„Staff Mobility Admin“ an der Sabauni in Tbilisi
Nach der Ankunft am 6. Juni begann der Aufenthalt am Folgetag mit dem kulturellen Teil des Staff Mobility Admin-Programms. Zu Beginn stand der Besuch der Heiligen Messe zu Fronleichnam in der Kathedrale der Himmelfahrt der Jungfrau Maria an. Anschließend lernten die katho-Mitarbeitenden dank der Führung durch die Kanzlerin Natia Shekiladze, den ehemaligen Rektor (heute Professor der Theologie) Vaja Vardidze und die Mitarbeiterin des International Office Shorena Parunashvili einige kulturelle Highlights der Innenstadt kennen: eine Führung durch die Altstadt, die Abanotubani-Schwefelbäder, den Leghvtakhevi-Wasserfall und eine Seilbahnfahrt mit Panoramablick über die Stadt.
Hochschulaustausch und Fachdialoge
Der Montag stand ganz im Zeichen der Sabauni-Universität: Neben Präsentationen der katho sowie der Sabauni (mit Schwerpunkt auf der Fakultät für Sozialwissenschaften) und anschließenden Diskussionen gab es eine Campusführung mit geschichtlichen Einblicken in die Fakultäten. Verwaltungsdirektor Meinolf Sprink, der bereits in Deutschland die georgische Delegation in Empfang genommen hatte, betont: „Das Staff Mobility Admin ist eine große Bereicherung, um eine neue Kultur kennenzulernen – die Lebensrealität der Georgier_innen, die trotz ihrer Geschichte der Unterdrückung ihre Identität und Sprache bewahrt haben. Besonders beeindruckend ist ihr Stolz darauf, das erste christianisierte Land zu sein.“
Am Dienstag fanden verschiedene produktive Job-Shadowing-Sitzungen mit den Abteilungen International Office, Personalwesen, Öffentlichkeitsarbeit und der Kanzlerin statt. Nach dem Mittagessen stand ein Besuch des Nationalmuseums Georgiens mit der Archäologischen Schatzkammer auf dem Programm. Der Mittwoch begann mit einer zweiten Job-Shadowing-Session und einem Feedbackgespräch, in dem über zukünftige Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Universitäten gesprochen wurde. Johannes Limbach (Mitarbeiter in der Personalabteilung) zeigt sich beeindruckt von der Sabauni: „Ich habe Hochachtung dafür, unter welchen Rahmenbedingungen es der katholischen Hochschule Sabauni gelungen ist, sich aufzubauen – obwohl sie als Minderheit in ihrem Land agiert. Die Zahnräder mögen sich anders drehen, aber das Uhrwerk der Universität funktioniert gut.“ Am Nachmittag folgte ein Ausflug zum Ethnographischen Museum und zum Schildkrötensee (Turtle Lake). Der Abend endete mit einer Absolvent_innenfeier der Sabauni, zu der die katho-Delegation eingeladen war.
Kulturelle Highlights und Abschied
Am 11. Juni stand ein Ausflug in die alte Hauptstadt Mtskheta an. Besichtigt wurden das Jvari-Kloster und die Svetitskhoveli-Kathedrale. Nach dem Mittagessen folgte der Besuch der „Chroniken Georgiens“, eines monumentalen Bronzedenkmals aus der Sowjetzeit, das oft als „georgisches Stonehenge“ bezeichnet wird.
Die Woche in Georgien hinterließ bei den Teilnehmenden bleibende Eindrücke. Das Staff Mobility Admin-Programm der katho ermöglichte nicht nur einen universitären Einblick in die Sabauni, sondern dank der Gastfreundlichkeit auch einen tiefen Einblick in die vielschichtige Kultur, Sprache und kulinarische Welt Georgiens. Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der die Sabauni ihr Land präsentierte – ein Land, das trotz schwieriger Zeiten seine Identität bewahrt hat.
Text: Marina Buch