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Ulrike Marz sprach auf Einladung des CARS über die Kritische Theorie des Rassismus

Am 26. Oktober hielt Dr. Ulrike Marz vor mehr als hundert interessierten Zuhörer_innen einen digitalen Vortrag über Rassismus und Gesellschaftskritik. Mit Bezug auf Theodor W. Adorno und Max Horkheimer diskutierte Marz einen möglichen Beitrag der Kritischen Theorie für die aktuelle Rassismusdebatte. Dabei setzte sie sich unter anderem kritisch mit Fragen der Identitätspolitik und der Bedeutung persönlicher Erfahrungen für die Auseinandersetzung mit Rassismus auseinander.

Gegenüber dem derzeitigen Mainstream der Rassismusforschung veranschaulichte Marz, dass gerade eine Kritische Theorie des Rassismus z.B. mit ihrem makrosoziologisch fundiertem Konzept der autoritären Persönlichkeit eine bedeutsame analytische Lücke auch in der Rassismusdebatte schließen kann. Marz diskutierte das Verhältnis von Subjektivismus und Objektivismus, von Natur und Gesellschaft und von Partikularismus und Universalismus sowohl hinsichtlich des Rassismus als auch der Rassismustheorie. Sie plädierte für das Festhalten an einer über sich selbst aufgeklärten Aufklärung und an einem Antirassismus, der universalistische Konzeptionen nicht kulturrelativistisch verwässert.

Ulrike Marz arbeitete bis 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Soziologische Theorien und Theoriegeschichte an der Uni Rostock. 2018 war sie Gastprofessorin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Zu ihrem Vortragsthema veröffentlichte sie 2020 das Buch „Kritik des Rassismus. Eine Einführung“ im Schmetterling Verlag.

 

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