Zum Hauptbereich springen Zum Fußbereich springen

Prof. Dr. Maren Ziese

STUDIUM

1995-2003      Kunstgeschichte (1. Hauptfach), Geschichte (2. HF), Humboldt-Universität zu Berlin (Prof. Dr. Michael Diers, Prof. Dr. Horst Bredekamp, Prof. Dr. Rüdiger vom Bruch)

08/2003          Magistra Artium (M.A.), Humboldt-Universität zu Berlin, Kunstwissenschaftliches Institut, Thema der Magisterarbeit: „Afrika, Postkolonialismus und Globalisierung in der zeitgenössischen afrikanischen Kunst - Jane Alexander“

 

Auslandsaufenthalte im Studium

1997-1998       University of Westminster, London, Kunstgeschichte

2001                Brunel University, London, Media and Communication Studies

2003-2004       New York University, NY, Museum Studies, Africana Studies, Curatorial Studies

 

BERUFLICHE AUSBILDUNG

2006-2007      Goldsmith College, University of London, Berufsbegleitender Promotionsstudiengang Curatorial Knowledge für internationale Museumsmitarbeiter

12/2008         Promotion, Freie Universität Berlin, Kunsthistorisches Institut, Thema der Dissertationsschrift: „Relational Curating. Beziehungsstiftendes Kuratieren am Beispiel von Themenausstellungen“, Note: Magna Cum Laude

2009               Wissenschaftliches Volontariat, Staatliche Museen zu Berlin, Abteilung Besucher-Dienste: Mitarbeit an der Programmplanung der Akademie der Staatlichen Museen zu Berlin, Konzeption der Kinderakademie, Erwerben von Fördermitteln, Veranstaltungsorganisation (Kinderakademie)

2010                Wissenschaftliches Volontariat, Staatliche Museen zu Berlin,                      Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof: Ausstellungsvorbereitungen, Organisation des Vermittlungsprogramms zur Ausstellung „Who Knows Tomorrow“ (Schirmherr Bundespräsident a.D. Horst Köhler), Planung und Durchführung der  Abendveranstaltungen „Wir haben Gäste“ (Netzwerktreffen mit African Communities), Konzeption von Experten-Gesprächen (Künstler, Wissenschaftler)

 

BERUFLICHER WERDEGANG

 

SoSe 2005       Lehrbeauftragte an der Universität Leipzig, Institut für Kunstgeschichte

2005-2006      Galerieassistentin, Galerie Nordenhake Berlin/Stockholm: Ausstellungsorganisation, Depotverwaltung, Transporte/Leihverkehr, Künstlerbetreuung, Pressearbeit, Besucherführungen, Betreuung von Vernissagen

WiSe 06/07     Lehrbeauftrage, Freie Universität Berlin, Kunsthistorisches Institut

2009-2010      Dozentin, Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel/ Staatliche Museen zu Berlin, Besucher-Dienste: Co-Konzeption und Durchführung des Lehrgangs „Museum & Publikum“

SoSe 2010       Lehrbeauftrage, Freie Universität Berlin, Kunsthistorisches Institut

2010                Dozentin, Goethe Institut Nairobi, Kenia: Konzeption und Durchführung

eines Weiterbildungsworkshops für kenianische Museumsmitarbeiter (Künstler, Kuratoren, Designer, Kunstkritiker)

2010                Projektleitung, Stiftung Genshagen, Kunst- und Kulturvermittlung in Europa: Konzeption, Durchführung und Nachbereitung der internationalen Konferenz „Kunst der Vermittlung - Vermittlung der Kunst. Plattform Museen“ für den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Beantragung und Bewirtschaftung öffentlicher Mittel, Erstellung eines Adressverteilers relevanter Akteure im Bereich Kulturvermittlung

