IBAS-Fachforum: „Ist das antisemitisch? Definitionen und ihre Grenzen in der Hochschulpraxis“
Auf einen Blick
| Datum und Uhrzeit | 30.09.2026, 10:00 - 16:00 Uhr |
|---|---|
| Ort/ Adresse | Karl Rahner Akademie |
| Referent_innen | Matheus Hagedorny, Katrin Henkelmann, Nikolas Lelle, Andreas Stahl, Tom Uhlig u. a. |
| Anmeldezeitraum | Anmeldung bis zum 20. September 2026 |
| Anmeldeinformationen | Die Anmeldung ist geöffnet. Link siehe unten. |
| Veranstalter |
Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) |
Definitionen von Antisemitismus erwecken die Erwartung, Unsicherheiten im Umgang mit Antisemitismus zu beseitigen. Tatsächlich sind sie im Wortsinne Arbeitsdefinitionen, die Raum für verschiedene Interpretationen lassen, oft keine klaren Antworten geben und neue Fragen aufwerfen. Das erste IBAS-Fachforum stellt sich diesem drängenden Problem in drei Teilen.
Nach einer Begrüßung durch den Kanzler der katho, Bernward Robrecht, und Stephan Grigat wird Andreas Stahl von ZeBA NRW über antisemitische Vorfälle an Hochschulen berichten. Dabei geht er auch auf die Kriterien ein, nach denen die Recherche- und Informationsstelle RIAS Antisemitismus erfasst. Außerdem geht Stahl beispielhaft auf nicht als antisemitisch erfasste Fälle ein, die im Graubereich zwischen Judenfeindschaft und verzerrter Darstellung von Israel und jüdischem Leben liegen.
Anschließend beleuchten Nikolas Lelle (Leiter der Aktionswochen gegen Antisemitismus, Amadeu Antonio Stiftung) und Tom Uhlig (Vertretungsprofessor für Demokratieförderung, Hochschule RheinMain) die wissenschaftlichen und politischen Ebenen der Antisemitismusdefinitionen, um einen vertieften Einblick in die Tücken einer klaren und allgemein anerkannten Eingrenzung des Phänomens zu geben.
Nach einer Mittagspause werden Katrin Henkelmann und Matheus Hagedorny (CARS, katho) gemeinsam mit den Teilnehmenden im Rahmen von kollegialen Fallberatungen gemeldete Vorfälle besprechen, an denen entlang Graubereiche und offene Fragen der Prävention und Intervention diskutiert werden können.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Hochschulbeschäftigten sowie Mitglieder der studentischen Selbstverwaltung.
PROGRAMM
| 10:00–10:15 | Begrüßung & Einleitung |
| 10:15–11:15 | Grenzen und Grauzonen der Erfassung antisemitischer Vorfälle an Hochschulen |
| 11:15–11:30 | Kaffeepause |
| 11:30–13:00 | Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung |
| 13:00–14:00 | Mittagspause |
| 14:00–16:00 | Kollegiale Fallberatung |
▶ Programm & Informationen zu den Referent_innen (PDF)
▶ Hier geht es zur Anmeldung
Weitere Informationen
Prof. Dr. Stephan Grigat
Professor für Theorien & Kritik des Antisemitismus, Leiter des Centrums für Antisemitismus- & Rassismusstudien (CARS)
Aachen, Sozialwesen
Matheus Hagedorny
Wissenschaftliche Leitung im Projekt „Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten“ (IBAS)
Köln, Sozialwesen
Katrin Henkelmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Israelbezogenem Antisemitismus an Hochschulen entgegentreten“ (IBAS)
Aachen, Sozialwesen