„Armut ist komplex. Und jetzt?“ – Transferveranstaltung zum Studienstart
Hintere Reihe: Mechthild Jürgens (BMAS), Kay Hohmann (Picco Bella gGmbH), Julia Peters (VabW e. V.) Vorne: Mario Hecker (VabW e. V.), Diego Simons (Sozialwerk Aachener Christen e. V.), Doris Schroeder (Sozialwerk Aachener Christen e. V.), Frank Numan (VabW e. V.) - von links nach rechts.
In seinem Grußwort hob VabW-Geschäftsführer Frank Numan die Bedeutung der kooperativen Zusammenarbeit bei der Armutsbekämpfung hervor.
Der Veranstaltungssaal der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Aachen war sehr gut gefüllt. Studierende, die keinen Sitzplatz mehr ergattern konnten, hatten die Möglichkeit, die Veranstaltung online zu verfolgen.
Am 12. Oktober 2026 veranstaltete FiTA an der katho in Aachen das Transferforum „Armut ist komplex. Und jetzt? – Herausforderungen und Lösungsansätze in der Praxis“. Programmhighlights waren eine Podiumsdiskussion mit Vertretung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die Vorstellung von Zwischenergebnissen des Projekts, ein wissenschaftlicher Impulsvortrag sowie Einblicke in das Kooperationsnetzwerk von FiTA. Beim „Markt der Möglichkeiten“ präsentierten sich Projekt- und Kooperationspartner, während die Teilnehmenden Raum für Austausch, Vernetzung und neue Kontakte erhielten. Auch wurden Untersuchungsergebnisse zur Lebenswelt armutsgefährdeter Familien in Aachen und der Region vorgestellt, die im Rahmen eines Lehrforschungsprojekts des Sozialwissenschaftsladens der katho erhoben wurden. Denn das FiTA-Projekt wurde von Anfang an wissenschaftlich von der katho begleitet.
Studieneinstieg mit Praxisbezug: FiTA-Projekt und Fachaustausch bereichern die erste Seminararbeit zum Thema Armut
Die Veranstaltung war eingebettet in die Studieneingangsphase. Und so konnten die Erstsemesterstudierenden des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit nicht nur ein bisschen Fachveranstaltungsluft schnuppern, sondern zugleich von der Vorstellung des innovativen FiTA-Projektes sowie vom Austausch mit Fachvertreter_innen aus der Region profitieren: Denn ihre erste zu verfassende Seminararbeit ist unter das Rahmenthema ‚Armut‘ gestellt.
Bundesprogramm Akti(F) Plus: FiTA fördert Teilhabe und Vernetzung
Als Teil des Bundesprogrammes Akti(F) Plus zielt FiTA darauf ab, die soziale und ökonomische Teilhabe von Familien zu verbessern und lokale Kooperationsstrukturen auszubauen – mit besonderem Fokus auf rechtskreisübergreifender Zusammenarbeit. FiTA wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union (ESF Plus) gefördert. FiTA ist ein Verbundprojekt des Sozialwerks Aachen, des VabW e. V. und der PiccoBella gGmbH und wird in Stadt und StädteRegion Aachen umgesetzt. Seit 2024 wurden bereits über 200 Familien erreicht. Das ganzheitliche Coaching betrachtet die Familie als Ganzes – von Arbeit und Finanzen über Wohnen, Gesundheit und Bildung bis hin zu persönlichen Beziehungen und Teilhabe.
Die Veranstaltung zeigte: Armut ist komplex – aber durch vernetzte Lösungsansätze und ganzheitliche Begleitung können nachhaltige Wege aus der Armut entwickelt werden.
Fotos: Bongard / VabW
Text: Christiane Chmel & Dominik Farrenberg
Kontakt
Prof. Dr. Dominik Farrenberg
Prodekan II / Studiengangsleitung Bachelor Soziale Arbeit; Professur für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit, Schwerpunkt: Sozialpädagogische Zugänge
Aachen, Sozialwesen