Ausstellung „Bethlehem: Leben, Land und Hoffnung“ in Köln eröffnet
Nach einer Begrüßung durch Prof.in Dr.in Annette Müller (katho) und Janna Grewer-Willwoll (Vertreterin Städtepartnerschaftsverein) folgte ein vielseitiges Programm: Dezernentin Eva Franzke dankte in Vertretung der verhinderten Rektorin in ihren Grußworten für das Engagement aller Beteiligten. So hatte Prof. Dr. Josef Freise, emeritierter Professor der katho, vor zwanzig Jahren die Hochschulpartnerschaft zwischen der katho und der Universität Bethlehem initiiert. „Diese Verbindung beruhte von Anfang an auf Vertrauen, Zuversicht und dem unermüdlichen Einsatz beider Seiten – trotz politischer Herausforderungen“, betonte Freise. Dass das Jubiläum nicht gemeinsam gefeiert werden könne, sei schmerzhaft, doch die Ausstellung biete „Impulse zum Austausch und die Hoffnung auf Frieden, Verständnis und eine gemeinsame Zukunft“.
In einer Videobotschaft unterstrich der Bürgermeister von Bethlehem, Hanna Hanania, die Bedeutung der deutsch-palästinensischen Freundschaft. Dr. Albrecht Schröter vom Städtepartnerschaftsverein Köln-Bethlehem erläuterte sodann die historische und aktuelle Bedeutung der Verbindung zwischen den beiden Städten.
Fotografie als Medium der Hoffnung
Im Mittelpunkt standen die beiden Fotograf_innen, die ihr Schaffen vorstellten. Elias Halabi, visueller Geschichtenerzähler aus Bethlehem, dokumentiert in seinen Arbeiten das reiche palästinensische Kulturerbe und die Widerstandsfähigkeit der Menschen. Bayan Najajreh, die in einem Dorf bei Bethlehem lebt, widmet sich spontanen, emotionalen Momenten. Nach ihrem Diplom in Fotografie an der Dar Al-Kalima University fängt sie in ihren Bildern die Schönheit des Alltäglichen ein.
Bei einem geführten Rundgang durch die rund 40 ausgestellten Bilder in den Fluren und im Foyer der katho erläuterte Elias Halabi die Hintergründe seiner Werke und beantwortete Fragen des Publikums. Die Aufnahmen zeigen ein Bethlehem jenseits der Klischees: lachende Kinder, offene Gesichter, traditionelle Landwirtschaft auf jahrhundertealten Terrassen – ein „Kontrast zu den leidvollen Bildern, die uns sonst in den Nachrichten begegnen“, wie eine Besucherin anmerkte. „Diese Fotos geben Hoffnung.“
Zum Abschluss lud Prof.in Dr. Annette Müller die Gäste ein, ihre Wünsche und Hoffnungen auf Zettel zu schreiben und sie als sichtbares Zeichen in einen Olivenbaum zu hängen – ein Symbol für Frieden und Verbindung. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Yaman Suhem auf der Qanoun, einer orientalischen Kastenzither, und dem katho-Chor.
Die Ausstellung „Bethlehem: Leben, Land und Hoffnung“ ist noch bis zum 31. August in den Fluren der katho am Standort Köln (Foyer, Etagen 1 und 4) zu sehen.
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KONTAKT
Prof'in Dr.'in Annette Müller
Professorin
Köln, Sozialwesen