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Fachtag Ausbildungssupervision: Scharnier zwischen Theorie und Praxis

Am 28. Januar fand im Fachbereich Sozialwesen Paderborn der 1. Fachtag „Ausbildungssupervision“ statt und erwies sich dank reger Teilnahme als erfolgreiche Auftaktveranstaltung. Mit rund 80 Vertreter_innen aus der Supervision, Lehre, Praxis und Studierendenschaft (BASA) waren alle an der Praxisphase beteiligten Statusgruppen präsent und in den fachlichen Austausch eingebunden. Im Fokus stand die Frage, welche Funktion Ausbildungssupervision im Professionalisierungsprozess der Sozialen Arbeit einnimmt.

Vernetzung und Austausch beim 1. Fachtag "Ausbildungssupervision" des Fachbereichs Sozialwesen am Standort Paderborn. Foto: katho Paderborn/Jan Borkott

An der Veranstaltung nahmen insgesamt 80 Personen teil. Vertreten waren 13 Supervisor_innen, 10 Lehrende, 20 Praxisanleitungen sowie Studierende des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit. Damit waren alle an der Praxisphase beteiligten Statusgruppen präsent und in den fachlichen Austausch eingebunden. Im Fokus des Fachtags stand die Frage, welche Funktion Ausbildungssupervision im Professionalisierungsprozess der Sozialen Arbeit einnimmt.
 

Praxisphase als komplexer Lernort

Die 100-tägige Praxisphase wurde als mehrdimensionaler Lernraum beschrieben, in dem sich fachliche Anforderungen, organisationale Erwartungen und persönliche Entwicklungsprozesse überlagern. Professionalisierung entsteht dabei nicht allein durch Erfahrung, sondern durch deren systematische Reflexion.

In der einführenden Keynote wurde Ausbildungssupervision als verbindendes Element zwischen Theorie und Praxis eingeordnet. Sie eröffnet einen strukturierten Rahmen, in dem Praxiserfahrungen rekonstruiert, differenziert und in fachliche Zusammenhänge eingeordnet werden können. Reflexion wurde dabei als konstitutive Voraussetzung professionellen Handelns hervorgehoben.
 

Perspektivenvielfalt im Austausch

In gemischten Arbeitsgruppen setzten sich die Teilnehmenden mit der Einstiegsfrage „Ein typischer Tag in den 100 Tagen Praxis“ auseinander. Ziel war es, unterschiedliche Rollenperspektiven sichtbar zu machen und ein vertieftes gegenseitiges Verständnis zu fördern. In einer anschließenden vertiefenden Phase wurden zentrale Herausforderungen gesammelt, geordnet und strukturiert. Dabei traten insbesondere Spannungen zwischen Ausbildungs- und Arbeitslogik, unklare Erwartungsstrukturen, Fragen der Verantwortungsübernahme sowie Unsicherheiten in Übergangssituationen hervor.

Die anschließende Arbeit in Statusgruppen diente der differenzierten, rollenspezifischen Einordnung der identifizierten Themen. Im Plenum wurden die Ergebnisse zusammengeführt, systematisiert und im Hinblick auf mögliche Weiterentwicklungen der Praxisphase reflektiert.
 

Ausbildungssupervision als strukturelles Element

Der Fachtag verdeutlichte, dass Ausbildungssupervision als integraler Bestandteil der Ausbildungsarchitektur zu verstehen ist, der die Verbindung von Praxiserfahrung, theoretischer Einordnung und beruflicher Identitätsentwicklung strukturell absichert.

Unter dem Leitmotiv, die unterschiedlichen Statusgruppen „gefragt, gesehen und gehört“ werden zu lassen, leistete die Veranstaltung einen Beitrag zur weiteren Qualitätsentwicklung der Praxisphase am Standort Paderborn.

Verantwortlich für die Konzeption und Durchführung war Prof. Dr. Julia Bloech. Gemeinsam mit der Supervisorin Dr. Regina Heimann wurde die Veranstaltung inhaltlich gestaltet und fachlich begleitet.

 

Kontakt bei Rückfragen

Prof'in Dr. Julia Bloech

Professorin

Paderborn, Sozialwesen

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