2011-2013      Kuratorin, Kunstsammlung im Willy-Brandt-Haus: Ankäufe, Leihverkehr, Ausstellungskonzeptionen und -durchführung, Sammlungspflege (Inventarisierung, Depotverwaltung, Inventuren, Versicherung, Leihverkehr, Koordination restauratorischer Maßnahmen), Öffentlichkeitsarbeit u. interne/externe Repräsentationsaufgaben, Vortragstexte, Begutachtung von Ausstellungskonzeptionen, Umgang mit sensiblen Sammlungsbeständen, Schenkungen, Dauerleihgaben

2013-2017      Leiterin für Bildung und Vermittlung, Kunstsammlung im Willy-Brandt-Haus/Freundeskreis Willy Brandt-Haus e.V.: Konzeption von Bildungsprogrammen zu den  jährlich 12 Ausstellungen für alle Altersstufen & Zielgruppen (Familientage, Schulklassen- und Kita-Angebote), Kuration des Projektraums Kunstvermittlung,  Außenrepräsentation, Kooperation und Vernetzung, Anleitung der internen Galeriemitarbeiter, Lehrer- und Multiplikatoren-Weiterbildungen, Einwerbung von Drittmitteln, Zeit-, Budget- und Ressourcenplanungen

09/2012          Lehrbeauftrage, Kunsthochschule Kassel, Sommerschule „Kritische Szenographie. Die Kunstausstellung im 21. Jahrhundert“, (d)OCUMENTA 13

2012-2013       Dozentin, Freie Universität Berlin, Weiterbildungszentrum, Lehrgang                                 „Museumsmanagement“, Modul „Museum & Besucher & Kommunikation“

2014-2015      Seminarleitung, Goethe-Institut und Robert Bosch Stiftung, Online-Kurs und Seminardurchführung für das internationale Austauschprogramm für russische Museumsexperten (Besuch in Berliner und Dresdner Kulturinstitutionen)

WiSe 14/15     Lehrbeauftragte, Universität Hildesheim, Institut für Kulturpolitik

WiSe 15/16     Lehrbeauftrage, Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder), Masterstudiengang „Kulturmanagement und Kulturtourismus“ (Kulturvermittlung)

SoSe 2016       Lehrbeauftrage, Europa-Universität Viadrina (Frankfurt/Oder), Masterstudiengang „Kulturmanagement und Kulturtourismus“ (Kulturvermittlung)

2016                Projektleitung, Stiftung Genshagen, Kunst und Kulturvermittlung in Europa: fachliche Beratung und Konzeption der internationalen Tagung „Das visionäre Potenzial der Kunst – Die Praxis der Kunst und Kulturellen Bildung von und mit Menschen mit Fluchterfahrung“

2016-2018      Lehrbeauftragte, Universität Freiburg, museOn. Weiterbildung & Netzwerk, Grundlagenmodul zum Thema „Bildung & Vermittlung“ sowie „Interkulturelle Vermittlung“ (generelle Neukonzeption der Kurse)

Seit 2018         Dozentin, Züricher Hochschule der Künste, Master Art Education Curatorial Studies

2017-2019       Leiterin der PWC-Stiftung Jugend-Bildung-Kultur

2020-2022      W2-Vertretungsprofessorin für Kunstpädagogik und Didaktik der Kunst an der Universität Duisburg-Essen (UDE), Institut für Kunst und Kunstwissenschaft

Seit 2022         W2-Professur für Kulturpädagogik (Ästhetik und Kommunikation) am Fachbereich Sozialwesen am Standort Paderborn der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen

 

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Einführung in die Kulturpädagogik und ästhetische Praxis, online, freitags:  

Grundlagen der Ästhetik und der Kulturpädagogik, soziale Kulturarbeit und kulturelle Sozialarbeit, Prozesse der kulturellen Aneignung, ästhetische Praxis in Rezeption und Produktion in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik, Kunst als Ermöglichungsraum partizipativer, inklusiver und interkultureller Prozesse sowie Kunst und Medien sind die zentralen Themenkomplexe dieser Vorlesung. Fallbeispiele und Gestaltungsübungen sollen die Inhalte visualisieren und verdeutlichen. Diese Pflichtveranstaltung wird für BASA im 2. und 3. Studiensemester parallel so- wie für BAKI ebenso im 2. und 3. und für BASA praxis+ im 3. und 4. Studiensemester zum Themengebiet 17.1 angeboten.

