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Pop-Up-Café „Kaffee ohne Filter“: Konzept von Studierenden an Bedburger Schulzentrum umgesetzt

In Bedburg trafen sich kürzlich katho-Studierende, Professorin Katharina Motzke und die Lehrbeauftragte Sandra Rostock aus erfreulichem Anlass: Sie besuchten am dortigen Schulzentrum das neue Pop-Up-Café „Kaffee ohne Filter“. Die Idee dazu basiert auf einem Konzept von Studierenden.

Prof.in Dr.in Katharina Motzke (links) beim Vor-Ort-Besuch mit Carsten Essen (Leiter Jugendamt Bedburg, 2.v.l.), Helena Gehring (Jugendhilfeplanerin Bedburg, 3.v.l.), drei Studierende und Sandra Rostock (Fachberaterin für Jugendhilfeplanung des LVR, rechts).

Sitzsäcke und ein Sofa laden zum Verweilen im Open-Air-Café ein.

Mit einem Aufsteller machen die Café-Mitarbeitenden die Schüler_innen auf dem Schulhof auf ihr Angebot aufmerksam.

Schüler_innen haben sich auf einem Wish Board mit ihren Wünschen ans neue Jahr 2026 verweigt.

Mit Sofa, Sitzsäcken und warmen Getränken auf dem Schulhof sprechen die Standmitarbeitenden seit September im „Kaffee ohne Filter“ einmal im Monat Jugendliche des Bedburger Schulzentrums an – mit dem Ziel, mit ihnen in Kontakt zu kommen und herauszufinden, was junge Menschen im ländlichen Raum bewegt und welche Wünsche, Bedürfnisse und Interessen sie haben.


Gute Kontakte ermöglichten Praxistransfer

Die Idee zum Pop-Up-Jugendcafé basiert auf einem Planungskonzept, das die Kölner katho-Studierenden Julia Ernst, Judith Henneken, Benjamin Karenke und Marvin Schröder im Seminar „Innovative Jugendhilfeplanung“ des Masterstudiengangs „Innovationsmanagement in der Sozialen Arbeit“ im vergangenen Sommersemester entwickelt hatten. Dass das Konzept mit dem Titel „Jugendhilfeplanung im Bereich der Jugendförderung eines Jugendamtes im ländlichen Raum in NRW“ in die Praxis umgesetzt wurde, ist auch Sandra Rostock zu verdanken, die neben ihrer Lehrtätigkeit an der katho als Fachberaterin für Jugendhilfeplanung des LVR arbeitet. Dank ihrer Praxiskontakte diskutierten bei der Präsentation der studentischen Konzepte im Seminar auch zwei Jugendhilfeplaner_innen mit, die wiederum die innovativen Ansätze in ihre Arbeitskreise trugen. Und dort griff Helena Gehring aus dem Jugendamt der Stadt Bedburg spontan die Idee auf und machte sich an die lokale Umsetzung.

Das „Kaffee ohne Filter“ am Bedburger Schulzentrum soll durch seinen innovativen „angebotsimitierenden Zugang“ Bedarfe der Jugendlichen insbesondere zur Demokratiebildung im ländlichen Raum ermitteln. Dass das Café gut angenommen wird, belegt das Vision Board auf dem Klapptisch: Hier hinterließen die Schüler_innen bei ihren Café-Besuchen ihre Wünsche für das Jahr 2026, aus denen sich auch mögliche Bedarfe für die Jugendhilfeplanung ableiten lassen.
 

Vernetzung und weitere Planung

Der Vor-Ort-Besuch war zudem ein erfolgreiches Vernetzungstreffen: Der Jugendamtsleiter Carsten Esser zeigte sich interessiert, als Praxisstelle beim Kölner Studiengang „BASA dual“ einzusteigen und bot die Schulsozialarbeit der Stadt Bedburg als Praxisstelle für das Praxissemester im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an. Die beteiligten Studierenden, die bald ihren Master abschließen werden, machte er auf freie Stellen im Jugendamt Bedburg aufmerksam. Doch damit nicht genug: Fachberaterin Sandra Rostock schlug allen Beteiligten  vor, dass sie das Planungskonzept inklusive Umsetzung im März 2026 bei der kommenden LVR-Jahrestagung der Jugendhilfeplanung im Rheinland präsentieren.
 

Studierende glücklich über Umsetzung ihrer Idee

„Das ist wirklich ein gelebter Praxistransfer“, sagt Katharina Motzke. Aus ihrer Fachkenntnis der Praxis weiß sie, dass eine Umsetzung wie in Bedburg eher die Ausnahme ist. „Umso erfreulicher ist es für meine Studierenden, hier ihre Idee eines Pop-Up-Cafés für Jugendliche in Aktion zu erleben“, so die Professorin weiter. Das könne auch eine gute Motivation für zukünftige katho-Studierende sein. „Es ist verrückt jetzt hier zu stehen und unser Konzept hier vor Ort umgesetzt zu sehen“, bestätigen die Studierenden andächtig.
 

Prof'in Dr. Katharina Motzke

Kontakt

Prof'in Dr. Katharina Motzke

Professorin für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit

Köln, Sozialwesen

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