Gegen das Vergessen: katho-Mitarbeitende reinigen Stolpersteine im Agnesviertel
Menschen hinter Stolpersteinen würdigen und Zeichen der Präsenz setzen
„Wir wollen die Menschen hinter den Stolpersteinen würdigen und ein bedeutendes Kapitel unserer Geschichte in Erinnerung rufen“, betont Kanzler Robrecht. „Diese Menschen waren Kölner_innen, die hier leben wollten – bis sie von den Nazis deportiert und ermordet wurden.“ Die Reinigung der Stolpersteine ist für die katho ein Zeichen der Präsenz im Veedel und ein klares Bekenntnis gegen das Vergessen.
Aktion soll wiederholt werden: Große Resonanz und gemeinsames Engagement
Die Aktion, die jährlich wiederholt werden soll, stieß auf große Resonanz: Mitarbeitende der katho engagierten sich, und Passant_innen reagierten positiv. „Es war schön zu sehen, wie viel Zustimmung wir erfahren haben“, so Herr Robrecht.
Die Stolpersteine wurden in Gruppen gereinigt, wobei die Teilnehmenden mit Putzmitteln ausgestattet waren. Die katho möchte mit dieser Aktion nicht nur ein starkes Zeichen setzen, sondern auch die Verbindung zur Nachbarschaft stärken. „Wir werden nicht müde, uns für eine Gesellschaft einzusetzen, die sich ihrer Geschichte stellt und gegen Rassismus und Antisemitismus aufsteht“, so der Kanzler abschließend.
Gedenktafeln gegen das Vergessen der Opfer des Nationalsozialismus
Stolpersteine sind kleine, in den Boden eingelassene Gedenktafeln, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Menschen verlegt, die von den Nazis deportiert und ermordet wurden. Die Aktion der katho ist Teil des bundesweiten Projekts „Gegen das Vergessen“ des WDR.