Body Politics - Postkoloniale Erinnerungskulturen in Westfalen-Lippe und Südafrika am Beispiel von Körperpolitiken.

Für dieses Seminar ist die Kooperation mit der Nelson Mandela University, Südafrika, angestrebt. Geplant ist, eine Dozentin aus Port Elizabeth einzuladen und mit den Mitteln des Globalen Lernens, sich mit der Kolonialgeschichte in beiden Ländern zu befassen. Postkoloniale Fragestellungen und Globales Lernen sind für eine interkulturelle Sozialarbeit und Kindheitspädagogik von Bedeutung. Gemeinsam erarbeiten wir künstlerische Ausdrucksformen in Druckverfahren (Linolschnitt/Textildruck).

Geschlechterbilder und Vielfalt in der Kunst und in den Medien.

In dieser Lehrveranstaltung sollen nach einer Einführung in die ersten Grundlagen der Bild- und Objektbetrachtung Geschlechterrepräsentationen und Diversität in den Medien, in der Werbung und in der Kunst kritisch untersucht werden. Die Bedeutung der Bildkompetenz und des Umgangs mit Bildern sowie die Einsatzmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit und in der Kindheitspädagogik werden herausgearbeitet. Wichtig ist dabei eine diskriminierungssensible Betrachtungsweise, die wir in Theorie und ästhetischer Praxis zusammen erproben wollen. Ansätze wie „Queeren in der Kunst“, Kritisches Weißsein und Repräsentationskritik kommen zur Sprache. Modellhafte Formate, Materialien und Ressourcen werden kollektiv zusammengetragen.  

Künstlerische (Stadt)Raumforschung:

In der Lehrveranstaltung werden die aktuelle Tendenzen im Themenfeld „Ästhetische Praktiken von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum“ analysiert und die Bedeutung der künstlerischen Betätigung im öffentlichen Raum für die Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung herausgearbeitet. Gemeinsam wollen wir ein Outreach-Projekt für Paderborn entwickeln, bspw. TAPE ART.

Klima-Angst und Klima-Trauer. Künstlerische Strategien in für Transformation und Halt

Angesichts der gesellschaftlichen und intergenerativen Herausforderungen des Klimawandels sind Fragen von Ökologie und Nachhaltigkeit in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik von Relevanz. Fast zwei Drittel der Menschen weltweit betrachten die Klimakrise als „globalen Notfall“. Dies belegt ein Bericht der Vereinten Nationen, der im Vorwort des Sammelbandes „Climate Action“ erwähnt wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Menschen bereit sind, aktiv zu werden. Was bremst das Handeln, was begrenzt das Denken? Sind wir alle vor Angst und Ohnmacht erstarrt? Welche Gefühle wie Furcht, Trauer, Wut, oder Hilflosigkeit löst die Erderwärmung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen aus? Das Seminar nimmt künstlerisch-pädagogische Handlungen und Strategien in den Blick, um Lösungsmöglichkeiten zu erforschen. Wir erproben verschiedene kreative Ausdrucksweisen und diskutieren ihre Anwendung und Relevanz für das Arbeitsfeld.

Fürsorge und Erinnerungskulturen - Carying about Memory. Carying for others in past and present. Internationales Blockseminar zwischen Israel und Deutschland, Blockwoche: 9. März bis 16. März 2023. Das Seminar ist als Kooperationsprojekt mit der deutsch-israelischen Künstlerin Maja Gratzfeld und dem Shoa Memorial Center, Gordon Academic College of Education, Haifa, geplant. Ferner ist ein Dialog mit einer über 90 jährigen Holocaust-Überlebenden zum Thema „Fürsorge“ geplant.

