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| Münster,

5. Alumnitag an der katho in Münster

Ein ungewohntes Bild: fast 30 Menschen unterschiedlichen Alters sitzen im Kreis vorne im Hörsaal, dort, wo sonst Tisch- und Stuhlreihen stehen. Es sind die Gäste des 5. Alumnitages der katho Münster, zu dem ehemalige Studierende aller Studiengänge eingeladen waren.

Herzlich begrüßt werden sie von Bruder Michael Wies und Patrick Werth aus dem Alumni-Arbeitskreis, der auch diesen 5. Alumnitag vorbereitet hat. Frau Prof.in Barbara Ortland bedankte sich als Dekanin zunächst bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und hieß daraufhin alle Eingeladenen herzlich willkommen. Bezogen auf das Leitmotiv des Tages „neugierig bleiben“ wies Frau Ortland auf zwei Aspekte hin: einerseits lade es zu interessierten Fragen in den heilpädagogischen und sozialarbeiterischen Berufen ein, andererseits bedeute es aber auch, aufmerksam gegenüber grenzverletzender Neugierde zu sein.

Die Gäste erlaubten sich gegenseitig in einer Vorstellungsrunde spannende Einblicke in die Jahre ihrer beruflichen Erfahrungen: die einen haben 1979 ihr Studium begonnen, andere rund um die 2010er Jahre, manche waren als aktuell Studierende dabei. Und bei aller Verschiedenheit gab es ein stilles Einvernehmen über verbindendende Punkte des Studiums an der katho Münster.

So gelang es auch, nach einem fachlichen Input von Prof. Jörg Rövekamp-Wattendorf und Patrick Werth über interprofessionelle Zusammenarbeit, spontan und direkt miteinander ins Gespräch zu kommen – über das offene Interesse an anderen Professionen in der praktischen Zusammenarbeit und zugleich über deren verschiedenen Sprachgewohnheiten und Sichtweisen. Beispiele aus der Praxis bezeugten, dass es die Heilpädagogik mit ihrem spezifischen Ansatz immer wieder und nach wie vor schwer habe, in der Praxis anerkannt zu werden. Ebenso klar wurde, dass auch die Soziale Arbeit ihre Expertise mit Selbstbewusstsein und Klarheit vertreten müsse. Im lebhaften Gespräch beeindruckten die gestandenen Professionellen aus der Praxis mit einem beruflichen Selbstverständnis, das von hoher Fachsprache, aktuellen Wertvorstellungen, einem adressatenzentrierten Verständnis und einer wertschätzenden Haltung gekennzeichnet ist. Auch beim Mittagessen setzten sich die Gespräche angeregt fort, bevor es auf Erinnerungsreise zu bedeutungsvollen Orten im Gebäude der Hochschule ging. Auf den Fluren der Dozierendenbüros gab es einige Erzählungen an das Sitzen in langen Warteschlangen, im alten Hörsaal im Keller wiederum eine Fülle von Anekdoten aus „301“. Dass das große Bild in der Mensa von einer ehemaligen Studentin gemalt wurde, wer wusste das? Oder dass noch aus alten Zeiten bis heute die Steckdosen in der Mensa während der Mittagszeit nicht in Betrieb sind, damit sich alle auf das Essen konzentrieren, statt …. In der Kapelle wurden Gesang und Gottesdienste lebendig; und weil sich alle so viel zu erzählen hatten, war kaum noch Zeit für den grünen Innenhof und die Bibliothek.

Live-Musik lockte schließlich alle in den Hörsaal zurück. Die Professoren Greving und Rövekamp von der katho-Band warteten mit Klavier und Gesang auf. Zu einem offenen Ausklang waren dazu erstmals die aktuell Studierenden der katho eingeladen. Schon der erste Song knüpfte gelungen an Erinnerungen der Alumni an: „Der letzte Tanz“ von Bosse bringt es auf den Punkt:

„Und man weiß immer erst beim Abschied, was es ei'm bedeutet
Und wie schön es eigentlich war
Und nix ist immer, für immer
Für immer … “

Prof. Dr. Ursula Tölle

Professorin

Münster, Sozialwesen

Alumni Münster News
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