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Klimanotstand und Soziale Arbeit – Teil 3: Workshop-Tagung in Herzogenrath

Mit der Workshop-Tagung „Klimanotstand und Soziale Arbeit“ wollen wir verschiedene konkrete Handlungsansätze im Kontext einer ökologisch-klimaresponsiven Sozialen Arbeit und Bildungsarbeit sichtbar und erfahrbar machen. Dazu konnten wir verschiedene Kooperationspartner_innen gewinnen, die ihre Arbeit vorstellen und zur Diskussion und Mitarbeit anregen.

Klimanotstand und Soziale Arbeit – Teil 3: Workshop-Tagung in Herzogenrath

Datum und Uhrzeit 23.06.2022; 10:00 - 16:00 Uhr
Ort/ Adresse

Nell-Breuning-Haus
Wiesenstr. 17 / 52134 Herzogenrath
 

Anmeldezeitraum Anmeldung bis zum 26. Juni per E-Mail an: klimakonferenz2022@katho-nrw.de
Anmeldeinformationen Die Teilnahme ist kostenfrei.
Veranstalter Institut für angewandte Bildungs- und Diversitätsforschung
Weitere Termine Teil 1 -> 4. April 2022: Exkursion nach Lützerath
Teil 2 -> 25. Mai 2022: Exkursion nach Vogelsang

Veranstaltung in drei Teilen

Die Veranstaltungsreihe „Klimanotstand und Soziale Arbeit“ besteht im SS 2022 aus drei Teilen. Details zur Idee und zur Konzeption der Reihe finden Sie unter diesem Link.

 

Dritter Teil der Veranstaltung

Diese Workshop-Tagung ist keine wissenschaftliche Konferenz, sondern eine Praxistagung mit verschiedenen konkreten praktischen Angeboten im Kontext einer klimaresponsiven und ökologisch-reflexiven Sozialen Arbeit und Bildungsarbeit.

Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Stärkung von Klima-Empowerment und Klima-Resilienz von Jugendlichen. Dazu sollen verschiedene konkrete Ansätze, Initiativen und Modelle vorgestellt werden, die zum Teil auch von Jugendlichen selbst entwickelt und inszeniert wurden und wichtige Impulse für die Soziale Arbeit und Bildungsarbeit beinhalten.

Das Ziel der Tagung ist es, diese verschiedenen Ansätze vorzustellen, interessierte Akteur_innen zu vernetzen und mögliche nächste Elemente der Veranstaltungsreihe Klimanotstand und Soziale Arbeit zu planen.

 

Programm

Im Mittelpunkt des Programms stehen zwei Workshop-Phasen. Gerahmt werden diese von einer kurzen Begrüßung und Einführung zu Beginn sowie einem Resümee und einem Ausblick am Ende.

09:30 Uhr

Ankommen
10:00 Uhr

Begrüßung und Einführung. 
Warum eine Tagung zu Klimanotstand und Sozialer Arbeit?

10:45 Uhr Workshop-Phase 1
12:30 Uhr Mittagspause und Mittagessen
13:30 Uhr Workshop-Phase 2
15:15 Uhr Resümee und Ausblick
ANMELDUNG ZU DEN WORKSHOPS

Workshop-Phase 1 von 10:45-12:30 Uhr

Workshop 1: "Inspiration, Motivation und Begleitung Jugendlicher zu einem nachhaltigen Lebensstil" (Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang)
Wie können Jugendliche für einen nachhaltigen Lebensstil sensibilisiert, motiviert und begleitet werden? Wie können sie eine möglichst große Resilienz entwickeln in Bezug auf die starken gesellschaftlichen Hindernisse, die dem entgegenstehen? Ziel des Workshops ist es, Herangehensweisen und Methoden praktisch zu erfahren, auszutauschen und zu entwickeln, wie Jugendliche für einen nachhaltigen Lebensstil gestärkt werden können.

Workshop 2: "Großkonzerne. Dein Einkauf – Deine Macht" (KjG Diözesanverband Aachen)
Nestlé ist nur EIN Beispiel, wie Großkonzerne den Markt bestimmen und welchen Einfluss sie weltweit auf Arbeits- und Lebensbedingungen haben. Der Workshop gibt einen Einblick in die Marktmacht der großen Konzerne und setzt sich mit Konsequenzen für den eigenen Konsum auseinander.

Workshop 3: "Empowerment und Stärkung der Ressilenz für junge Klimaaktistist*innen" (Capacitar International)
Capacitar ist ein niedrigschwelliger psycho-sozialer Empowerment- und Selbstheilungs-Ansatz sowie ein internationales Unterstützungs-Netzwerk mit Hauptsitz in Kalifornien/USA. Capacitar wird seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich in über 40 Ländern, vor allem in Krisen-, Konfliktgebieten eingesetzt, um traumatisierte und notleidende Menschen niedrigschwellig, schnell, effektiv und mit geringen Kosten und Aufwand psycho-sozial zu unterstützten.Im Rahmen des Workshops wird die Arbeit von Capacitar International und von Capacitar Deutschland vorgestellt. Dabei werden auch verschiedene Capacitar Übungen und Techniken zum Empowerment und und Stärkung der Ressilenz für junge Klimaaktistist*innen eingeführt und ausprobiert.

