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Das Transfernetzwerk Soziale Innovation – s_inn geht in das letzte Halbjahr

Seit 2018 fungiert das Transfernetzwerk Soziale Innovation – s_inn, ein Verbundprojekt von katho und EvH RWL, als Plattform für den Wissensaustausch auf Augenhöhe: In dialogischen und partizipativen Transferformaten werden Lehrende, Studierende, Praxisvertreter_innen sowie Bürger_innen miteinander ins Gespräch gebracht und Innovationsbedarfe identifiziert. Das Verbundprojekt wird im Rahmen der Bund-Länder-Initiative “Innovative Hochschule“ (2018–2022) vom BMBF gefördert. Der gemeinsam mit EvH RWL und H-BRS gestellte Antrag zur 2. Förderung (2023–2027) wurde leider abgelehnt.

Bildung eines vielschichtigen Netzwerks

Das Teilvorhaben “Agentur für Transfer und Soziale Innovation“ hat in den letzten nun fast fünf Jahren ein vielschichtiges Netzwerk in NRW aufgebaut und bindet vor allem Menschen außerhalb der Verbundhochschulen in die Projektarbeit ein. Durch Austausch mit Akteur_innen aus Sozial- und Gesundheitswirtschaft, Bildung, Kultur, Kirche, Politik und Zivilgesellschaft greift die Agentur aktuelle Fragen auf und transferiert diese in die Arbeit des Transfernetzwerks und der beiden Hochschulen (katho und EvH RWL). Neben der besagten Agentur bilden die sechs Innovation-Labs an den insgesamt fünf Standorten (Aachen, Bochum, Köln, Münster und Paderborn) die Schnittstellen zwischen Hochschule und der außerhochschulischen Umwelt. Zusätzlich wird der forschungsbasierte Transfer konkret umgesetzt: Dies ist insbesondere in den fünf Pilotprojekten der Fall. An der katho sind dies die Projekte Sozial-Wissenschaftsladen, FIGEST und Versorgungsbrücken statt Versorgungslücken.

Antrag zur 2. Förderung leider abgelehnt

Gemeinsam mit der H-BRS und der EvH RWL stellte die katho einen Antrag für die 2. Förderrunde der Bund-Länder-Initiative “Innovative Hochschule“ und fokussierte sich hierbei auf sozial-ökologische Transformationsprozesse mit dem Schwerpunkt der Nachhaltigkeit. Trotz überzeugenden Inhalten wurde dieser leider abgelehnt. “Die Enttäuschung ist natürlich sehr groß, zumal wir von den Inhalten des Dreier-Verbundes überzeugt waren. Alle am Antrag Mitwirkenden haben viel Herzblut, Energie und Innovationsgeist reingesteckt. Wir möchten allen danken, auch wenn die Absage natürlich nicht das von uns erwünschte Ergebnis darstellt,“ betont die Agenturleiterin Dr. Marina-Rafaela Buch. Tatsächlich ist festzustellen, dass diese Art der Förderpolitik einen grundlegenden Webfehler hat: Zwar wird der Aufbau von Strukturen gefördert, jedoch können diese nicht über den normalen Haushalt (weiter)finanziert werden. Der Rektor der katho und Projektleiter von s_inn, Prof. Dr. Hans Hobelsberger, stellt daher richtigerweise fest: “Das Ergebnis ist, dass man nach Ende der Förderung gleichsam vor dem Nichts steht, obwohl man fünf Jahre Hervorragendes aufgebaut hat.“

Dennoch: Die Arbeit in Q3 und Q4 2022 geht weiter

“Uns erwartet aber noch ein intensives Halbjahr mit innovativen Projekten und Kampagnen – die Arbeit wird weitergeführt! Wir arbeiten derzeit auch noch intensiv an weiteren Anträgen. Transfer ist und sollte zentraler Bestandteil der katho bleiben“, hält Tristan Steinberger, stellvertretender Agenturleiter, fest. In der Tat: Seit dem Agenturleitungswechsel und der neu eingerichteten Doppelspitze wurde gemeinsam mit einem sehr motivierten Team neue Innovationsbedarfe identifiziert, die sich auch (aber nicht nur) mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie, beschäftigten: etwa die Kinder- und Jugendarbeit in Corona-Zeiten, die Themen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels in der Sozialen Arbeit, die Situation und Teilhabe von Senior_innen und Menschen mit Behinderung (auch und gerade in Zeiten von Corona) sowie die Umsetzung von digitalen Veranstaltungs- und Transferformaten. Was den Einsatz der Leichten Sprache bei s_inn angeht, so wurden die Übersetzungsprozesse in Leichter Sprache weiterprofessionalisiert: Die katho hat in Kooperation mit der Caritas Wertarbeit Köln eine eigene Prüfgruppe aufgebaut und die Zusammenarbeit durch eine Kooperationsvereinbarung besiegelt. Auch die Begleitung von Veränderungsprozessen sowie die Rolle der Netzwerkarbeit haben in der jetzigen Phase an Bedeutung gewonnen: In verschiedenen Projekten wie z. B. im Zuge des Strukturwandels im Rheinischen Revier, wurden mehrere Innovations- und Transformationsprozesse in die Wege geleitet, die nicht zuletzt in den Kampagnen “MehrWert Sozial!“ und “Kinder im Fokus“ mündeten.

Wir danken allen Kooperations- und Praxispartner_innen, Forschenden und Lehrenden der katho und EvH RWL sowie Interessierten und Mitwirkenden in unseren Transferaktivitäten, die unsere Arbeit in den letzten Jahren bereichert haben.

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