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Transferforum „Heimerziehung“: Arbeitszufriedenheit und -belastung im Fokus

Am 26. März 2026 fand am Kölner katho-Standort das mittlerweile 13. Transferforum „Heimerziehung“ statt. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Arbeitszufriedenheit und -belastung in der Heimerziehung sich derzeit darstellen und welche Schlussfolgerungen sich daraus für die Praxis ableiten lassen.

Referentin Prof.in Dr. Karla Verlinden steht mit Teilnehmenden beisammen und diskutiert mit ihnen zum Thema „Arbeitsbelastung“.

Prof.in Dr.in Sabrina Schmidt stellt den Teilnehmenden das Thema der Veranstaltung vor.

In ihrem einführenden Vortrag zeichneten Prof.in Dr.in Sabrina Schmidt und Prof. Dr. Sebastian Wen ein differenziertes Bild der aktuellen Situation in der Heimerziehung. Grundlage waren Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung aus dem Jahr 2023, an der sich mehr als 1.100 Fachkräfte beteiligt hatten. Die Befunde verweisen auf ein ambivalentes Gesamtbild: Einerseits berichtete ein Großteil der Befragten, mit der eigenen beruflichen Tätigkeit zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Andererseits gab ein erheblicher Anteil an, regelmäßig bis häufig Erschöpfung zu erleben.

Dieses Spannungsfeld macht deutlich, dass Arbeitszufriedenheit und Arbeitsbelastung in der Heimerziehung nicht isoliert voneinander betrachtet werden können, sondern in einem engen Wechselverhältnis stehen. Besonders relevant sind dabei subjektiv wahrgenommene Arbeitsbedingungen, etwa hoher Arbeitsdruck, Überforderungserleben oder eine eingeschränkte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Diese Faktoren beeinflussen sowohl die Arbeitszufriedenheit als auch das Belastungserleben in erheblichem Maße. Zugleich zeigt sich: Mit höherer Arbeitszufriedenheit geht tendenziell eine geringere wahrgenommene Belastung einher, während ungünstige Arbeitsbedingungen das Risiko von Stress und Erschöpfung erhöhen.


Austausch von hoher fachlicher Dichte geprägt

Im Anschluss an den wissenschaftlichen Input standen die Perspektiven der anwesenden Leitungs- und Praxisvertreter_innen aus der Heimerziehung im Mittelpunkt. In einer strukturierten Abfrage wurden Einschätzungen zur Arbeitszufriedenheit und zu den Belastungen der Mitarbeitenden in den jeweiligen Einrichtungen erhoben, eingeordnet und gemeinsam reflektiert. Der Austausch war von hoher fachlicher Dichte und großer Praxisnähe geprägt.

Diskutiert wurden nicht nur zentrale Herausforderungen im Arbeitsfeld, sondern insbesondere auch handlungspraktische Ansatzpunkte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Damit bot das Transferforum erneut einen Rahmen, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse mit berufspraktischen Erfahrungen in einen produktiven Dialog gebracht wurden. Die Teilnehmenden nahmen vielfältige Impulse und übertragbare Strategien für die Weiterentwicklung ihrer Einrichtungen mit.

 

Prof'in Dr. Sabrina Schmidt

Kontakt

Prof'in Dr. Sabrina Schmidt

Professorin für Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit - Schwerpunkt Kinder- und Jugendhilfe

Köln, Sozialwesen

2026 Hochschule Soziales katho Köln Nachbericht
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