 

Bisherige Lehrveranstaltungen

  • Ecological Turn in der Kunstpädagogik, Kritische Kunstvermittlung im Anthropozän, Posthumanismus in Gegenwartskunst und Bildungsräumen, Natur und Kunst, Bildung für nachhaltige Entwicklung in Institutionen und Kunst
  • Forschendes Lernen und Studieren in ästhetischen, interdisziplinären Zusammenhängen, künstlerische und ästhetische Forschung 
  • Globales Lernen, Postkolonialismus, antirassistische Bildung
  • Kunstvermittlung an außerschulischen Bildungsorten (Museum)
  • Partizipation, Inklusion, Empowerment
  • Veränderungsmanagement, Institutionskritik, struktureller Wandel, systemische Organisationsentwicklung (Nachhaltigkeit; Teilhabe)
  • Architektur und Raum im Kontext von Sozialer Arbeit und Kultureller Bildung, Outreach, künstlerische Stadtraumforschung
  • Ästhetische Praktiken von Kindern und Jugendlichen

11/2022                  

Konzeption und Durchführung der offiziellen Lehrer*innen-Fortbildung „Schule im Klimawandel“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, im Martin Gropius Bau Berlin. Thema: künstlerischen Strategien für Transformation und Halt: Wie lassen sich Nachhaltigkeit und ökologische Bildung in die DNA einer Schule einschreiben? Welche Gefühle wie Angst, Trauer, Wut, oder Ohnmacht löst die Erderwärmung insbesondere bei Kindern und Jugendlichen aus? Insbesondere psychologische Aspekte wie Klimatrauer und Klimaresilienz im intergenerationalen Lernkontext kommen zur Sprache.

 

2021-2022       

Internationale Kooperation zu Globalem Lernen/Postkolonialismus, Environmental Education and Art mit der Faculty of Education und dem Visual Arts Department der Nelson Mandela University, Port Elizabeth, Südafrika: gemeinsame Summerschool, Art Production und Ausstellung, gefördert durch das Promos/DUE-Mobil-Programm und den Corona-Kooperationsfonds der Universität Duisburg-Essen, unterstützt von der Universitätsbibliothek.

                                  

2021-2023                 

Mitarbeit im Facharbeitskreis Kunst von Engagement Global zur Erstellung eines neues Orientierungsrahmen für den Lernbereich „Globale Entwicklung/BNE“. Engagement Global gGmbH koordiniert im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das gemeinsame Projekt mit der Kultusministerkonferenz (KMK)

 

2021-2022                 

Europäisches Kultur- und Forschungsprojekt Cultures d’avenir unter der Leitung des Centre national d’art et de culture Georges-Pompidou in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt (HKW) und dem Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB) und Studierenden der Universität Duisburg-Essen, der HFBK Hamburg, der HBK Braunschweig, der Universität zu Köln (Kunst& Kunsttheorie) und weitere Hochschulen aus Frankreich und Spanien. Mit finanzieller Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW). Dieses trilaterale Bündnis möchte sich in seiner künstlerischen Praxis gesellschaftlicher Herausforderungen annehmen. Im Fokus des Projekts steht die Auseinandersetzung mit bedeutenden Themen, mit denen sich insbesondere junge Menschen beschäftigen: Umwelt, Diskriminierung, Gleichbehandlung aller Geschlechter, Wissensvermittlung und Einbindung der Publikumsgruppen sowie neue Wirtschaftsmodelle und Partnerschaften.

 

2021-22                      

Wissenschaftliche Begleitforschung und Evaluation des Schulprogramms des Berliner Senats und des Hauses der Kulturen der Welt (Berlin): S.O.S. - Schools of Sustainability. Kann Schule Klima retten? Drei Berliner Schulen kooperieren mit Kunstschaffenden und Expert*innen. Wie lässt sich das System Schule für nachhaltiges Lernen und Klimaneutralität verändern? In Projektwochen oder unterrichtsbegleitend entwerfen Schüler*innen und Lehrer*innen mit künstlerischen Methoden klimazukunftsbewusste Alternativen zu bestehenden schulischen Alltagspraxen, Fächerlogiken oder technischen Lernumgebungen. Als Ergebnis sollte das Thema Nachhaltigkeit sowie ökologische (sowie digitale) Bildung fächerübergreifend in die DNA der Schule eindringen.

