Zum Hauptbereich springen Zum Fußbereich springen
| Münster,

Promotion langjähriger katho-Mitarbeiterin in der Teilhabeforschung

Ines Röhm, die langjährige wissenschaftliche Koordinatorin des Instituts für Teilhabeforschung, hat mit ihrer Disputation Mitte Dezember, ihre Promotion an der Humboldt-Universität Berlin abgeschlossen. Die Promotion wurde von Prof. Dr. Sven Jennessen (HU Berlin) und Prof.in Dr.in Barbara Ortland (katho Münster) betreut. Ines Röhm arbeitete bis Ende 2019 im Institut an der Abteilung Münster im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westfalen und von der katho geförderten Promotionsprogramms FH Kompetenz. Herzliche Gratulation!

Ines Röhm, langjährige wissenschaftliche Koordinatorin des Instituts für Teilhabeforschung, hat erfolgreich promoviert.

In der Dissertation hat Ines Röhm die sozialen Beziehungen untersucht, die sich in inklusiven Ferienfreizeiten entwickeln. Im Rahmen eines Mixed-Methods-Designs hat sie Jugendliche mit und ohne Behinderungen, die an Ferienfreizeiten teilgenommen haben hinsichtlich der Entstehung, Qualität, Quantität, Funktionen, Intensität und Bestand der Peerbeziehungen befragt und bedeutsame Wahlkriterien für Beziehungsaufnahmen in den Gruppen ermittelt.

In den Ferienfreizeiten entsteht eine große Spannbreite von Freund- und Bekanntschaften unterschiedlicher Intensitäten mit eher geringerer Beständigkeit. Vor allem für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten ergaben sich in Bezug auf die Entstehung und Entwicklung von Peerbeziehungen Wechselwirkungen ihrer Behinderungen mit höherem Alter, Introversion, Kommunikationsbarrieren, der gemeinsamen Anreise mit einer bereits bekannten Person sowie mit den Einstellungen der teilnehmenden Jugendlichen ohne Behinderungen. Sie haben zwar Bekanntschaften, aber seltener Freundschaften entwickelt. Von einer gleichwertigen sozialen Einbindung in die Gruppen kann nicht ausgegangen werden.

Für die Ausgestaltung inklusiver Ferienfreizeiten wird die Einbindung in ein sozialraumorientiertes Gesamtkonzept der Jugendarbeit und Behindertenhilfe sowie die stärkere Fokussierung auf Gruppenprozesse inklusive begleitetem Kontakt und damit einhergehenden Einstellungsänderungen diskutiert. Es werden konkrete Hinweise für das pädagogische Handeln gegeben.

Forschung Institut für Teilhabeforschung Münster News
Zum Kopfbereich springen