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Zwischen Studium und Praxis: Soziale Arbeit im Dialog erleben

Studierende vom Standort Aachen gewinnen bei der Initiative „Wir alle Aachen“ wertvolle Einblicke in Vernetzung, Engagement und berufliche Perspektiven. Das Netzwerk setzt sich für Demokratieförderung, soziale Gerechtigkeit und ein gutes Leben für alle ein.

Pauline Reifferscheidt (links im Bild) mit den Studierenden des Seminars

Am 24. April hatten Studierende der katho am Standort Aachen gemeinsam mit ihrer Seminarleitung Pauline Reifferscheidt die Gelegenheit, eine Veranstaltung von „Wir alle Aachen“ in der Citykirche Aachen zu besuchen.

Demokratie leben, Vielfalt gestalten: Das Netzwerk „Wir alle Aachen“ 

„Wir alle Aachen“ ist ein wachsender Zusammenschluss von Menschen und Organisationen, die sich für Demokratieförderung, Solidarität und ein „gutes Leben für alle“ einsetzen. Die Initiative schafft Begegnungsräume, in denen Teilhabe und Gleichwürdigkeit gestärkt werden. Ziel ist es, Demokratie, gesellschaftliche Vielfalt, soziale Gerechtigkeit und aktive Mitwirkung zu fördern. Ganzjährig finden Veranstaltungen statt, die zum Kennenlernen, Mitmachen und Vernetzen einladen.

Exkursion in die Citykirche: Ein Tag voller Austausch, Netzwerken und Berufsorientierung

Vor Ort wurden die Studierenden herzlich vom Team der Initiative empfangen. Neben der Vorstellung der Arbeit von „Wir alle Aachen“ bot sich Raum für Austausch, Fragen und persönliche Gespräche. Die Exkursion ermöglichte einen praxisnahen Einblick in aktuelle Initiativen und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig Soziale Arbeit im lokalen Kontext gestaltet wird.

Warum Netzwerke im Studium der Sozialen Arbeit entscheidend sind

Im Mittelpunkt standen insbesondere die Bedeutung von Netzwerken, die Verbindung zwischen Studium und beruflicher Praxis sowie die eigene Orientierung innerhalb der professionellen Identität. Im direkten Austausch mit den Akteur_innen vor Ort konnten die Studierenden wertvolle Kontakte knüpfen und unterschiedliche berufliche Perspektiven kennenlernen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, bereits während des Studiums aktiv Netzwerke aufzubauen und den Dialog mit der Praxis zu suchen.

Von der Theorie zur Praxis: Wie das Seminar „Professionelle Identität“ Studierende auf den Beruf vorbereitet

Die Exkursion bildete somit eine wichtige Brücke zwischen den theoretischen Inhalten des Seminars „Professionelle Identität und Karriereplanung in der Sozialen Arbeit“ und konkreten beruflichen Handlungsfeldern. Sie unterstützte die Studierenden dabei, ihre professionelle Haltung weiter zu reflektieren und zu schärfen. Es wurde deutlich: Haltung in der Sozialen Arbeit ist kein Add-on, sondern das Fundament, auf dem Theorie und Praxis zusammenfinden.

Seminarziele und praktische Erfahrung

Im Seminar setzen sich die Studierenden intensiv mit der Entwicklung ihrer professionellen Identität auseinander, aufbauend auf den im Studium erworbenen Theorien und Methoden. Ein besonderer Fokus liegt auf Selbstreflexion und Stärkenanalyse. Darüber hinaus beschäftigen sich die Teilnehmenden mit aktuellen Trends und Zukunftsperspektiven im sozialen Sektor und entwickeln praxisorientierte Strategien für ihre Karriereplanung. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis der eigenen professionellen Rolle zu erlangen und dieses reflektiert und authentisch in die spätere Berufspraxis einzubringen.

„Haltung zeigt sich im Handeln“: Seminarleitung Pauline Reifferscheidt im Interview

Pauline Reifferscheidt resümiert als Seminarleitung den Besuch der Veranstaltung bei „Wir alle Aachen“ wie folgt: „Besonders prägnant wurde in den Gesprächen dabei die Bedeutung einer reflektierten Haltung: Wie gehe ich als Fachkraft mit unterschiedlichen Perspektiven um? Die Gespräche mit den Akteur_innen zeigten, dass Haltung kein statisches Konzept ist, sondern sich im konkreten Handeln – etwa in der Moderation von Konflikten oder der Gestaltung von Teilhabeprozessen – ständig neu bewähren muss.“

Pauline Reifferscheidt

Lehrkraft für besondere Aufgaben

Aachen, Sozialwesen

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