 

2020-21                     

Partizipatives Publizieren mit Jugendlichen: „Entfaltbare Zukünfte. Schüler*innen imaginieren, artikulieren, materialisieren Zukunftsperspektiven an den Schnittstellen von Kunst, Bildung und Ökologie“, Kooperationsprojekts zwischen der Bundeszentrale für politische Bildung, der Hulda-Pankok-Gesamtschule Düsseldorf, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und der Universität Duisburg Essen. Jugendliche befragen den aktuellen Wissenskanon, entwickeln Schulbuch-Einlagen und entwerfen ihr eigenes Curriculum. Das gemeinsame, radikaldemokratische Buchprojekt wird im Open Space der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen präsentiert (November 2021).

 

2021                           

„Learning for Change“: Studierende aus dem Bachelor und Master of Education stellen im Rahmen der Kunstpädagogik der Universität Duisburg-Essen ihre filmischen Werke in einer digitalen Ausstellung vor. Bezogen auf die Themen „Globales Lernen / Bildung für nachhaltige Entwicklung" und „Partizipation" entstanden kurzweilige Stop-Motion-Videos im Spannungsfeld von Medienkunst und Lehrfilm. In Kooperation mit der Universitätsbibliothek, kuratiert von Prof. Dr. Maren Ziese und Luisa Zahn.

https://www.uni-due.de/ub/ausstellungen/learningforchange.php

 

2021                           

Land Art Projekt zum Thema „Nachhaltigkeit“ mit Studierenden auf dem Essener Campus, ausgehend aus dem Seminar "Kunst und Bildung in der ökologischen Krise". Gefördert wurde das Projekt von der UDE-Initiative napro und unterstützt vom Gebäudemanagement der Universität.

https://www.uni-due.de/2020-11-24-land-art-am-campus-essen

 

2021                           

Konzeption und Durchführung der Ringvorlesung „Berufsfeld Kunst, Kunstvermittlung und Kunstwissenschaft“ (SoSe 2021) mit Prof. Birgit Mersmann und der Kustodin Milena Cairo, Universität Duisburg-Essen: ausgewählte Referent*innen stellen die unterschiedlichen Anforderungsprofile und Aufgabenfelder, Chancen und Risiken ihrer Berufspraxis in den Bereichen freie Kunst und Kunstwissenschaft, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Museumsarbeit und Kuration, Kunstmarkt, Kunstjournalismus, Kreativwirtschaft und Kulturarbeit vor. Durch ihre Erfahrungsberichte aus erster Hand sowie Einschätzungen neuester Entwicklungen und Herausforderungen in der Arbeitswelt (z.B. Digitalisierung, Internationalisierung, Förderrichtlinien, Diversität und Inklusion etc.) wird den Studierenden ein konkretes und realistisches Verständnis von Arbeitsfeldern und Berufsaussichten im Bereich Kunst vermittelt. Gäste (Auswahl): Dr. Andrea Firmenich (Kunststiftung NRW, Generalsekretärin), Matthias Garff (freischaffender Künstler, Leipzig), Nicola von Velsen, (Hatje Cantz Verlag GmbH, Verlagsleiterin), Nicola Kuhn (Der Tagesspiegel, Kunstredakteurin),  Prof. Dr. Ansgar Schnurr (Professor für Kunstpädagogik/Kunstdidaktik, Universität Gießen),  Dr. Elke Kollar (1. Vorsitzende Bundesverband Museumspädagogik e.V.),  Janine Burger (ZKM Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, Leitung Museumskommunikation), Prof. Dr. Kristin Marek (Professorin für allgemeine Kunstgeschichte, Hochschule für Bildende Künste Dresden)

 

