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Workshops zu Kunst im digitalen Raum: „Danke für diesen unvergesslichen Impuls!“

Nach einer coronabedingten längeren Pause fanden am 30. November 2021 zwei künstlerische Workshops im ZÄSKO der Abteilung Aachen statt. Dabei war der Ästhetik-Begriff im Namen des „Zentrums für Ästhetik und Kommunikation“ (ZÄSKO) impulsgebend: Wenn Ästhetik ursprünglich die Lehre von der Wahrnehmung bzw. vom sinnlichen Anschauen bedeutet, dann meint ästhetisch alles das, was die Sinne wahrnehmen, was uns berührt und wie wir uns und die Welt erfahren. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnungen mussten die Workshops kurzfristig in den digitalen Raum verlegt werden, sodass sich die Frage neu stellte: Welche sinnlichen Erfahrungen können mit Methoden der Darstellenden und Bildenden Kunst im digitalen Raum gemacht werden?

Die Teilnehmer_innen des Kunstworkshops wurden von Sebastian Schmidt, Freizeitpädagoge, Kunsttherapeut, Psychotherapeut HPG und Coach, zunächst mit dem intuitiven Malen vertraut gemacht. Während der anschließenden 15 Minuten waren sie aufgefordert, entlang der Frage nach der „Begeisterung für meinen Beruf“ zu malen. Die Bilder wurden hochgeladen, sodass sie allen gezeigt und man so in einen Austausch über die Resonanz der Bilder, über Assoziationen, Gedanken und Gefühle kommen konnte. Es war erstaunlich, wie intensiv die Teilnehmer_innen auch im digitalen Raum in einen sehr persönlichen Kontakt kamen. Eine Teilnehmerin formulierte das in ihrem Feedback wie folgt: „Ich habe mich sehr über diese kurze, aber wertvolle (auch Online) Erfahrung gefreut und danke für diesen unvergesslichen Impuls!“

Im Theaterworkshop holte der erfahrene Sozialarbeiter, Schauspieler und Regisseur Raphael Fachner die Teilnehmenden direkt zu Beginn von ihren Stühlen und brachte sie in Bewegung. Mit Musik und verschiedenen Übungen wärmten sie ihren Körper auf und machten die Erfahrung, dass der Raum vor dem Computer doch größer ist, als sie ihn sonst nutzen. In verschiedenen Partnerübungen probierte die Gruppe aus, wo die Grenzen der eigenen Kamera liegen. Auch das Spiel ohne Worte war ungewohnt, aber nicht unangenehm. Dafür sorgte die aufmerksame und wertschätzende Moderation des Workshopleiters, dem es wichtig war, dass sich die Teilnehmenden bei allen Übungen wohlfühlten. Besonders spannend wurde es, als er die Spielenden aufforderte, ihren eigenen Raum als Bühne wahrzunehmen und die Gegenstände darin zu inszenieren. Die Zuschauenden waren eingeladen, ganz genau hinzuschauen und auch kleinste Veränderungen zu bemerken – was sich durch die kleinen Kacheln als nicht so leicht herausstellte. Der Workshop wurde von den Teilnehmer_innen als abwechslungsreich und viel lebendiger erfahren, als alle erwartet haben.

Nach Abschluss der Workshops fanden sich die Teilnehmer_innen wieder im digitalen Plenum ein. Dort wurde der Wunsch nach Fortsetzung deutlich formuliert, aber unbedingt in den Räumen der katho: Geplant ist eine Wiederholung der Veranstaltung in Präsenz am Dienstag, 29. März 2022.

 

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Kontakt

Prof. Dr., Dipl.-Sozialpädagogin Marion Gerards

Professorin für Musik und Soziale Arbeit / Gleichstellungsbeauftragte Abteilung Aachen / Leiterin des Instituts für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung

Aachen, Sozialwesen

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M.A. Jessica Höhn

Lehrkraft für Ästhetik und Kommunikation in der sozialen Arbeit - Schwerpunkt Theater

Aachen, Sozialwesen

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