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Gesundheit gestalten: Das war der katho Kultursommer 2026

Biografische Texte, generationenübergreifendes Theater und neue Perspektiven auf gesellschaftliche Vielfalt: Unter dem Motto „Gesundheit gestalten“ verband das Programm des 5. katho Kultursommers von Juni bis September künstlerische Praxis mit Fragen nach Wohlbefinden, Teilhabe und Gemeinschaft.

Weitere Fotos finden sich unterhalb des Textes.

Ein besonderer Höhepunkt war der katho Poetry Slam, bei dem die Slammer_innen – sowohl Studierende als auch Mitarbeitende am Standort Aachen – mitunter sehr persönliche Texte teilten. Im Mittelpunkt stand nicht nur das Spiel mit Worten, sondern auch der Mut, etwas von sich selbst zu zeigen. Organisiert von Studierenden und moderiert von katho-Absolvent David Strzeminski, bot der Slam eine Bühne für unterschiedliche Stimmen und zeigte, wie Sprache Menschen miteinander verbinden kann.

„Bühne der Generationen" bringt Menschen zusammen

Auch die Aufführung der „Bühne der Generationen“ setzte einen starken Akzent. Das theaterpädagogische Projekt von Fauna e.V. und RegePflege Aachen bringt Menschen zwischen 20 und 85 Jahren zusammen; auch Menschen mit Pflegebedarf gestalten die gemeinsame Arbeit aktiv mit. Beim Kultursommer wurde sichtbar, welche Möglichkeiten eine Theaterarbeit eröffnet, die unterschiedliche Lebenserfahrungen zusammenführt. Das sehr gut besuchte Nachgespräch mit den Spieler_innen und dem Leitungsteam vertiefte diese Begegnung. Es bot Gelegenheit, die Menschen hinter der Aufführung kennenzulernen und mehr über den gemeinsamen Arbeitsprozess zu erfahren. So wirkte das Bühnenerlebnis über die Vorstellung hinaus und eröffnete einen Austausch über generationenübergreifende Kulturarbeit und ihren Beitrag gegen Einsamkeit und soziale Isolation, aber auch über die Reproduktion von Stereotypen in der Theaterarbeit und einen sensiblen Umgang mit Sprache.

Lena Hach liest aus „Fred und ich“

Letzterer spielte auch bei der in Kooperation mit dem Queer-Referat organisierten Lesung der Jugendbuchautorin Lena Hach eine entscheidende Rolle. Mit ihrem Jugendroman „Fred und ich“ rückt Hach Fragen nach Identität, erster Liebe und einem achtsamen Umgang mit Sprache ins Zentrum. Eine Teilnehmerin resümiert: „Besonders beeindruckt hat mich, dass Lena Hach die Arbeit an ihrem Buch durch ein Sensitivity Reading begleiten ließ. Menschen einzubeziehen, die diese Erfahrungen selbst machen, ist für mich ein Zeichen von Respekt. Das nehme ich auch als Impuls für die Soziale Arbeit mit.“

Workshops zu Kreativität, mentaler Gesundheit und Resilienz

Weitere Workshops, Vorträge und Exkursionen loteten etwa die Schnittstellen von kreativem Schreiben und mentaler Gesundheit oder von Theater, Humor und Resilienz aus. Ein Beitrag der vhs Aachen zeigte, wie sich Kulturelle Bildung und Selbsthilfearbeit miteinander verbinden lassen. 

Creative Recording macht Kulturerlebnisse sichtbar

Die verschiedenen Veranstaltungen eigneten sich darüber hinaus für Studierende der Medienwerkstatt ein weiters Format zu erproben: das „Creative Recording“. Diese Methode zielt darauf ab, eine Veranstaltung oder Darbietung mit kreativen Mitteln zusammenzufassen und sinnlich erlebbar zu machen. Für den Kultursommer entschieden sich die Studierenden für eine Aufbereitung der Inhalte mittels poetischer Texte.

Positives Fazit zum katho Kultursommer

Damaris Nübel, die für den Kultursommer verantwortlich zeichnet, zieht ein positives Fazit: „Mit dem Einbezug verschiedener Generationen, einem Familientag im Juli, mit Angeboten vor Ort, außerhalb der katho und im digitalen Raum ist uns eine gute Mischung gelungen, und wir konnten unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und zusammenbringen.“ Auch 2027 soll es wieder einen Kultursommer geben. Ideen und Anregen können gerne an kultursommer.aachen(at)katho-nrw.de geschickt werden.

Fotos: Anselm Kugelmeier

 

Eindrücke vom katho Kultursommer 2026

Eine Person hält ein auffällig verziertes, helles Kostüm und steht zwischen mehreren anderen Personen. Exkursion ins Ludwig Forum...
Es iegen zahlreiche farbenfrohe Bastelarbeiten und Materialien auf dem Boden verteilt. ... mit kreativen Beiträgen ...
Eine Gruppe von Menschen steht sich in einem langen Flur gegenüber, während eine Frau im Vordergrund spricht. ... und einer Führung.
Drei Frauen stehen auf einer Bühne; eine trägt ein rotes Kleid und hält ein Mikrofon, die andere trägt ein hellblaues Kleid, eine dritte steht ganz links und trägt ein schwarzes Kleid, sie beugt sich zu den anderen vor. Eindrücke von der Aufführung der Bühne der Generationen.
Zwei ältere Menschen mit weißen Haaren sitzen vor einem Vorhang. Eine Frau mit dunklem Oberteil steht in der Mitte und hält ein kleines Brett mit einer großen Kugel und einem Tuch in der Hand.
Drei ältere Menschen stehen vor einem Vorhang. Eine Frau in blauem Oberteil spricht gestikulierend mit einem Mann in dunkler Uniform und Schirmmütze, eine weitere Frau im karierten Blazer steht neben ihm.
Eine Person steht mit einem Mikrofon vor einer hellen Wand und spricht zu den Anwesenden. 5. katho Poetry Slam...
Eine Frau mit gestreiftem Oberteil steht neben einer Tafel und hält einen Gegenstand in der Hand. ...und einzelne Vorträge...
Mehrere Personen sitzen in einem Raum zusammen; eine Person hält zwei Karten mit aufgedruckten Symbolen hoch. ... und Teilnehmende ...
Eine Gruppe von Menschen steht gemeinsam auf einer Bühne vor einer Projektionsfläche. ... hier alle auf der Bühne.
Prof'in Dr. Damaris Nübel

Ansprechperson

Prof'in Dr. Damaris Nübel

Professorin

Aachen, Sozialwesen

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