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Professor Werner Schönig zu Vortrag über Armut beim Bund Katholischer Unternehmer geladen

Als Experte für Armutsforschung hatte der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) katho-Professor Werner Schönig zur Veranstaltung „Armut in Deutschland – gesellschaftliche Spaltung – Was können Unternehmer tun“, die am 21. November stattfand, eingeladen.

Die Referent_innen auf einen Blick: Dr. Ulrich Schürenkrämer, CAPP-Koordinator für Deutschland und Vorstandsvorsitzender Deutsche Sektion, Maria Schlenkrich von der Clearingstelle Migration und Gesundheit Köln, Prof. Dr. Werner Schönig von der katho, Michaela Hofmann vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln und Dr. Harald Rubner, Vorsitzender der BKU Diözesangruppe Köln (v.l.n.r., Fotos: BKU).

Prof. Dr. Werner Schönig bei seinem Vortrag „Armut in Deutschland, gesellschaftliche Spaltung – was können Unternehmen tun?“.

Werner Schönig zeigte in seinem Vortrag auf, wo Spaltungen in der Gesellschaft existieren – sowohl finanziell als auch kulturell. Vor großen finanziellen Herausforderungen stehen insbesondere alleinerziehende Mütter und ihre Kinder, aber auch andere vulnerable Gruppen sind von Armut gefährdet, so Schönig. Am Beispiel der Kölner Veedel zeigte der Sozialökonom die soziale Segration auf. Indikatoren wie die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf, der Anteil ausländischer Bevölkerung oder das Wahlverhalten politischer Parteien nach Stadtvierteln lassen darauf schließen, wie groß Armut und Spaltung sind. Zuletzt gab Schönig den Unternehmer_innen Impulse für mehr Chancengleichheit wie die Notwendigkeit von Mentoring-Programmen, besseren Lohnstrukturen oder Vermögensbildung mit auf den Weg. 

Zudem bereicherte Michaela Hofmann vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln die Veranstaltung, als sie darlegte, dass Armut in den seltensten Fällen selbst verschuldet ist, sondern meistens tragische Erlebnisse wie der Tod eines engen Verwandten oder schwere Krankheiten Armut auslösen. Die Sozialarbeiterin Maria Schlenkrich zeigte auf, wie restriktiv die deutschen Sozialgesetze bereits heute sind. So müsse eine wirkliche Notlage vorliegen, um staatliche Unterstützung zu bekommen. Am Beispiel der Wohnungslosigkeit in Köln erklärte sie, dass jede_r Einzelne wieder auf einen Weg gebracht werden müsse, der ihm_ihr die Menschenwürde sichere.

Eine vorangehende Messe in der Krypta von St. Gereon hielt Prof. Dr. Dr. Elmar Nass von der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) ab. Er forderte in seiner Predigt die Gäste zur Verantwortung für den Einzelnen und die Offenheit für die Not anderer auf.

 

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