Workshop 4: "Mach’s möglich: Umweltpädagogische Methoden für die Soziale Arbeit" (NaBiKo)
Dieser Workshop bietet einen Einblick in das Forschungsprojekt NaBiKo_Mach’s möglich. Neben einer inhaltlichen Einführung möchten wir mit den Teilnehmenden die umweltpädagogischen Methoden erproben, welche sich im Laufe der Fortbildungsreihe des Projekts als besonders anschlussfähig erwiesen haben. Dazu werden wir -je nach Wetterlage- in die Natur gehen und konkrete Erfahrungsräume schaffen. Wetterangepasste Kleidung sollte mitgebracht werden.

Workshop 5: "Soziale Arbeit kann Katastrophenhilfe – Stolberg nach dem Hochwasser" (Sozialzelt Stolberg)
Die Hochwasserkatastrophe im Juli letzten Jahres hat auch Ortschaften der StädteRegion Aachen schwer getroffen. Studierende der katho NRW haben in den Tagen nach der verheerenden Nacht vor allem in Stolberg bei Aachen die Hilfsmaßnahmen begleitet und sich für die betroffene Bevölkerung sozialarbeiterisch eingesetzt. Ihr Engagement wurde unter anderem mit dem vom Deutschen Hochschulverband ausgelobten Preis Studierende des Jahres 2022 ausgezeichnet. In einem mehrseitigen Artikel konstatiert die Fachzeitschrift des DBSH ForumSOZIAL: "Es ist bitter, dass der Klimawandel als Ursache für die Flutkatastrophe auch die Soziale Arbeit verändern wird: Nicht nur die politischen Strukturen, sondern auch die Soziale Arbeit selbst müssen sich darauf einstellen, dass 'Katastrophe' zum Thema wird. Und wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass deren Folgen vor allem diejenigen betreffen wird, die ohnehin schon Zielgruppe der Sozialen Arbeit sind". Aber welche konkreten Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Soziale Arbeit und womit müssen wir noch rechnen? Und, wie müssen wir uns aufstellen, um auf diese kommenden Herausforderungen angemessen reagieren zu können? Wie kann sozialarbeiterische Katastrophenhilfe gelingen? Diesen Fragen möchte sich dieser Workshop in einem lebendigen Austausch widmen.

Workshop-Phase 2 von 13:30-15:15 Uhr

Workshop 6: "Was hat die Klima Krise mit Kolonialen Kontinuitäten zu tun. Dekoloniale Klimagerechtigkeit Jetzt!" (Die Urbane)

Workshop 7: "Resilient, handlungsfähig und positiv durch die Klimakrise" (Psychologists for Future Aachen)
In unserem Workshop beschäftigen wir uns mit den Emotionen und Folgen, die entstehen können, wenn wir uns aktiv mit der Klimakrise auseinandersetzen. Darauf aufbauend werden wir im interaktiven Austausch und in Kleingruppen erarbeiten, wie wir gesund und resilient durch die Klimakrise kommen und auch andere dabei unterstützen können positiv und langfristig gesund zu bleiben.

Workshop 8: "Klimawandel und Rassismus begünstigen sich gegenseitig. Welche Ursprünge hat diese Verbindung?" (Fridays for Future Aachen)
Wir sprechen innerhalb dieses Workshops über den "Racial-Bias" und warum er in jedem von uns steckt. Gemeinsam möchten wir ein Netz aus Verstrickungen aufdecken.

Workshop 9: "Umgang mit der Umwelt und die Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels" (Prima Klima)
Inhaltlich wollen wir die Ursachen und Grundzüge des Klimawandels mit den Teilnehmenden noch einmal klären und beleuchten. Denn nur ein verstandenes Problem kann auch mit fundierten Vorschlägen angegangen werden. Diese Vorschläge wollen wir anschließend erarbeiten, indem wir die Risiken des Klimawandels bewerten und einordnen. Am Ende unseres Workshops sollen die Teilnehmenden die weltweiten Veränderungen beschreiben und die sich daraus ergebende Risiken einordnen können. Die Take-Home-Message soll Fachwissen und konkrete Handlungsempfehlungen sein, auf die die Workshop-Teilnehmer*innen auch in ihrem Alltag zurückgreifen können.

Workshop 10: "Ins Handeln kommen!" (Wandelwerk e.V.)
Wie kommen wir vom Wissen über Umwelt- und Klimaprobleme zum tatsächlichen Handeln für einen sozial-ökologischen Wandel? Welche Rollen spielen dabei Selbstwirksamkeitswahrnehmungen, Emotionen und Gewohnheiten? Was kann ich tun, um mich und andere Menschen zu motivieren sich umwelt- und klimaschützend zu verhalten?
In diesem Workshop widmen wir uns mit Hilfe der Umweltpsychologie diesen und weiteren Fragen und überbrücken gemeinsam die Wissens-Verhaltens-Kluft. Gemeinsam erarbeiten wir, wie sich dieses umweltpsychologische Wissen in die praktische Soziale Arbeit umsetzen lässt und entwickeln konkrete Ideen für kleine und große Nachhaltigkeitsprojekte.

 

 

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Ihr Ansprechpartner an der katho

Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

Professor für Bildungs- und Erziehungswissenschaften

Aachen, Sozialwesen

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