2020-21                      

Un-Learning Ecologies. Kunstvermittlung in der ökologischen Krise. Kooperationsprojekt mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst (Kunstvermittlung) und der Zürcher Hochschule der Künste (Master Art Education Curatorial Studies). Die Inhalte für ein partizipatorisches, zweisprachiges Online-Workbook wurden im Modul Vermittlung in Ausstellungen 1 der Vertiefung Curatorial Studies unter der Leitung von Maren Ziese sowie im Seminar other classrooms: Ecopedagogies unter der Leitung von Chantal Küng und Janina Krepart kollaborativ und mittels vielfältiger medialer Auseinandersetzungen erarbeitet. Dies geschah in Auseinandersetzung mit den beiden Ausstellungen Potential Worlds 1: Planetary Memories und Potential Worlds 2: Eco-Fictions im Migros Museum für Gegenwartskunst, kuratiert von Heike Munder und Suad Garayeva-Maleki, sowie in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk8037 des GZ Wipkingen. Ausgehend von zeitgenössischen Theorien zu «Ecopedagogies», kritischer Pädagogik, transformativer Bildung und «Un-/Learning» wurden Handlungsanleitungen und Experimente entwickelt und Vermittlungsprojekte dokumentiert. Gefördert wurde das Projekt vom Kuratorium Ökologie, einem Projekt der ZHdK.

 

2021                           

Mitglied und Mitarbeit im neuen Beirat des Schulmuseums Nürnberg (Gründung Februar 2021), der Beirat berät das Museum und seine Vorhaben mit Blick auf die langfristige, strategische Ausrichtung und auf die Potenziale des Museums

 

2020/21                     

Gründung und Übernahme des 1. Vorsitzes des gemeinnützigen Vereins Kunst und Natur im Leinetal e.V. (Südniedersachsen) auf einem denkmalgeschützten, über 350 Jahre alten, ehemaligem Bauernhof. Der Verein verfolgt die Zwecke, Kunst und Natur im ländlichen Raum zu fördern sowie die Begegnung und Kommunikation zwischen Kulturschaffenden, Künstler*innen, der regionalen Bevölkerung und einer überregionalen Öffentlichkeit zu diesen Themen „Kunst“ und „Natur“ zu initiieren, um das kulturelle Leben zu bereichern. Erfüllt wird der Vereinszweck durch folgende Punkte: 

  • Ausrichtung von Ausstellungen und Kulturveranstaltungen (u.a. Tagungen, Konzerte, Lesungen, Filme), die ein Forum bieten für den lebendigen Austausch mit künstlerischen Positionen im Themenfeld „Natur“ (Ökologie, Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Landwirtschaft, Wald und Garten) und/oder „Kunst“ (bspw. Fotografie, Installationen, Land Art, Skulptur, Sound Art etc.)
  • Beratung, Planung und Durchführung von Bildungsprojekten und Kunstvermittlung mit verschiedenen Partnern (z.B. Schule, Kommune, Wissenschaft, Wirtschaft, Stiftungen)
  • Nutzung der Anlage für Künstler*innen, die dort für einen begrenzten Zeitraum leben und arbeiten wollen, bspw. durch artist-in-residency-Angebote für verschiedene Kunstgattungen oder Akteur*innen aus dem Themenfeld „Natur“

 

Seit 2020                    

Initiierung eines Netzwerkes zum Thema „Frauen-Führung-Kultur“ beim Deutschen Kulturrat zusammen mit Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss und          Dr. Cornelie Kunkat, Konzeption und Durchführung von Treffen mit Frauen in Leitungspositionen

 

2019                          

Ehrenamtliches Engagement für den Vorstand des Vereins „German Israel Cultural Foundation“ (Beratung zur Neustrukturierung, Drittelmittelakquise und Zusammenarbeit mit Geschäftsführung)

 

2017                           

Jury-Mitglied am Hamburger Fonds «FREIRÄUME! Kulturprojekte mit Geflüchteten»

 

