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| Aachen,

Wie die Trauergruppe helfen kann

Digitales Symposium zu einer Studie über das Aachener Projekt „diesseits“

Nach dem Tod einer nahestehenden Bezugsperson bleiben viele Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer allein. Vor zehn Jahren rief die Pfarre Franziska von Aachen daher ein niederschwelliges Kontakt- und Beratungsangebot ins Leben. Die Angebote umfassen begleitete Trauergruppen und Einzelsprechstunden für Kinder und Jugendliche, Beratung für die Eltern der teilnehmenden Kinder sowie die Trauergruppe „diesseits 20plus“ für junge Erwachsene. Nun wurde an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho), Abteilung Aachen, in einer Evaluationsstudie die bisherige Arbeit des Trauerprojekts untersucht. Im Rahmen von ausführlichen qualitativen Interviews wurden insgesamt 15 Teilnehmer_innen und teils ehrenamtliche Gruppenleiterinnen befragt.

Alle Befragten bewerteten ihre Teilnahme an der Trauergruppe von „diesseits“ beziehungsweise „diesseits 20plus“ als hilfreich. Besonders hervorgehoben wurde dabei der Kontakt und Erfahrungsaustausch mit anderen jungen Menschen, die „das gleiche durchmachen“. Als tröstlich wurde die Gewissheit erlebt, bei „diesseits“ einen Ort für seine Trauer und das Gedenken an den Verstorbenen zu haben und dort im Bedarfsfall immer „jemanden zum Reden“ zu haben. Auch die Möglichkeit zum ausführlichen Erinnern und Erzählen über den Verstorbenen wurde als wohltuend beschrieben. Für jüngere Kinder sind Möglichkeiten besonders wichtig, die über das Darüber-Reden hinausgehen, wie zum Beispiel kreative und tiergestützte Angebote.

 

Welche Schlussfolgerungen ergeben sich nun für die psychosoziale Versorgung von trauernden Kindern und Jugendlichen? Inwiefern steht „diesseits“ beispielhaft für einen bedürfnisorientierten Ansatz von Seelsorge, der der „Sorge um die Seele“ im Hier und Jetzt Ausdruck und Raum gibt?

Um diese Fragen wird es am Dienstag, 04. Mai 2021, von 17:00 bis 18:30 Uhr bei einem digitalen Symposium gehen, zu dem Prof. Dr. Johannes Jungbauer und Prof. Dr. Rainer Krockauer einladen. Die kostenfreie Veranstaltung wendet sich vor allem an haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte aus der Hospiz- und Trauerarbeit, an Studierende und Lehrende der katho sowie Pädagog_innen aus Kitas und Schulen.

 

Die Anmeldung ist möglich bis zum 30. April 2021. Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Webex-Link zum Einloggen.

Anmeldung unter: diesseits-symposium(at)katho-nrw.de

Hier finden Sie den Veranstaltungsflyer.

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