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Von Paderborn bis Paris: Studentin Ivona Simic gibt Einblicke in ihr Kindheitspädagogik-Studium

Für den dualen Studiengang Kindheitspädagogik am Standort Paderborn läuft das Bewerbungsverfahren für das Wintersemester 2026/27 noch bis zum 31. Mai. Ein guter Zeitpunkt also, um über die Möglichkeiten innerhalb eines Studiums der Kindheitspädagogik zu informieren. Dafür hat die Studentin Ivona Simic im sechsten Semester ein Fazit zu ihren vielseitigen Erfahrungen gezogen und berichtet von ihren Erlebnissen und Projekten in Paderborn und Paris.

katho-Studentin Ivona Simic in Paris

Blick auf den Eiffelturm

Warum ein Studium in der Kindheitspädagogik?

Seit 2023 studiere ich Kindheitspädagogik an der katho am Standort Paderborn. Schon nach dem Abitur war für mich klar, dass ich mit Kindern arbeiten möchte – gleichzeitig war mir wichtig, Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Mit dem Studium der Kindheitspädagogik habe ich genau diese Möglichkeit gefunden, pädagogische Inhalte nicht nur zu lernen, sondern sie auch direkt in der Praxis zu erleben und dabei vielfältige Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Außerdem war mir immer wichtig, internationale Erfahrungen zu sammeln. Als sich die Möglichkeit ergab, für mehrere Monate nach Paris zu gehen, habe ich daher nicht gezögert. 
 

Studium zwischen Theorie und Praxis in Paderborn

Wie wird aus theoretischem Wissen pädagogisches Handeln im Alltag? Genau diese Frage hat mich von Anfang an in meinem Studium der Kindheitspädagogik begleitet. Als ich mich für das Studium der Kindheitspädagogik entschieden habe, war mir eines besonders wichtig: Ich wollte nicht nur über pädagogische Konzepte lesen, sondern verstehen, wie sie im Alltag mit Kindern wirklich gelebt werden. Heute, einige Semester später, weiß ich, dass genau diese Verbindung von Theorie und Praxis das Studium für mich so besonders macht.

Mein Studienalltag ist geprägt von Abwechslung. Zeiten im Hörsaal wechseln sich mit Praxisphasen ab, in denen ich Verantwortung übernehme, Beziehungen zu Kindern gestalte und mein pädagogisches Handeln immer wieder reflektiere. Dabei geht es nicht darum, alles sofort perfekt zu können, sondern zu lernen, Fragen zu stellen: Warum handle ich so? Was braucht das Kind gerade? Wie kann ich pädagogische Prozesse bewusst begleiten? Diese reflektierende Haltung ist etwas, das mich durch das Studium stetig begleitet.
 

Kindheitspädagogik gestalten – auch in Paris!

Das Praktikum in Paris habe ich eigenständig organisiert, was mir die Möglichkeit gegeben hat, früh Verantwortung zu übernehmen und neue Erfahrungen zu sammeln. Dies war eine besonders prägende Erfahrung. Für einige Monate durfte ich in einer pädagogischen Einrichtung in Paris arbeiten und den Alltag aus einer neuen Ansicht heraus kennenlernen. Plötzlich war nicht nur die Sprache eine andere, sondern auch Routinen, Kommunikationsformen und pädagogische Selbstverständlichkeiten. Gerade dieser Perspektivwechsel hat meinen Blick geschärft: für kulturelle Vielfalt, für unterschiedliche Lebenswelten von Kindern und für die Bedeutung professioneller pädagogischer Haltung – unabhängig vom Land. 

Neben den klassischen Praxisphasen habe ich besonders durch die selbstständige Planung und Durchführung eigener pädagogischer Projekte viel gelernt. Ein Projekt eigenverantwortlich zu entwickeln, umzusetzen und anschließend zu reflektieren bedeutet, Theorie aktiv in Handlung zu übersetzen. Dabei wird deutlich, dass pädagogisches Arbeiten nicht nach festen Rezepten funktioniert, sondern Flexibilität, Beobachtungsgabe und situatives Entscheiden erfordert. Gerade in diesen Prozessen habe ich gemerkt, wie sehr man fachlich und persönlich wächst, wenn man Verantwortung übernimmt und den Mut hat, eigene Ideen in die Praxis zu bringen. 

In Paris habe ich gelernt, genauer hinzuschauen, zuzuhören und mich immer wieder selbst zu hinterfragen. Gleichzeitig habe ich wahrgenommen, wie tragfähig das Wissen aus dem Studium ist. Viele Inhalte, die ich zuvor theoretisch kennengelernt hatte, bekamen in der Praxis plötzlich eine ganz konkrete Bedeutung. 
 

An der katho studieren und Perspektiven entwickeln

Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wertvoll ein Studium ist, das Raum für Entwicklung, Reflexion und persönliche Wege lässt. Was ich aus meinem Studium der Kindheitspädagogik mitnehme, ist mehr als Fachwissen. Es ist ein gewachsenes Bewusstsein für Verantwortung, für die Bedeutung von Beziehungen und für die Rolle, die Pädagog_innen im Leben von Kindern spielen können. Vor allem aber habe ich gelernt, dass pädagogische Arbeit immer auch Arbeit an der eigenen Haltung ist.

Für alle, die überlegen, Kindheitspädagogik zu studieren, kann ich sagen: Dieses Studium fordert – aber es gibt auch unglaublich viel zurück. Es eröffnet Perspektiven, ermöglicht praxisnahe Erfahrungen und lädt dazu ein, den eigenen Weg zu gehen. Für mich war es genau die richtige Entscheidung und erst der Anfang.
 

Text und Bild: Ivona Simic
 

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