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„Alter erleben“

Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung im Alter – eine Untersuchung zur zukünftigen Entwicklung der spezifischen demographischen Situation in Deutschland und Baden-Württemberg

Angaben zum Projekt

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Prof. Dr. Friedrich Dieckmann

Professor

Münster, Sozialwesen

  • Blankenfeld, Christine (KVJS)
  • Metzler, Heidrun (Univ. Tübingen, Z.I.E.L.)
  • Kastl, Jörg Michael (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

  • Kommunalverband für Jugend und Soziales, Baden-Württemberg, Christine Blankenfeld
  • Katholische Hochschule NRW, Abteilung Münster, Prof. Dr. Friedrich Dieckmann
  • Universität Tübingen Z.I.E.L., Dr. Heidrun Metzler
  • Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Fakultät f. Sonderpädagogik Reutlingen, Prof. Dr. Jörg Michael Kastl

  • 01.02.2011-31.07.2012

Projektbeschreibung

Im Vordergrund des Projektes „Alter erleben“ steht die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Menschen mit geistiger Behinderung im Alternsprozess. Es sollen empirische Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Faktoren bei Menschen mit geistiger Behinderung den Alterungsprozess beeinflussen können und welche Aspekte ihrer Lebenssituation zur Lebensqualität beitragen oder diese begrenzen. Auf der Basis einer Untersuchung unterschiedlicher Generationen mit differierenden biographischen Erfahrungen soll ein Verständnis dafür gewonnen werden, über welche den Alterungsprozess beeinflussenden Ressourcen Menschen mit geistiger Behinderung verfügen. Auf der Grundlage der erhobenen Daten wird eine Typologie von Lebenssituationen und Lebensweisen erarbeitet. Mit deren Hilfe soll einerseits die Frage adäquater Unterstützung geklärt werden und andererseits sollen daraus wirksame gesundheitsbezogene Präventionskonzepte angeregt oder abgeleitet werden können.

Obwohl schon verschiedentlich Angebote der Unterstützung für älter werdende Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung geschaffen wurden, mangelt es an aktuellen und systematischen Analysen der Lebenslagen dieser Menschen, ihrer Bedürfnisse in unterschiedlichen Lebenskontexten sowie den daraus sich ergebenden Erfordernissen an alternsgerechte Hilfeangebote. Um den zukünftigen Bedarf an Angeboten für Menschen mit geistiger Behinderung im Alter – in quantitativer und qualitativer Hinsicht – abschätzen zu können, müssen fundierte und plausible Annahmen getroffen werden, wie sich diese Entwicklung voraussichtlich vollziehen wird.

Die Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind deshalb von großem Interesse auch für die Sozialplanung der Stadt- und Landkreise und die Angebotsstruktur der freien Träger.

Aufarbeitung des Kenntnisstands zu Alternsprozessen von Menschen mit wesentlicher geistiger Behinderung, Sekundäranalyse der einschlägigen nationalen und internationalen Literatur sowie Experteninterviews.

Abschätzung der Lebenserwartung und Überlebenswahrscheinlichkeiten von Erwachsenen mit wesentlicher geistiger Behinderung, Ermittlung der individuellen Lebenserwartung erwachsener Leistungsempfänger von Eingliederungshilfe mit geistiger Behinderung:

  • auf der Basis von Daten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe
  • in ausgewählten Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe in Baden-Württemberg
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