Theaterbesuch im Schauspielhaus Bochum: Kulturelle Bildung als Erfahrungsraum Sozialer Arbeit
Der Theaterbesuch bot den Studierenden die Möglichkeit, sich mit aktuellen Fragen Kultureller Bildung, mit Methoden der Theaterpädagogik und mit deren Bedeutung für die Soziale Arbeit auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur ästhetische Erfahrungen, sondern auch gesellschaftliche und politische Themen, die für die Praxis Sozialer Arbeit von großer Relevanz sind: Demokratie, Ausgrenzung, Radikalisierung, Verantwortung, Widerstand sowie die Frage, wie öffentliche Diskurse geführt und begleitet werden können.
Vor Ort nahmen die Studierenden zudem an einem theaterpädagogischen Format beziehungsweise an einem Publikumsgespräch teil. Dabei wurde erfahrbar, wie Theater Räume für Auseinandersetzung, Perspektivwechsel und demokratische Verständigung eröffnen kann. Zugleich wurde deutlich, wie gesellschaftliche Konflikte sichtbar gemacht und in einem gemeinsamen Gespräch reflektiert werden können.
In den anschließenden Übungssitzungen werden die Erfahrungen vertieft. Die Studierenden reflektieren die Aufführung aus der Perspektive Sozialer Arbeit und entwickeln eigene theaterpädagogische sowie weitere Konzepte Kultureller Bildung. Im Zentrum stehen dabei Fragen, wie Demokratie gestärkt, politische Diskurse professionell begleitet, Teilhabe ermöglicht und Adressat_innen in ihrer Ausdrucks- und Handlungsfähigkeit unterstützt werden können.