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Internationales Online-Symposium EDUCATION AS A CHILD’S RIGHTS – An International Comparison

Am 11. Dezember 2021 lud die katho zum 2. Internationalen Online-Symposium zum Thema Kinderrechte ein. Während sich das erste Symposium letztes Jahr auf die allgemeine Bedeutung und Relevanz der Kinderrechte in unterschiedlichen Ländern konzentrierte, lag diesmal der Fokus auf das Recht auf Bildung - EDUCATION AS A CHILD’S RIGHT so der Titel.

Prof'in Dr. Karla Verlinden begrüßt die Online-Teilnehmer_innen (© Eva Tadday)

Prof. Dr. Sebastian Böhm (katho) bei seinem Vortrag zum Thema "Education: A child’s right or a lottery of structural position?" (© Eva Tadday)

Prof. Carlos Man Ging aus Ecuador bei seinem Vortrag zum Thema "What do we mean by Quality Education? The case of Faith and Joy Movement" (© Eva Tadday)

Organisiert und moderiert wurde die Tagung von Prof’in Dr. Karla Verlinden, Professorin für Erziehungswissenschaften im Fachbereich Sozialwesen an der Abteilung Köln. Sie leitete den Diskurs der teilnehmenden Studierenden und Wissenschaftler_innen über die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen und zu Visionen, wie das Recht auf Bildung für alle Kinder überall ermöglicht werden kann. Dass die Bildungszugänge, -abschlüsse und -erfolge mit der sozialen Position eines Menschen zusammenhängt vermittelte Prof. Dr. Sebastian Böhm (katho) zur Einführung sehr eindrücklich mittels verschiedener Studienergebnisse.

Im weiteren Verlauf standen bei den Beiträgen sowohl die verheerenden Folgen der Corona-Pandemie als auch marginalisierten Lebensumstände für die Bildungs(un)möglichkeiten von Kindern im Vordergrund. Aus Indien berichtete Herr Arasu, dass bspw. 1/3 aller Schüler_innen nach den Lockdowns nicht mehr zurück an die Schulen kamen, da sie zur Kinderarbeit gezwungen sind (Chennai). Auch in Israel sind ein Großteil der Kinder nach den Schulschließungen nicht wieder zur Schule gekommen, jedoch aus einem anderen Grund: Die Eltern haben sich vermehrt für Heimunterricht entschieden, da sie dem Bildungssystem nicht (mehr) vertrauen – so die Ausführungen von Dr. Sharon (Haifa). Aus Zimbabwe stellte Dr. Nhundu (Harare) dar, wie sich, trotz Unabhängigkeit des Landes, die Schulmaterialien weiterhin kolonialer Denk- und Darstellungstraditionen bedienen (bspw. nur weiße Menschen abgebildet) und die englische Sprache durch eine Vormachtstellung die indigenen Sprachen verdrängt. Die Belastungslagen indigener, marginalisierter Kinder in Ecuador wurden von Dr. Man Ging (Quito) ausgeführt: Auch hier zeigen sich vielfältige Missachtungen des Kinderrechtes auf Bildung.

Insgesamt wurde deutlich, dass das Recht auf Bildung und Lernen nicht selbstverständlich umgesetzt wird und stetig – unter immer neuen Bedingungen – an dessen Ermöglichung gearbeitet werden muss. Und so forderten die beteiligten Referent_innen und Teilnehmer_innen zum Abschluss: 

The right to education should ALWAYS be implemented:
No matter the gender of the child.
No matter in which caste/social class/ethnicity you grow up.
No matter what financial possibilities the parents have.
No matter if the child is physically or mentally healthy.

Wir sind dankbar, dass die Diskussion über Kinderrechte mit diesem Symposium weitergeführt werden konnten und freuen uns, dass es ein drittes Symposium geben wird, das in 2022 von der Partner-Hochschule aus Quito, der Pontifical Catholic University of Ecuador (PUCE) ausgerichtet wird. Dann wird der Fokus auf Sozialen Innovationen hinsichtlich Kinderrechte liegen.
 

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