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Working Paper des IBuD: „Systemische Inklusionsassistenz in der Städteregion Aachen“

Wie kann Inklusionsassistenz in Schule gelingen? Eine neue Forschungsstudie analysiert die multiprofessionell organisierte Praxis im Aufgabenfeld des gemeinsamen Lernens, die in einem Modellprojekt der Städteregion Aachen auf den systemischen Einsatz von Inklusionsassistenzen setzt.

Das Modellprojekt Koordinierungs- und Beratungsstelle für systemische Inklusionsassistenz (KOBSI) fördert seit 2015 das gemeinsame Lernen in Schulen in der Städteregion Aachen. Ziel ist es, Inklusion durch eine bedarfsgerecht agierende, im Gesamtsystem Schule verankerte Assistenz zu stärken. Statt individueller Schulbegleitungen, die sich auf den Einzelfall konzentrieren, wurden unter dem Namen Systemische Inklusionsassistenz neue Stellen direkt an den Schulen geschaffen. Diese sollen das Gemeinsame Lernen in den Klassen begleiten und Schülerinnen* mit besonderen Förderbedarfen im und neben dem Unterrichtsgeschehen unterstützen.

Im Kontext dieses Modellprojektes liegt nun der Abschlussbericht einer Forschungsstudie vor, in der Prof. Dr. Dominik Farrenberg mit seinem Forschungsteam untersucht hat, wie das Aufgabenfeld des Gemeinsamen Lernens in der Praxis an den einzelnen Schulen organisiert wird und welche Aufgaben und Tätigkeiten die Systemischen Inklusionsassistenzen in der Zusammenarbeit mit den Fach- und Lehrkräften konkret wahrnehmen. Hierfür wurden zum einen teilnehmende Beobachtungen in einigen Schulen im Bezirk des Schulamtes für die Städteregion Aachen durchgeführt. Diese Form der Feldforschung wurde zum anderen durch Gruppendiskussionen mit Lehrkräften sowie den Fachkräften des multiprofessionellen Teams ergänzt. Der Fokus der Forschung lag dabei darauf, wie die Tätigkeiten der Systemischen Inklusionsassistenz in Kooperation mit und in Abgrenzung von den anderen beteiligten Berufsgruppen verhandelt, festgelegt, interpretiert und auch begrenzt werden. Im Fokus steht damit auch, wie Fragen von Kompetenz, Zuständigkeit und Deutungshoheit innerhalb der multiprofessionellen Neuordnung be- und verhandelt werden und wie diese Fragen inhaltlich beantwortet werden. Damit verweisen die empirisch rekonstruierten Ergebnisse u. a. auch auf berufsgruppenspezifische Profilbildungen.

 

ZUM AUTOR

Dominik Farrenberg, Dr. phil., ist Professor für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen am Standort Aachen. Seine Arbeitsschwerpunkte sind erziehungswissenschaftliche Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit, regierungstheoretische Perspektiven auf Erziehungs- und Fürsorgeverhältnisse, Kindheitsforschung sowie ethnographische und diskursanalytische Forschungszugänge.

ZUR VERÖFFENTLICHUNG

Die Working Papers des IBuD erscheinen frei zugänglich im Open Access auf dem Hochschulschriftenserver KiDokS, der von der Hochschulbibliothek gepflegt wird.

 

Prof. Dr. Dominik Farrenberg

Prof. Dr. Dominik Farrenberg

Prodekan II / Studiengangsleitung Bachelor Soziale Arbeit; Professur für Theorien und Konzepte Sozialer Arbeit, Schwerpunkt: Sozialpädagogische Zugänge

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