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„DNA dieser Hochschule“ – Zum 60. Todestag von Helene Weber

Die ältesten Wurzeln der heutigen Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) reichen über 100 Jahre zurück, zur Sozialen Frauenschule in Aachen und deren erster Leiterin Helene Weber: Anlässlich ihres 60. Todestages, den 25. Juli 1962, würdigt die katho den außerordentlichen Verdienst, den die Sozialpolitikerin und Frauenrechtlerin der Gesellschaft erwiesen hat.

Helene Weber, 1919. (Foto: de.wikipedia.org)

Helene Weber (1881 – 1962) war Mitglied des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), als dieser 1916 in Köln eine Soziale Frauenschule gründete. Als 1918 die Schule nach Aachen zog, wurde Weber ihre erste Leiterin und legte damit die Grundsteine in der Qualifizierung von Frauen für sozialarbeiterische Berufe. Viele Jahrzehnte später, nämlich 1971, wurde die von Helene Weber geprägte Soziale Frauenschule zusammen mit 14 weiteren Fachschulen in Nordrhein-Westfalen zur neugegründeten Katholischen Fachhochschule NW, der heutigen katho.

Helene Webers Verdienste für die Teilhabe von Frauen und sozialpolitische Fragestellungen gehen weit über die Gründungsjahre der Sozialen Frauenschule hinaus: 1920 wurde sie erste weibliche Ministerialrätin im Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt und leitete dort das Dezernat „Soziale Ausbildung“. Nach der Machtergreifung der NSDAP wurde sie aus politischen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt und arbeitete danach in der freien Wohlfahrtspflege. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte sie als eine von vier Frauen am Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland mit und unterstützte maßgeblich den Satz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ in der Verfassung. Als Abgeordnete der CDU gehörte sie bis zu ihrem Tod dem Deutschen Bundestag an. Parallel zu ihrer politischen Karriere, in der sie sich vor allem sozialpolitischen Fragen verschrieben hatte, engagierte sie sich in unterschiedlichen Positionen für die katholische Frauenbewegung.

„Helene Webers vorbildliches Engagement und die von ihr verkörperten Werte haben nichts an Strahlkraft für die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen verloren“ macht Bernward Robrecht, Kanzler der katho, deutlich. „Sie ist Teil der DNA dieser Hochschule.“

Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Rektor der katho, führt weiter aus: „Ihr Einsatz für die Gleichberechtigung der Geschlechter, ihr Engagement für die Lösung sozialer Fragen auf der Grundlage ihrer christlichen Werte und nicht zuletzt ihr früher Verdienst, junge Menschen für soziale Berufe zu qualifizieren – diese Werte und das Einstehen für diese finden sich auch heute noch in den Lehr- und Forschungsaktivitäten der katho deutlich wieder.“ Die Hochschule widme sich im Geiste Helene Webers den sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit.

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