2015-2017                  

Konzeption und Durchführung des Fotografie-Projekts „Bridge the Gap“. Hier entdeckten und fotografierten Jugendliche von 12 bis 18 Jahren aus Marienfelde und Umgebung, die in Berlin aufgewachsen sind oder dorthin geflüchtet sind, gemeinsam ihr persönliches Umfeld. In Besuchen von Fotografie-Ausstellungen schärften sie ihren Blick und in Workshops mit der Digitalkamera lernten sie, mit verschiedenen fotografischen Genres und Techniken umzugehen. In drei aufeinanderfolgenden Jahren, 2015-2017 fand das Projekt jährlich zwischen April und Juli statt. Die Jugendlichen präsentierten jedes Jahr als Abschluss des Projektes ihre persönliche Sicht auf ihre Welt in einer Fotografie-Ausstellung oder in einem Fotobuch. „Bridge the Gap“ fand statt in Kooperation mit dem Freundeskreis Willy-Brandt-Haus, der Gesellschaft für Humanistische Fotografie und dem Internationalen Bund – gefördert durch „Jugend ins Zentrum!“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. im Rahmen des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ statt.

 

2016                          

Jurymitglied zur Vorbereitung der Tagung „Wem gehört das Museum? (Düsseldorf, 18-20 Jan 17), Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

 

2015                           

„Der Erfinderkiosk“- ein Recherche- und Ausstellungsprojekt. Was geschieht, wenn jugendliche Kreativität auf die alltägliche Berufswelt trifft? Eben dieser Frage ist der „ERFINDER-KIOSK“ nachgegangen, der Kinder und Jugendlichen erste Einblicke in verschiedene Arbeitswelten ermöglicht hat. In Form von Objekt-, Text- und Bilderfindungen gestalteten die Kinder eigene innovative Alltagshilfen für die verschiedenen Berufe. Zum Beispiel einen Handschuh, der alle Fernbedienungen ersetzen könnte – vom Garagentor bis zum Fernseher. Eine Objektschau der Ergebnisse – von Malereien und Skizzen gewünschter Berufswelten über kleine, innovative Erfindungen für verschiedene Arbeitsplätze bis zur Anpassung von Arbeitskleidung – war vom 15. bis 17. September 2015 im Willy-Brandt-Haus zu entdecken. Das Projekt wurde ermöglicht durch den Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V., den Verein zur Förderung der Interkulturellen Jugendarbeit e.V., Internationales JugendKunst- und Kulturhaus Schlesische 27 und in Zusammenarbeit mit AspE – Ambulante sozialpädagogische Erziehungshilfe e.V. und in Kooperation mit der Fichtelgebirge- und der Hans-Fallada- Grundschule.

 

2012-2014                 

Salon für Kritische Kunstvermittlung: Initiatorin und Leiterin, zusammen mit Dr. Nanna Lüth und Sandra Ortmann, Konzeption u. Durchführung einer fachlichen Arbeitsgruppe zum Thema Kulturelle Bildung: Repräsentanten vielfältiger nationaler u. Berliner Kulturinstitutionen diskutierten hier regelmäßig neuartige Ansätze im Bereich der Museumsarbeit

Bücher

Maren Ziese: „Kuratoren und Besucher. Modelle kuratorischer Praxis in Kunstausstellungen“, Transcript Verlag, Bielefeld 2010.

 

Herausgebertätigkeit

 

  • Begleitmaterial (Posterpublikation) zum Projekt „S.O.S. Schools of Sustainability“, in Arbeit, erscheint November 2022
  • Julia Hagenberg / Anna Kaitinnis / Janina Krepart / Maren Ziese (Hg.): „Entfaltbare Zukünfte. Schüler*innen imaginieren, artikulieren, materialisieren Zukunftsperspektiven an den Schnittstellen von Kunst, Bildung und Ökologie“, Bonn 2021.
  • Cynthia Gavranic/ Janina Krepart/ Chantal Küng / Maren Ziese (Hg.): "Un-Learning Ecologies: Workbook Kunstvermittlung in der ökologischen Krise". Zürich: Migros Museum für Gegenwartskunst; Züricher Hochschule der Künste, 2021. 
  • Jahresberichte der PWC-Stiftung Jugend-Bildung-Kultur 2917/2018/2019.
  • Caroline Gritschke / Maren Ziese (Hg.): „Geflüchtete und Kulturelle Bildung. Methoden und Formate eines neuen Praxisfeldes“, Bielefeld 2016.

