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| Köln, | Tagung,

Fachforum: Soziale Arbeit als Provokation? Potenziale und Gefahren der Uneindeutigkeit in Theorie und Praxis

Für autoritäre Strömungen stellt Uneindeutigkeit eine Provokation dar. Doch welche Relevanz hat
Uneindeutigkeit für die Soziale Arbeit und welche Potenziale und Gefahren resultieren daraus? Diesem Thema widmet sich das jährlich stattfindende abteilungsübergreifende Fachforum des Instituts für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung (IBuD), in dem es zunächst die Profession an sich fokussiert und anschließend einen Bezug zu internationalen Konfliktdynamiken herstellt.

Datum und Uhrzeit 08.05.2026, 08:30 - 13:30 Uhr
Ort/ Adresse

Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen
Standort Köln
Wörthstraße 10
50668 Köln

Raum 101

Anmeldezeitraum 6. März bis 26. April 2026
Anmeldeinformationen Bitte anmelden unter https://katho-nrw.de/events/anmeldeformular/ibud-fachforum
Veranstalter Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung

(c) fran_kie/stock.adobe.com

Professioneller Kontext

Mit Blick auf die Profession macht Prof. Dr. Marc Breuer deutlich, dass im internationalen Vergleich die Unterschiede zwischen einzelnen Ländern so groß sind, dass bei näherem Hinsehen die Uneindeutigkeiten überwiegen. Prof. Dr. Dominik Farrenberg reflektiert Bindestrich-Bezeichnungen der Sozialen Arbeit, wie die der Menschenrechts- oder der Beziehungsprofession. Deuten diese darauf hin, dass Soziale Arbeit als leerer Signifikant verstanden wird, der sich einem wandelbaren Referenzrahmen unterwirft? 

Internationaler Kontext

Dieser Referenzrahmen ist im Kontext globaler Krisen- und Konfliktdynamiken durch zahlreiche Dilemmata gekennzeichnet. Dass diese eine sensible Auseinandersetzung mit Uneindeutigkeiten erfordern, macht Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann deutlich. Sie setzt bei Fachkräften und Adressat_innen der Sozialen Arbeit eine verstärkte Dialogfähigkeit voraus. Sophie Orentlikher und Mohammed-Arfan Ashmawi explizieren dies mit Blick auf jüdische und palästinensische Perspektiven in Deutschland am Beispiel des Israel-Palästina-Konflikts. Sie stellen ein Forschungsprojekt vor, in dem sie die psychosozialen Folgen jenseits eines Freund-Feind-Binärsystems verstehen und ihre Verflechtungen empirisch erfasst haben.

PROGRAMM

10:30 Uhr Anmeldung | Ankommen
11:00 Uhr Begrüßung und Einführung 
  • IBuD-Leitung und AG Fachforum Köln
  • Prof. Dr. Michael Isfort, Prorektor für Forschung und Transfer
  • Prof. Dr. Rolf Jox, Prodekan Fachbereich Sozialwesen, Standort Köln
11:15 Uhr Panel 1: Uneindeutigkeit im Professionskontext
  a) Internationale Vergleiche in der Sozialen Arbeit – Uneindeutigkeiten professioneller Identitäten und der Beitrag des Heterogenitätsverständnisses für ihre grenzüberschreitende Sprachfähigkeit (Prof. Dr. Marc Breuer)
  b) Soziale Arbeit als Bindestrich-Profession – über die verräterische Uneindeutigkeit Sozialer Arbeit zwischen Professionspolitik und Provokation (Prof. Dr. Dominik Farrenberg)
12:45 Uhr Mittagspause
13:30 Uhr Panel 2: Uneindeutigkeit im internationalen Kontext
  c) Dialog und Selbstreflexivität als Provokation? Zum pädagogischen Umgang mit Ambivalenzen, Grenzerfahrungen und Dilemmata im Kontext globaler Krisen- und Konfliktdynamiken (Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann)
  d) Psychosoziale Auswirkungen des 07.10. und des Gaza Krieges (Sophie Orentlikher, B.A. und Mohammed-Arfan Ashmawi, B.A.)
15:00 Uhr Abschlussdiskussion & Ausblick
15:15 Uhr  Kaffee zum Ausklang

Nähere Informationen finden Sie in unserem Programm (PDF).

INFORMATIONEN

  • Die Teilnahme ist kostenfrei.
  • Barrierefreiheit: Die Räume am katho-Standort Köln sind barrierefrei zu erreichen. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, so teilen Sie uns diesen gerne mit und wir werden versuchen, eine Lösung zu finden.
  • Sprache: Die Veranstaltung findet in deutscher Lautsprache statt.
  • Ansprache: Die Geschlechtsidentität von Menschen ist weder aus dem Aussehen noch aus dem Namen verlässlich abzuleiten. Wir bemühen uns daher, keine Geschlechtszuschreibungen zu machen. Gerne können Sie uns mitteilen, wie wir Sie ansprechen sollen.
  • Teilnahmekonsens: Wir erwarten einen respektvollen Umgang miteinander. Wir dulden keine menschenverachtenden Äußerungen oder Handlungen jeglicher Art. Gegebenenfalls schließen wir Personen von der Teilnahme aus. Foto-, Film- oder Tonaufnahmen durch Teilnehmende sind nicht erlaubt; ebenso wenig das Streamen der Veranstaltung.

KONTAKT

Bei Fragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns:

Bildung-Diversity(at)katho-nrw.de

Prof'in Dr.'in Annette Müller

Professorin

Köln, Sozialwesen

2026 Mai Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung Tagung Soziales Forschung Köln
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