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| Münster,

Stimmungsvolle Verabschiedung von Prof.in Dr.in Andrea Tafferner

Am 17.07.2026 wurde Prof.in Dr.in Andrea Tafferner in den Ruhestand verabschiedet. Kolleg_innen und Wegbegleiter_innen würdigten das 29jährige Wirken der Theologin.

Andrea Tafferner mit ihrem Mann Alois Gehrmeyer

„Ich bin sehr beglückt, vielen Dank!“– Mit diesen Worten von Prof.in Dr.in Andrea Tafferner endete am 17. Juli 2026 der offizielle Teil der feierlichen Verabschiedung einer langjährigen Kollegin der katho am Standort Münster. Zuvor hatten Kolleg_innen und Wegbegleiter_innen das 29-jährige Wirken der Theologin in vielfältiger Form gewürdigt. Wie ein roter Faden zog sich das Motiv von Freude und Dank durch den Nachmittag, der mit einem spirituellen Ausklang begann – für Andrea Tafferner ein Gebet, „das der Freude und dem Dank, der mich erfüllt, Ausdruck verleiht“. Schließlich sage Jesus von sich selbst, dass er gekommen sei, um den Armen eine frohe Botschaft zu bringen, das Reich Gottes zu verkünden und: „auf dass meine Freude in euch ist“ (Joh 15,11). So trommelten Kolleg_innen, Studierende und Gäste unter der Anleitung von Johnny Lamprecht im Innenhof der katho. 

“Du warst immer da!”

Die anschließende Verabschiedungszeremonie im Hörsaal eröffnete Dekanin Prof.in Dr.in Anja Kannegießer, die das Engagement von Andrea Tafferner seit 1997 an der Abteilung Münster mit den Worten „Du warst immer da!“ charakterisierte. Sie verwies auf Meilensteine von Andrea Tafferners Wirken wie etwa ihre Verdienste um Interreligiosität an der Hochschule und in der Lehre, ihre Fortführung des Kontaktseminars Option für die Armen und ihre Arbeit in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung, die von „Herzblut, spiritueller Tiefe und professioneller Klarheit“ geprägt gewesen sei. 

Die Rektorin bedankt sich

Rektorin Prof.in. Dr.in Barbara Schermaier-Stöckl würdigte Andrea Tafferner als inspirierende Lehrende und authentische Theologin an der katho. Sie hob dabei neben vielem anderen auch ihr Wirken als dezentrale Gleichstellungsbeauftragte, ihre Mitwirkung bei der Entwicklung der katho zur familienfreundlichen Hochschule und zuletzt ihr Engagement als Prodekanin des Fachbereichs Sozialwesen am Standort Münster hervor. Im Wirken von Andrea Tafferner, das auf dem Fundament der christlichen Sozialethik und einer relationalen, an den Menschenrechten orientierten Anthropologie fußt, werde sichtbar, dass „Menschlichkeit als DNA unserer Hochschule“ gelten könne. 

“Philosophie des Mittagessens”

Für die Verwaltung der Abteilung Münster stellte Verwaltungsleiterin Claudia Prelle in einer „Philosophie des Mittagessens“ heraus, wie Themen wie Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und soziale Kultur, aber auch Selbstfürsorge mit Andrea Tafferner im Alltagsleben an der katho auch auf informeller Ebene ihren Platz hatten. Ganz besonders würdigte sie die von Andrea Tafferner initiierte Installation „Licht der Religionen“, die am Eingang der Teresa von Ávila-Kapelle ein sichtbares Zeichen für die Wertschätzung aller Religionen setzt. 

Studierende sagen Danke

Für die Studierenden berichteten Jona Seibert und Amelie Mathmann, wie Andrea Tafferner religiöse Perspektiven auf das Menschsein eröffnete, aber auch die Bedeutung des intensiven Lesens in Zeiten der Digitalisierung anhand von „Büchern voller Markierungen“ in den Seminaren verkörperte. In der Bearbeitung existenzieller Themen wie Tod und Trauer, Flucht und Migration seien Räume geöffnet worden, in denen Zuhören und die Herausbildung einer eigenen Haltung möglich wurden in einem Klima, das vom Wunsch geprägt war, „Menschen wirklich zu verstehen“.

Singspiel des Kolleg_innenchors

Doch nicht allein Reden prägten die Abschiedsfeier. Unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hülshoff bot das Kollegium ein von ihm verfasstes Singspiel dar, das das Wirken von Andrea Tafferner an der katho darstellte und würdigte. Vom Seminar „Option für die Armen“ über ihr vielfältiges Engagement („Zum Glück hast Du nicht nein gesagt“) bis hin zu einem fröhlichen „Danke, danke, danke Dir, Andrea“ zur Melodie von Proud Mary. 

 

Text: Prof. Dr. Sebastian Laukötter
Fotos: Anja Mai und Prof. Dr. Felix Nuss

 

IMPRESSIONEN

Zwei Personen (Mann und Frau) auf einer Wiese unter einem Zeltdach. Eine Person sitzt, vor sich eine Trommel. Die Frau hält stehend eine Ansprache. Johnny Lamprecht und Prof.in Dr.in Andrea Tafferner: Wer singt, betet doppelt!
Zwei Zelte auf einer Wiese vor einem roten Klinkerbau. Darunter sitzen viele Personen nebeneinander und trommeln. Gemeinsames Trommeln mit Johnny Lamprecht
Eine weibliche Person steht an einem Rednerpult und hält eine Ansprache. Dekanin Prof.in Dr.in Anja Kannegießer
Eine weibliche Person steht an einem Rednerpult und hält eine Ansprache. Rektorin Prof.in Dr.in Barbara Schermaier-Stöckl
Eine weibliche Person steht an einem Rednerpult und hält eine Ansprache. Verwaltungsleiterin Claudia Prelle
Viele Personen stehen vor- und hintereinander und singen. Unterstützung erhält der Chor durch einen Gitarren- und einen Klavierspieler. Das Publikum hört interessiert zu. Der Chor der Kolleg_innen unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hülshoff
Viele Personen stehen vor- und hintereinander und singen. Der Chor der Kolleg_innen unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hülshoff
Die musikalische Begleitung übernimmt ein Gitarrenspieler und ein Klavierspieler; ein älterer Herr übernimmt das Dirigieren. Prof. Dr. Sebastian Laukötter, Prof. Dr. Jörg Rövekamp-Wattendorf, Prof. Dr. Thomas Hülshoff (v.l.)
Zwei junge Personen stehen an einem Rednerpult und halten eine Ansprache. Den Dank der Studierenden überbrachten Amelie Mathmann und Jona Seibert
Vier Personen stehen hintereinander und überreichen einen Blumenstrauß. Blumen vom Leitungsteam der Abteilung Münster: Verwaltungsleiterin Claudia Prelle, Dekanatssekretärin Sandra Wiebens, Dekanatsreferentin Marion Nettels, Dekanin Prof.in Dr.in Anja Kannegießer
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