 

Aufsätze in Fachzeitschriften und Büchern

 

  • In Arbeit: „Klimagerechtigkeit“ (Arbeitstitel, Kapitel Theoretische Rahmungen), in: Macht- und Rassismuskritik in der ästhetischen Praxis. Reflexions- und Handlungswissen für die Soziale Arbeit (Arbeitstitel). Hrsg. von Marion Gerards und Norbert Frieters-Reermann, Stuttgart: Kohlhammer 2023
  • In Arbeit: „Diskriminierung und Tanz“, in: Tanzpädagogik – Tanzvermittlung. Grundbegriffe. Methoden. Anwendungsbereiche, hrsg. v. Obermaier, Michael; Steinberg, Claudia, Molzberger, Rita; Obermaier, Krystyna. Erscheinung: 2023 Verlag Julius Klinkhardt: Bad Heilbrunn
  • Cynthia Gavranic / Maren Ziese: „Kunstvermittlung in der ökologischen Krise. Verlernen und Transformieren: Ökologisch orientierte kritische Kunstvermittlung im intergenerativen Kontext.", Kulturelle Bildung Online: https://www.kubi-online.de/artikel/kunstvermittlung-oekologischen-krise, 2021.
  • Caroline Gritschke / Maren Ziese: Partizipation und Kooperation leben, in: Standbein Spielbein, Museumspädagogik aktuell, Heft 107/1 2017, S. 64-70.
  • Ziese Maren. (2017): Das Postfaktische als Aufgabe für die Kulturelle Bildung. In: Kulturpolitische Mitteilungen, Heft 156/2017.
  • Maren Ziese: „Visionen und Handlungsfelder für eine diskriminierungskritische Kulturszene. Wie konzipieren wir in Zukunft kulturelle Bildungsprojekte?“, in: Teilhabe. Versprechen?! Diskurse über Chancen- und Bildungsgerechtigkeit, Kulturelle Bildung und Bildungsbündnisse, hrsg. v. Kerstin, Hübner/Viola Kelb/Franziska Schönfeld, München 2017.
  • Maren Ziese: „Geflüchtete und Vermittlung in Museen“, in: Handbuch Museumspädagogik – Kulturelle Bildung in Museen, hrsg. v. Beatrix Commandeur/Hannelore Kunz-Ott/ Karin Schad, München 2016.
  • Maren Ziese: „Wie viel Vermittlung braucht die Kunst? Plädoyer für mehr AdressatInnenorientierung in der kuratorischen Praxis“, in: Exposition / Disposition. Eine Grundlegung zur Theorie und Ästhetik der Kunstausstellung, hrsg. v. Kai-Uwe Hemken, Bielefeld 2014.
  • Maren Ziese: „Kunstvermittlung: Verständnisse, Voraussetzungen und neue Ansätze“, in: Handbuch Kunstmarkt, hrsg. v. Andrea Hausmann, Bielefeld 2014.
  • Maren Ziese: „Neues Universum Berlin: Kinder willkommen!“, in: Kindermuseen. Strategien und Methoden eines aktuellen Museumstyps, hrsg. v. Yvonne Leonard, Bielefeld 2012.
  • Maren Ziese: „Mehr als ein Besucher... Kunstvermittlung zur Ausstellung Who Knows Tomorrow“, in: Museumsjournal, Heft 3/2010, S. 58.
  • Maren Ziese: „Gott zwischen Kreuz und Konstruktion“, in: Kunstforum International, Bd. 190, März/April 2008, S. 197-217.
image

Prof. Dr. Maren Ziese

Professorin Paderborn, Sozialwesen
Zum Kopfbereich springen