Umfassende Studienergebnisse zur Theoriebildung in der Familienbildung angekündigt
Allerdings gilt die Familienbildung als untertheoretisiert. Ein Desiderat, welches Hermes und seine Kollegin Prof.in Dr.in Ute Müller-Giebeler (TH Köln) motivierten, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Zusammenarbeit der beiden Professor_innen stellt auch deshalb eine Besonderheit dar, weil beide die Fokussierung der Familienbildung in ihrer Denomination tragen – ein weitestgehendes Alleinstellungsmerkmal in Deutschland.
Auf Basis von vier empirischen Teilprojekten, rekonstruieren die Autor_innen den Eigensinn der Praxis der Familienbildung. Auf dieser Grundlage werden Facetten einer Theorie der Familienbildung entwickelt und zugleich Grundbegriffe der Praxis der Familienbildung (neu) diskutiert. Der Forschungsprozess wurde zudem mit Landes- und Bundesverbänden der Familienbildung partizipativ gestaltet.
Die Studie Familienbildung – Skizze einer Theorie erscheint im Beltz Juventa Verlag.
Besonders freuen sich die Autoren zudem darüber, dass Teilergebnisse zugleich im renommierten Swiss Journal of Educational Research zur Veröffentlichung angenommen werden. Eine Besonderheit, da im bildungswissenschaftlichen Diskurs Studien zu kompetenzorientierter sowie an formalen Aspekten orientierter Bildung dominieren, so Hermes. So trägt die englischsprachige Veröffentlichung grundlegende Aspekte lebensweltorientierter (Familien-)Bildung in den internationalen Forschungsdiskurs.
Zitation:
Hermes, M. / Müller-Giebeler, U. (2026): Familienbildung – Skizze einer Theorie. Weinheim.
Hermes, M. / Müller-Giebeler, U. (2026): Doing Family Education between between experience-based exchange and science-based intervention. Participant Observation on family education in Germany. In: Swiss Journal of Educational Research.
zur Publikation
Prof. Dr. Michael Hermes
Professor für Theorien, Konzepte & Methoden Sozialer Arbeit - Schwerpunkt Familienbildung
Köln, Sozialwesen