Zum Hauptbereich springen Zum Fußbereich springen
| katho,

(Über-)Leben mit einer Depression – neue Podcastfolge von s_innzeit

Jeder fünfte Mensch wird während seiner Lebenszeit mit einer Depression konfrontiert. Als Volkskrankheit hat die Depression in den vergangenen Jahren – auch verstärkt durch die Corona-Pandemie – an Aufmerksamkeit gewonnen. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Irrtümer und Un- bzw. Halbwissen. In der dieser Folge der s_innzeit stellen wir uns diesen Themen.

Durch die Corona-Pandemie mussten sich viele Menschen mit Einsamkeit, Niedergeschlagenheit, Perspektivlosigkeit und Sorgen auseinandersetzen, die sie so in ihrem Alltag noch nicht erfahren hatten. Auch unabhängig von der Pandemie begegnen Menschen tagtäglich Schicksalsschlägen und Trauer – sei es durch den Tod eines nahestehenden Menschen, eine Trennung oder völlig andere (traumatische) Ereignisse. Was aber unterscheidet eine Depression von Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, die Erkrankung von der natürlichen Reaktion auf herausfordernde Lebensereignisse? Die Antwort auf diese Frage kennen unsere Gäste der neuen Folge der s_innzeit: Prof. Dr. Ulrich Hegerl und Armin Rösl.

In der Folge sprechen wir außerdem über unterschiedliche Therapieformen und den schlechten Ruf von Antidepressiva. Zusätzlich befassen wir uns mit der Versorgungslage in Deutschland, sprechen über Ansprechpartner_innen und das Hilfesystem im Falle einer Depression. Armin Rösl berichtet aus seinen eigenen persönlichen Erfahrungen in der stationären Psychiatrie und erklärt, warum es Teil der Therapie in der Klinik sein kann, erst einmal „gar nichts“ zu tun.

Prof. Dr. Urlich Hegerl ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. Er ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie und setzt sich bereits seit mehr als 30 Jahren für die bessere Erforschung, Aufklärung von und die Stärkung der Hilfesysteme bei Depression ein. Er ist u. a. im Beirat der Bundesärztekammer tätig und hat seit 2019 die Johann Christian Senckenberg Distinguished Professorship an der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Goethe-Universität Frankfurt inne. Außerdem ist er Begründer und Leiter des Deutschen Bündnisses gegen Depression sowie Leiter der European Alliance Against Depression. Der von ihm entwickelte 4-Ebenen-Ansatz ist der weltweit am häufigsten implementierte gemeindebasierte Ansatz zur Suizidprävention, der international übernommen wurde.

Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde 2008 gegründet und setzt sich für eine bessere Versorgung depressiv erkrankter Menschen und zur Reduktion der Anzahl der Suizide in Deutschland ein. Sie bietet dafür vielfältige Informations- und Hilfsangebote und beteiligt sich aktiv an der Forschung.

Armin Rösl ist stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Depressionsliga e. V. und für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Neben dieser ehrenamtlichen Tätigkeit ist er als Journalist tätig. Er hatte selbst im Jahr 2010 eine schwere depressive Episode und engagiert sich seit 2015 öffentlich in Sachen Depression.

Die Deutsche Depressionsliga e. V. ist eine gemeinnützige, bundesweit aktive Patientenvertretung für an Depression erkrankte Menschen. Ihre Mitglieder sind alle selbst entweder an einer Depression erkrankt oder haben betroffene Angehörige. Vorrangiges Ziel ist die Aufklärung und Entstigmatisierung, sowie die Angebote der Hilfe und Selbsthilfe für Betroffene. Sie ist aber auch in der Vertretung der Interessen der Betroffenen gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit.
 

Jetzt reinhören!

Die inzwischen neunte Folge der zweiten Staffel der s_innzeit ist am 14. März 2022 erschienen. Diese und alle weiteren Folgen finden Sie unter sinnzeit-podcast.de oder unter „s_innzeit – Der Wissenschaftspodcast zur Sozialen Arbeit“ auf Spotify, Apple Podcast oder überall, wo es Podcasts gibt.

 

Soziales Gesundheit Transfer katho News
Zum Kopfbereich springen