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Die katho trauert um Professor Josef Elberg

Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) trauert um ihren Kollegen Professor Josef Elberg, der am 18. November 2021 im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Er lehrte seit der Gründung unserer Hochschule (damals KFH NW) im Jahr 1971 und seit 1975 als Professor für Politikwissenschaft bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2006 am Standort Münster der katho.

Ein geschätzter Kollege und warmherziger Mensch: Josef Elberg (1941-2021)

In den mehr als 30 Jahren seiner Tätigkeit als Hochschullehrer setzte sich Josef Elberg engagiert für die Hochschule, an deren Grundordnung er intensiv mitwirkte, ein. Sowohl als Dekan am Standort Münster (1985 bis 1993) als auch als Kollege hat er das Klima der Abteilung maßgeblich geprägt: Seine humorvolle und zugewandte Art, Menschen zu begegnen, sowie seine Fähigkeit ausgleichend zu wirken, förderten die Kooperation und den Austausch im Kollegium. Seine große Empathie gegenüber Menschen sowie sein über das Fachliche hinausgehende Interesse am sozialen und politischen Geschehen förderten den inter- wie transdisziplinären Gedankenaustausch – nicht nur an den vier Standorten unserer Hochschule, sondern auch in außerhochschulischen politischen Institutionen, Projekten und Bildungseinrichtungen, unter anderen der Katholischen Akademie Franz Hitze Haus in Münster.  

1991 gründete Josef Elberg zusammen mit Professorin Ursula Adams (gest. 2009) und Pater Erich Purk OFMCap (gest. 2017) das „Kontaktseminar Option für die Armen“, das bis heute besteht. Er begegnete den sozialen und politischen Herausforderungen seiner Zeit und den Ereignissen des Tages- und Weltgeschehens mit großer Neugier sowie seiner grundlegenden Weltoffenheit und Toleranz. Dabei war seine Lehre zutiefst von den Ideen des Humanismus und der Aufklärung geprägt. Überzeugt von der Bedeutung dialogischer Begegnung, förderte und genoss er gemeinsame Lehrveranstaltungen mit Hochschulkolleg_innen oder Lehrbeauftragten.

Professor Josef Elberg war während seiner Lehrtätigkeit neuen Lehrmethoden sowie aktuellen Entwicklungen innerhalb der Politikwissenschaft und den daraus resultierenden Projekten gegenüber ausgesprochen aufgeschlossen. Stets bemühte er sich, seine Studierenden zu eigenen Überlegungen, Entscheidungen und Handlungen anzuregen, nicht zuletzt in den seinerzeit ‚legendären‘, von ihm – oft auch in Kooperation – durchgeführten Planspielen. Seine interkulturelle Wissbegier, die unter anderem auch zum internationalen Austausch auf Hochschulebenen mit unserer Partnerhochschule in Lublin (Polen) beitrug, begleitete ihn auf zahlreichen Studienfahrten gemeinsam mit Studierenden und Kolleg_innen ins europäische und außereuropäische Ausland.

Als Kollege und Mensch zeichnete es Josef Elberg in ganz besonderer Weise aus, dass er stets ein offenes Ohr für die Sorgen seiner Mitmenschen hatte. Seine lösungsorientierte Haltung war dabei eine große Bereicherung.

Wir verlieren mit Josef Elberg einen geschätzten Kollegen und warmherzigen Menschen. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.


Prof. Dr. Hans Hobelsberger (Rektor)

Bernward Robrecht (Kanzler)

Prof. Dr. Thomas Hülshoff (katho am Standort Münster)

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