Saarlandes Artikel von Laura Weidig über den Vortrag "Das Gerücht über die IHRA-Definition" von Andreas Stahl an der Universität Saarbrücken, mit Nennung des CARS ► Link zum Artikel |
| 05.10.2025 DIE WELT online „Kolonialer und rassistischer Charakter“ – Berliner Linksjugend hetzt gegen Israel Artikel von Frederik Schindler Auszug: Der Politikwissenschaftler Stephan Grigat übt an dem Beschluss scharfe Kritik. "Die neue Resolution der Berliner Linksjugend markiert eine weitere Zuspitzung der antiisraelischen Propaganda in der Partei Die Linke", sagte Grigat WELT. "Die Erklärung klingt, als hätte sie ein Propagandist der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas, d. Red.) verfasst – einer in Deutschland aus guten Gründen als Terrororganisation gelisteten, sich zumindest in vergangenen Jahrzehnten als ‚marxistisch‘ begreifenden palästinensischen Gruppierung, die sich an den Massakern des 7. Oktober beteiligt hat." (....) Grigat ist Professor für Theorien und Kritik des Antisemitismus und leitet das Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Er sagte weiter: "Dieser Teil der Linksjugend schwingt sich mit der Resolution zur Avantgarde eines sich gegen den jüdischen Staat richtenden Antisemitismus auf, in dem die Emanzipationsbewegung von Jüdinnen und Juden – der Zionismus – als ‚rassistisch‘ gebrandmarkt wird." ► Link zum Artikel |
| 01.10.2025 Notwendigkeit einer Zeitenwende in der deutschen Iran-Politik. Die fortwährende Bedrohung durch das iranische Regime und die Grenzen der Aufklärung Beitrag von Stephan Grigat in: Was tun? Wie in Deutschland Antisemitismus wirksam bekämpft werden kann, hg. von |