Fachtag „Sozialpsychiatrie – Quo Vadis?“: Eine starke Sozialpsychiatrie braucht den Dialog
Darüber hinaus bot die Veranstaltung einen feierlichen Rahmen, um Johannes Tack nach langjähriger Lehrtätigkeit an der katho zu verabschieden und sein langjähriges Engagement zu würdigen.
Eröffnet wurde der Fachtag durch Dekan Prof. Dr. Patrick Isele sowie Sylvia Polte und Horst Goldscheck vom Vorstand des SPI Paderborn e.V. In ihren Grußworten betonten Christoph Rüther (Landrat des Kreises Paderborn), Sandra Jürgenhake (Sozialdezernentin der Stadt Paderborn) und Christian Woltering (Vorstand des Paritätischen NRW) die Bedeutung einer starken sozialpsychiatrischen Versorgung. Themen wie Teilhabe, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung wurden dabei als zentrale zukünftige Herausforderungen hervorgehoben.
Fachliche Impulse und Austausch
Im fachlichen Teil widmeten sich die Referent_innen aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der Sozialpsychiatrie. Johannes Tack sprach über innovative Ansätze und die Bedeutung sozialer Innovationen und Teilhabe für die Weiterentwicklung des Hilfesystems. Zudem blickte er auf den Weg des SPI Paderborn e.V. zurück, den er vor 45 Jahren mitgründete.
Prof. Dr. Dr. Martin Hörning erläuterte die wissenschaftlichen Grundlagen sozialpsychiatrischer Arbeit und deren Bedeutung für die Ausbildung zukünftiger Fachkräfte. Gleichzeitig würdigte er Johannes Tack und dessen langjähriges Engagement als Lehrbeauftragter an der katho sowie seine besondere Rolle bei der Verbindung von Theorie und Praxis.
Anschließend richtete Prof.in Dr.in Sabine Engel den Blick auf die interdisziplinäre Gestaltung sozialpsychiatrischer Versorgung sowie auf Anforderungen an Professionalität, Professionsverständnis und Hochschulausbildung in der Sozialen Arbeit.
Neben den Vorträgen boten sechs Workshops mit insgesamt 14 Workshop-Leitungen aus den Reihen des SPI und der katho Raum für vertiefende Diskussionen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Sozialpsychiatrie und Sozialen Arbeit sowie die gemeinsame Entwicklung von Ideen für eine moderne, humane und bedarfsgerechte Versorgung.
Wertvolle Zusammenarbeit von SPI und katho
Die enge Zusammenarbeit zwischen dem SPI und der katho wurde von mehreren Beteiligten als besonders wertvoll hervorgehoben. Horst Goldscheck fasste den Fachtag als eine gute Mischung aus Fachvorträgen, Netzwerken und fachlichem Austausch zusammen. Sylvia Polte betonte die Bedeutung des Austauschs zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen.
Auch Johannes Tack zeigte sich beeindruckt von der Veranstaltung und betonte die Bedeutung des SPI für die sozialpsychiatrische Versorgung in Stadt und Kreis Paderborn und darüber hinaus. Prof. Dr. Patrick Isele hob den Fachtag als gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit von Theorie und Praxis hervor.
Mit zahlreichen Impulsen, engagierten Diskussionen und persönlichen Begegnungen endete ein Fachtag, der auf 45 Jahre sozialpsychiatrisches Engagement des SPI Paderborn e. V. zurückblickte und zugleich den Blick auf die Zukunft richtete. Deutlich wurde dabei: Eine starke Sozialpsychiatrie braucht den kontinuierlichen Dialog zwischen Wissenschaft, Praxis und den Menschen, für die sie da ist.