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IMAC-Mind – Verbesserung der psychischen Gesundheit und Verringerung von Suchtgefahr im Kindes- und Jugendalter durch Achtsamkeit

Mechanismen, Prävention und Behandlung – TP 4 Trampolin-Mind

Projektsteckbrief

Projektsteckbrief
Status aktiv
Laufzeit 01.11.2017 – 31.10.2021
Themengebiete Chancengleichheit, Gesundheit, Kinderschutz, Prävention, Sucht
Standort Köln
Institute Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung (DISuP)
Webseite https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/tp-4-trampolin-mind-7501.php

Projektbeschreibung

Überblick

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „IMAC-MIND – Verbesserung der psychischen Gesundheit und Verringerung von Suchtgefahr im Kindes- und Jugendalter durch Achtsamkeit: Mechanismen, Prävention und Behandlung – Teilprojekt 4: Trampolin-Mind" wird das seit Jahren bewährte, evidenzbasierte Programm „Trampolin – Ein modulares Präventionskonzept für Kinder aus suchtbelasteten Familien zwischen acht und 12 Jahren“ um achtsamkeitsbasierte Elemente erweitert. Dies ist ein hoch innovativer Ansatz, durch den über die reine Optimierung hinaus eine Wirksamkeitssteigerung hinsichtlich suchtrelevanter Variablen erwartet wird. „Trampolin“-Mind wird an verschiedenen Standorten in Deutschland in Kliniken der Kinder- und Jugendpsychiatrie, in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe sowie in der ambulanten Suchthilfe implementiert und im Rahmen eines cluster-randomisierten Forschungsdesigns in Bezug auf Akzeptanz und Wirksamkeit evaluiert. Langfristig soll mithilfe von „Trampolin-Mind“ das Versorgungsangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien weiter verbessert werden.

Hintergrund

„Trampolin“ ist ein evidenzbasiertes Gruppenangebot für Kinder aus suchtbelasteten Familien zwischen acht und 12 Jahren (Klein, Moesgen, Bröning & Thomasius, 2013; Bröning et al., 2012). Ziel von „Trampolin“ ist es, die psychische Belastung der Kinder zu reduzieren und ihre Handlungskompetenz im Sinne eines langfristigen Empowerments zu erhöhen. „Trampolin“ wurde in einem 3,5-jährigen vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderten Projekt (Laufzeit: 2008-2012) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters (DZSKJ) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dem DISuP entwickelt und im Rahmen einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Studie auf seine Wirksamkeit überprüft. Die Ergebnisse zu „Trampolin“ zeigen, dass das Programm eine hohe Akzeptanz genießt, eine positive Wirkung auf teilnehmende Kinder hat und aufgrund seiner modularen Struktur in einer Vielzahl von Settings einsetzbar ist.

Als Teilprojekt 4 des Verbundprojektes „IMAC-Mind - Verbesserung der psychischen Gesundheit und Verringerung von Suchtgefahr im Kindes- und Jugendalter durch Achtsamkeit: Mechanismen, Prävention und Behandlung“ soll das „Trampolin“-Programm auf Basis aktueller Erkenntnisse aus der Forschung und Verhaltenstherapie um achtsamkeitsbasierte Elemente erweitert werden („Trampolin-Mind“). Es wird erwartet, dass das neue Programm „Trampolin-Mind“ im Vergleich zum originalen „Trampolin“-Programm eine stärkere Verbesserung hinsichtlich des Einsatzes von Stressbewältigungsstrategien, internalisierenden und externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten, und der psychischen Belastung durch die elterliche Suchterkrankung erzielt.

Studienmethodik

Um die Wirksamkeit von „Trampolin-Mind“ zu untersuchen, wird eine umfassende Prozess- und Wirksamkeitsevaluation auf Basis eines cluster-randomisierten Forschungsdesigns mit Prä-, Post- und Follow-Up-Messungen im Kontext der Kinder- und Jugendpsychiatrie, stationären Kinder- und Jugendhilfe und ambulanten Suchthilfe vorgenommen.

Im Zuge dessen werden die Kinder, die an „Trampolin-Mind“ teilnehmen mit Kindern verglichen, die am originalen „Trampolin“-Programm teilnehmen. Beide Gruppen werden mit Kindern verglichen, die keine „Trampolin“-Intervention, sondern ihr „treatment-as-usual“ (TAU) erhalten.

Die Befragung der insgesamt 420 Kinder findet zu den drei Messzeitpunkten anhand standardisierter Erhebungsinstrumente in Form eines Interviews statt. Zusätzlich werden die Eltern der Kinder mithilfe standardisierter, schriftlicher Fragebögen zu den gleichen drei Messzeitpunkten befragt.

Prof. Dr. Michael Klein

Deutsches Institut für Sucht- und Präventionsforschung

Lina-Sophia Falkenberg

Wissenschaftliche Mitarbeiterin Köln, Sozialwesen
  • Psychosoziale Beratungsstelle f.d. Caritasverband Fürth
  • Caritas Suchthilfezentrum Hattingen/Spockhövel
  • Caritasverband Landshut e.V., Magdeburger Stadtmission e.V.
  • Zentrum für Jugenberatung und Suchthilfe für den Rheingau-Taunus-Kreis
  • SKFM-Katholischer Verein für soziale Dienste in Menden e.V.

Publikationen

Moesgen, D., Ise, K., Dyba, J. & Klein, M. (2019). Evaluation of the Mindfulness-Augmented “Trampoline” Programme – A German Prevention Programme for Children from Substance-Involved Families Tested in a Cluster-Randomized Trial. BMC Public Health, 19, 571. https://imac-mind.de/

Kongress- und Tagungsbeiträge

Klein, M., Ise, K. & Moesgen, D. (2017, September). Achtsamkeitsübungen in der Suchttherapie und ‐ prävention: Forschungsverbund IMAC‐Mind. Vortrag auf dem Deutschen Suchtkongress 2017, Berlin.

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