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Ausstellung „Bethlehem: Leben, Land und Hoffnung“ in Köln eröffnet

In Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem zeigt die katho am Standort Köln bis zum 31. August die Ausstellung „Bethlehem: Leben, Land und Hoffnung“ mit Werken der palästinensischen Fotograf_innen Elias Halabi und Bayan Najajreh. Zur feierlichen Eröffnung versammelten sich knapp 50 Gäste, darunter Studierende des Austauschprogramms und Mitglieder der Städtepartnerschaft.

Fotograf Elias Halabi erläutert auf seinem Online-Bildschirm die Hintergründe der Fotografien. - Weitere Bilder finden Sie in der Galerie unterhalb des Textes.

Nach einer Begrüßung durch Prof.in Dr.in Annette Müller (katho) und Janna Grewer-Willwoll (Vertreterin Städtepartnerschaftsverein) folgte ein vielseitiges Programm: Dezernentin Eva Franzke dankte in Vertretung der verhinderten Rektorin in ihren Grußworten für das Engagement aller Beteiligten. So hatte Prof. Dr. Josef Freise, emeritierter Professor der katho, vor zwanzig Jahren die Hochschulpartnerschaft zwischen der katho und der Universität Bethlehem initiiert. „Diese Verbindung beruhte von Anfang an auf Vertrauen, Zuversicht und dem unermüdlichen Einsatz beider Seiten – trotz politischer Herausforderungen“, betonte Freise. Dass das Jubiläum nicht gemeinsam gefeiert werden könne, sei schmerzhaft, doch die Ausstellung biete „Impulse zum Austausch und die Hoffnung auf Frieden, Verständnis und eine gemeinsame Zukunft“.

In einer Videobotschaft unterstrich der Bürgermeister von Bethlehem, Hanna Hanania, die Bedeutung der deutsch-palästinensischen Freundschaft. Dr. Albrecht Schröter vom Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem erläuterte sodann die historische und aktuelle Bedeutung der Verbindung zwischen den beiden Städten.

Fotografie als Medium der Hoffnung

Im Mittelpunkt standen die beiden Fotograf_innen, die ihr Schaffen vorstellten. Elias Halabi, visueller Geschichtenerzähler aus Bethlehem, dokumentiert in seinen Arbeiten das reiche palästinensische Kulturerbe und die Widerstandsfähigkeit der Menschen. Bayan Najajreh, die in einem Dorf bei Bethlehem lebt, widmet sich spontanen, emotionalen Momenten. Nach ihrem Diplom in Fotografie an der Dar Al-Kalima University fängt sie in ihren Bildern die Schönheit des Alltäglichen ein.

Bei einem geführten Rundgang durch die rund 40 ausgestellten Bilder in den Fluren und im Foyer der katho erläuterte Elias Halabi die Hintergründe seiner Werke und beantwortete Fragen des Publikums. Die Aufnahmen zeigen ein Bethlehem jenseits der Klischees: lachende Kinder, offene Gesichter, traditionelle Landwirtschaft auf jahrhundertealten Terrassen – ein „Kontrast zu den leidvollen Bildern, die uns sonst in den Nachrichten begegnen“, wie eine Besucherin anmerkte. „Diese Fotos geben Hoffnung.“

Zum Abschluss lud Prof.in Dr. Annette Müller die Gäste ein, ihre Wünsche und Hoffnungen auf Zettel zu schreiben und sie als sichtbares Zeichen in einen Olivenbaum zu hängen – ein Symbol für Frieden und Verbindung. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Yaman Suhem auf der Qanoun, einer orientalischen Kastenzither, und dem katho-Chor.

Die Ausstellung „Bethlehem: Leben, Land und Hoffnung“ ist noch bis zum 31. August in den Fluren der katho am Standort Köln (Foyer, Etagen 1 und 4) zu sehen.

 

IMPRESSIONEN

Zwei Frauen, eine mit Mikrofon, stehen vor einem Redepult. Hinter ihnen ist eine Leinwand mit zwei Onlineräumen. Prof.in Dr.in Annette Müller (katho, links) und Janna Grewer-Willwoll (Vertreterin Städtepartnerschaftsverein) begrüßen die Gäste im Senatssaal der katho.
Vor mehreren mit Personen besetzten Sitzreihen steht ein Mann mit Mikrofon und spricht Dr. Albrecht Schröter vom Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem spricht über die tiefe Verbundenheit der beiden Städte.
Ein Mann spielt sitzend auf einem zitherähnlichen Instrument. Neben ihm hält jemand ein Mikrofon. Yaman Suhem spieklt auf der Qanoun, einer orientalischen Kastenzither.
Vier Personen stehen vor großformatigen Fotografien, drei von ihnen sind miteinander im Gespräch. Die Gäste betrachten die Fotografien von Elias Halabi und Bayan Najajreh. Links im Bild: Prof. Dr. Josef Freise, emeritierter Professor der katho, der die Hochschulpartnerschaft mit der Universität Bethlehem initiiert hatte.
Drei junge Männer betrachten großformatige Fotos an einer Wand. Das mittlere Foto zeigt fünf Frauen, die Kopftuch tragen.
Zwei großformatige Bilder hängen über Eck an einer Wand. Links sitzt ein Mann in seiner Werkstatt, rechts treffen Frauen und ihre Kinder an einer Grenzmauer auf zwei Soldaten.
Auf einer Leinwandpräsentation ist ein Bild mit Frauen, Kindern und zwei Soldaten zusehen, ergänzt mit Texten. Menschen in Sitzreihen schauen Richtung Leinwand. Elias Halabi (rechts oben im Bildschirm) erläutert online die Hintergründe der Fotografien.
M;ehrere Personen stehen in einem Halbkreis und singen, einige von ihnen klatschen dabei. Neben ihnen spielt eine Frau Keyboard. Auch der katho-Chor war Teil des musikalischen Rahmens.
An einem Olivenbaum hängen mehrere Zettel mit kleinen Bildern. Eine hand hänmgt eine wieteren Zettel an den Baum. Im Hintergrund ist eine Präsentation mit Fotos und Texten zu sehen. Die Gäste hängen ihre Wünsche und Hoffnungen als sichtbares Zeichen in einen Olivenbaum.

KONTAKT

Prof'in Dr.'in Annette Müller

Professorin

Köln, Sozialwesen

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