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| Paderborn,

Zu neuen Ufern

Eindrücke aus dem Fachbereich Theologie in der Startphase des Wintersemesters 2022/2023: Prof.in Dr.in Bergit Peters ist neue Dekanin, Dienstbesprechung, Einführungstage für Erstsemester und Immatrikulationsfeier.

Die neue Dekanin des Fachbereichs Theologie Prof.in Dr.in Bergit Peters mit den Prodekanen Prof. Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld (links) und Prof. Dr. Kai G. Sander (rechts).

Der Wechsel in der Dekanatsleitung steht an: Ab dem 01. September 2022 ist Prof.in Dr.in Bergit Peters neue Dekanin, zur Seite stehen ihr die beiden Prodekane Prof. Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld und Prof. Dr. Kai G. Sander, vormals seit dem Jahr 2016 Dekan des Fachbereichs Theologie. Das neue Team sieht sich in seiner Amtszeit den Zielen von Kommunikation, Aufbruch und Teamgeist verpflichtet. Lehrende und Studierende im Fachbereich danken dem „alten“ Dekan ganz herzlich für seine wirklich umsichtige und kluge Amtsführung. Und wir alle wünschen der neuen Dekanin wie auch ihrem Team viel Glück und eine gute Hand in allem Tun. Dann aber, nach den stillen sommerlichen Wochen, füllen sich Gänge und Räume im Hochschulgebäude.

Dienstbesprechung in starker Atmosphäre

Die Hochschulleitung lädt vom 20.09. bis zum 21.09.2022 zur Dienstbesprechung. 120 Kolleginnen und Kollegen aus allen Fachbereichen unserer Hochschule sind aufgefordert, sich Gedanken über das Thema „Nachhaltigkeit“ in Verwaltung, Forschung und Lehrbetrieb zu machen. In fünf Workshops erarbeiten die Anwesenden Modelle und Perspektiven einer nachhaltigen Hochschule. Rektor, Pro-Rektorin, Pro-Rektor und Kanzler versprechen in engagierten Statements, die gewonnenen Einsichten und Erkenntnisse in anstehende Reformen und Kurskorrekturen einfließen zu lassen. Trotz aller Diskussionen, trotz aller guten Gespräche bei Workshops und kollegialen Begegnungen, in denen die Thematik der „Nachhaltigkeit“ gedanklich eingeholt und ihr Potenzial, dem Kontext von Forschung und Lehre prägende Gestalt zu geben, ausgelotet wird - wir alle spüren es: Die Debatte um die Nachhaltigkeit findet momentan in einem gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Rahmen statt, den noch vor wenigen Monaten kaum jemand für denkbar und möglich gehalten hätte. Im Osten Europas wütet ein blutiger und grausamer Krieg, dessen Ausgang ungewiss ist und der aller Voraussicht nach unseren gewohnten Lebensstil auf Zukunft hin gründlich hinterfragen und verändern wird – das prägt unser Zusammensein, ist in den Tagen der Dienstbesprechung ständig in Gesprächen und Begegnungen präsent. So hat die Dienstbesprechung 2022 ihr zweites, dominierendes Thema gefunden. Während der Dienstbesprechung bewährt sich die Abteilung Paderborn einmal mehr als gastfreundlicher, schöner Ort. Die Dekanate der Fachbereiche Sozialwesen und Theologie sowie die Verwaltung des Fachbereichs arbeiten Hand in Hand, organisieren Tagungsräume und Aufenthaltsmöglichkeiten, sichern den reibungslosen Ablauf der Dienstbesprechung. Kompetent und engagiert steht unser neuer Haustechniker, Herr Atur Grytz, allen mit Rat und Tat zur Seite, die Säle und Seminarräume von Programmpunkt zu Programmpunkt je neu herzurichten haben.

Vielseitige Präsenzwoche für die Präsenz- und Fernstudierenden

Und nun nimmt das neue Semester merklich an Fahrt auf. Vom 26. bis zum 30. September 2022 richtet der Fachbereich Theologie Einführungstage für die Erstsemester des Studiengangs Angewandte Theologie aus. Parallel dazu findet die Präsenzwoche für die Studierenden der Kohorten 2018 bis 2021 im Fernstudium statt. Damit ist das Wintersemester 2022/2023 ganz offiziell an den Start gegangen – die Erstsemester lernen Module, Dozierende, aber auch die Gänge und Räumlichkeiten der Hochschule kennen; die Fernstudierenden haben Gelegenheit, jenseits der eigenen vier (Studien-)Wände miteinander- und mit den Dozierenden über Prüfungen, Hausarbeiten, Studienprojekte zu reden. Das, was qua Bildschirm oft fern und auch abstrakt erscheint, gewinnt dabei durch Nähe, Austausch und persönliches Gespräch. Das Programm der Präsenzwoche ist ungemein vielfältig – es reicht von Bibliotheksführungen über Gebetszeiten bis zu Workshops, in denen die Dozierenden ihr Fach präsentieren oder auch zu aktuellen Themen laden, die zur Debatte spannende Gelegenheit geben.

