igsp-Projekt: Verbunden bleiben – Ökologische Achtsamkeit als Schlüssel für Gesundheit, Resilienz und Nachhaltigkeit
Im Rahmen des Projekts setzen sich Studierende gemeinsam mit Lehrenden philosophisch, künstlerisch und praktisch mit dem Thema Achtsamkeit auseinander.
Die Studierenden erforschen zudem gemeinsam mit Kindern Fragen rund um Achtsamkeit, Umweltbewusstsein und den Umgang miteinander.
Studieren bedeutet für viele junge Menschen nicht nur Lernen, sondern auch den Umgang mit zahlreichen Herausforderungen. Der Auszug aus dem Elternhaus, neue soziale Kontakte, finanzielle Belastungen, Prüfungsdruck und Zukunftssorgen führen häufig zu Stress und psychischen Belastungen. Hinzu kommen zunehmend Ängste im Zusammenhang mit der ökologischen Krise und einer unsicheren Zukunft.
Das Projekt „Verbunden bleiben. Ökologische Achtsamkeit durch Philosophie und Kunst als Schlüssel für den konstruktiven Umgang mit stressbezogenen Herausforderungen im Studium“ setzt genau hier an. Ziel ist es, Studierende dabei zu unterstützen, ihre Resilienz, Selbstwirksamkeit und psychische Gesundheit zu stärken und gleichzeitig ein tieferes Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht das Konzept der Achtsamkeit. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Achtsamkeit dabei helfen kann, Stress besser zu bewältigen, Gefühle bewusster wahrzunehmen und einen wertschätzenden Umgang mit sich selbst und anderen zu fördern. Gleichzeitig eröffnet sie neue Perspektiven auf die Beziehung zwischen Mensch, Umwelt und Gesellschaft und kann zu mehr ökologischem Verantwortungsbewusstsein motivieren.
Studierende setzen sich mit Achtsamkeit auseinander
Im Rahmen des Projekts setzen sich Studierende gemeinsam mit Lehrenden philosophisch, künstlerisch und praktisch mit dem Thema Achtsamkeit auseinander. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen im Paderborner Land. Mithilfe des Ansatzes „Philosophieren mit Kindern“ erforschen die Studierenden gemeinsam mit Kindern Fragen rund um Achtsamkeit, Umweltbewusstsein und den Umgang miteinander. Dabei werden kindliche Perspektiven sichtbar gemacht und die Bedeutung ihrer Stimmen für gesellschaftliche Zukunftsfragen hervorgehoben.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend kreativ aufbereitet. Geplant ist die Entwicklung von QR-Codes, die im Lerngarten der katho sowie an weiteren Orten angebracht werden. Über diese Codes können Besucherinnen und Besucher auf Achtsamkeitsübungen, kunstpädagogische Inhalte sowie philosophische und umweltbezogene Impulse zugreifen. Besonderer Wert wird dabei auf eine inklusive Gestaltung gelegt – beispielsweise durch leichte Sprache, audiovisuelle Angebote, Untertitel, Gebärdensprache, Brailleschrift und barrierearme Zugänglichkeit.
Achtsames und ökologisch bewusstes Miteinander fördern
Das Projekt verbindet damit Gesundheitsförderung, Nachhaltigkeit, Inklusion und Bildung auf innovative Weise. Es stärkt nicht nur die individuelle Resilienz von Studierenden, sondern fördert auch ein achtsames und ökologisch bewusstes Miteinander innerhalb der Hochschule und darüber hinaus.
Langfristig soll das Seminar dauerhaft im Lehrangebot der katho etabliert und perspektivisch auch an weiteren Standorten umgesetzt werden. Gleichzeitig trägt das Projekt zur Weiterentwicklung des Lerngartens als „Grüner Lernort“ bei und unterstützt die Verankerung sozial-ökologischer Nachhaltigkeit in Lehre, Kultur und Hochschulleben.
Die Umsetzung erfolgt über zwei Semester hinweg als praxisnaher Forschungs- und Lernprozess. Ergänzt wird das Projekt durch einen interdisziplinären Fachtag sowie die wissenschaftliche Aufbereitung und Veröffentlichung der Ergebnisse. Verantwortlich für die Durchführung sind Prof. Dr. Maren Ziese, Prof. Dr. Dr. Anne Konsek und Prof. Dr. Gulshat Ouadine am Institut für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp) der katho.
zur Website des Instituts
Kontakt
Prof. Dr. Maren Ziese
Professorin
Paderborn, Sozialwesen
Prof. Dr. Dr. Anne Konsek
Professorin
Paderborn, Sozialwesen
Prof.in Dr.in Gulshat Ouadine
Professorin für Theorien, Konzepte und Methoden Sozialer Arbeit / Inklusionsbeauftragte
Paderborn, Sozialwesen