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| Paderborn,

Neue Kooperation und gemeinsamer Forschungs-Workshop der katho und Stadt Paderborn

Prof. Hörning, Dr. Verena Kopp, Beigeordneter Wolfgang Walter und Fabian Schumann (MultiCult) (v.l.) stellen Projekt bei Expedition Wissenschaft vor. Foto: Erik Jeken (Stadt Paderborn).

Am 13. August fand im Rahmen der städtischen Gesamtveranstaltung „Expedition Wissenschaft“ der Programmpunkt des Sozialforschungslabors am Jugendkulturzentrum MultiCult statt. Es handelte sich hier um ein Kooperationsprogramm der katho, Abteilung Paderborn mit der städtischen Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten.

Das Programm richtete sich vorwiegend an Jugendliche und junge Erwachsene, um sie mit Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens in Berührung zu bringen. Der Workshop bot unter anderem eine Möglichkeit der Orientierung, ob ein Studium nach der Schule oder Ausbildung in Frage kommen könnte. „Wir möchten aufzeigen, dass sich Wissenschaft nicht nur mit Grundlagenforschung beschäftigt, sondern auch mit der Erforschung von Alltagsfragen und Phänomenen aus der Praxis“, sagt Prof. Dr. Dr. Martin Hörning, Dekan des Fachbereichs Sozialwesen in Paderborn und Leiter des Instituts für Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp).

Dr. Verena Kopp, Leitung der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsangelegenheiten und Prof. Hörning führten den interaktiven Workshop Praxisforschung zwei Mal an dem Freitagnachmittag durch. Unter dem konkreten Titel „Wer, wie, was? Der, die, das! Vom Phänomen zur konkreten Forschungsfrage“ wurden zwei völlig unterschiedliche Alltagsphänomene durch ein und denselben Forschungsleitfaden von einer Beobachtung in den wissenschaftlichen Kontext transferiert.

Konkret lauteten die Beispielthemen „Arbeitsmarktintegration Geflüchteter“ und „Medikamentenmissbrauch im Breitensport.“ Beide Themen sind Arbeits- und Forschungsschwerpunkte von Dr. Kopp und Prof. Hörning. Mit letzterem beschäftigt sich das igsp bereits seit 2013 im Rahmen des Projekts „No Roids Inside“. Das bis 2015 vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekt fördert die Sensibilisierung für das Thema Medikamentenmissbrauch im Breitensport und schaffte durch quantitative und qualitative Sozialforschung eine wichtige Datenbasis. Durch die seit Mitte 2019 gestiegenen Beratungsanfragen von Hilfesuchenden wird das Projekt „No Roids Inside“ in einer Neuauflage weitergeführt. Auf Basis der Praxisforschungsergebnisse ist das regionale Projekt „No Roids Reloaded“ im Jahr 2021 voll durchgestartet. So bietet das Projekt neben Prävention, Vernetzung und Fachberatung auf lokaler Ebene auch eine anonyme Beratungsstruktur für User. Besuchen Sie die Projektseite gerne unter www.noroids.de. Dieses, in Deutschland aktuell einmalige Beratungsangebot, mit dem Schwerpunkt der Beratung um die Eindämmung des Medikamentenmissbrauchs (schwerpunktmäßig Steroidkonsum im Bereich des Bodybuildings bei männlichen Jugendlichen) wird ideell und finanziell im Rahmen einer Anschubfinanzierung von der Bürgerstiftung Paderborn unterstützt.

Zwischen der katho und der Stadt Paderborn soll eine neue Kooperation im Bereich der gesundheitlichen Präventions- und Aufklärungsarbeit entstehen. „Um aktuelle Forschungsergebnisse auch in das praktische Handeln zu transferieren, ist uns als Stadtverwaltung im sozialwissenschaftlichen Kontext die Verbindung zur Katholischen Hochschule besonders wichtig“, sagt Wolfgang Walter, Beigeordneter des Dezernat IV.

Text: Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Paderborn

Kontakt: Prof. Dr. Dr. Martin Hörning

Forschung Paderborn Nachbericht
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