Ob sich hier Türen zur Zukunft öffnen? Wir Dozierende im Fachbereich Theologie staunen nicht schlecht, als sich herausstellt, dass von den 27 Studierenden 19 im Fernstudium, 8 Studierende im Präsenzstudium sind. Das Fernstudium gewinnt somit für unseren Fachbereich eine ganz eigene Bedeutung. Wir werden fortan – noch intensiver als bisher - unsere Lehrveranstaltungen ganz bewusst sowohl auf die Eigenheiten der Präsenzlehre wie auch auf die Eigenheiten des Fernstudiums abstimmen müssen. Überdies zeigt sich eine Verschiebung in der Altersstruktur unserer Neuanfänger. War die Aufnahme eines Studiums in früheren Jahren zumeist Sache junger bis sehr junger Studierender, entscheiden sich heute Menschen in der mittleren Lebensphase für das Studium der Angewandten Theologie. Auch dies stellt Fragen an die zu vermittelnden Inhalte wie auch an die zu praktizierende Didaktik.

Immatrikulationsfeier – festliches Ereignis und besinnlicher Semesterstart

In die Präsenzwoche fällt auch die Immatrikulationsfeier für die Erstsemester, in diesem Jahr ausgerichtet vom Fachbereich Sozialwesen. Auf gute Weise fällt auf, wie locker und entspannt es zugeht. Da wäre zunächst ein stimmungsvoller Wortgottesdienst in der Marktkirche, der es unseren Studienanfängern erlaubt, anzukommen und beim Ankommen Unsicherheiten, Fragen, aber auch Erwartungen und Hoffnungen in die Stille zu halten. Der Gottesdienst – vorbereitet von Frau Lara Dulige, Prof. Dr. Gregor Buß und Prof. Dr. Wilhelm Tolksdorf – hat das bekannte Lied „Wagt euch zu den Ufern“ zu seinem Thema. Christian Nolden (Paderborn) begleitet hier sensibel und ideenreich an der Orgel. Der Übergang in neue Räume, Phasen, Lebensabschnitte – in der Abrahamsgeschichte, die uns Prof. Dr. Gregor Buß meditativ nahebringt – wird dies zum Ausdruck eines Vertrauens, das sich auf das Leben einlässt. Frau Lara Dulige, Dekanatsreferentin im Fachbereich Sozialwesen, redet in einem kurzen Impuls genau davon: Dass es sich lohnt, neue Wege zu gehen, etwas zu beginnen; dass es gut ist, mit Mut und Entdeckerfreude neue Ufer zu betreten. Die Hochschule, so Frau Dulige, biete hier jede Menge an Möglichkeiten. Bei den Gottesdienstbesuchern begehrt sind die kleinen Engel, die ihnen gegen Ende des Wortgottesdienstes am Ausgang der Marktkirche in die Hand gelegt werden. Stets gute Kräfte auf ihrem Weg, das sind unsere Wünsche für die Studienanfänger, die sich nach dem Gottesdienst in kleinen Gruppen fröhlich auf den Weg Richtung Hochschule begeben. Dort, im großen Hörsaal AM 001, werden sie von Abteilungssprecher Dekan Prof. Dr. Dr. Martin Hörning begrüßt, der sich in seiner Ansprache an seinen eigenen Studienbeginn erinnert – und seine Erwartungen an einen Immatrikulationstag formuliert: Eigentlich gehe es darum, so der Dekan des Fachbereichs Sozialwesen, dass ein solcher Tag Menschen einlädt, ihren eigenen (Lebens-)Weg zu gehen und sie darin in ihren Erwartungen und Wünschen bestärkt. Der kleine Festakt, der nun folgt – und von dem hier an anderer Stelle berichtet werden wird – greift in jedem der Beiträge diese Überlegungen auf. Eines sei aber schon hier verraten: Wir werden Zeuge eines (ungeplanten) Experimentes. Die Hauptrednerin des Vormittages, die Dekanin des Fachbereichs Theologie, Frau Prof.in Dr.in Bergit Peters, ist leider plötzlich erkrankt. Ihr Vortrag, den sie minutiös und liebevoll mit einer schönen PowerPoint-Präsentation vorbereitet hat, wird aber trotzdem gehalten: Er erhält die Stimme von Pro-Dekan Prof. Dr. Feeser-Lichterfeld, der sich das Vorbereitete angeeignet hat und nun meisterlich im Namen und ganz in der Intention unserer Dekanin vorträgt. „Werdet, was ihr seid: echt stark, kompetent und großartig“, so der Titel, den sich Frau Prof.in Dr.in Peters zum Ausgangspunkt ihrer Erörterungen gesetzt hat. Hoffen wir in diesem Sinne für unsere neuen Studierenden nur das Beste. Und ich weiß: Nun hat es wirklich begonnen, das neue Semester. Und das bedeutet: Zu neuen Ufern.

Prof. Dr. Wilhelm Tolksdorf

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