Zum Hauptbereich springen Zum Fußbereich springen
| katho,

Einblicke in AWO-Kita Fröndenberg: Wie neue Kräfte mit dem Projekt „ProKi“ den Kita-Alltag bereichern

Staatssekretär Lorenz Bahr sowie weitere Vertreter_innen des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) und Franziska Myszor, Sozialreferentin der Sozialstiftung NRW, haben die KiTa Hirschberg des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen besucht. Sie machten sich ein Bild von der Umsetzung des Modellprojekts „ProKi – Profilrelevante Kräfte stärken Kitas“ im Alltag der Einrichtung.

Staatssekretär Lorenz Bahr sowie weitere Vertreter_innen des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) und Franziska Myszor, Sozialreferentin der Sozialstiftung NRW, haben die KiTa Hirschberg des AWO Bezirksverbands Westliches Westfalen besucht. (Foto: AWO/MKJFGFI)

Im Fokus des Besuchs standen die konkreten Veränderungen im Kita-Alltag. Die Profilrelevante Kraft bringt gezielt eigene Kompetenzen ein und erweitert so die Bildungsangebote, während pädagogische Fachkräfte entlastet werden. Die Acker-Kita Hirschberg wird seit April durch einen Gärtnerei-Meister mit Spezialisierung auf Gemüseanbau bereichert, der mit den Kindern viele Projekte rund um Natur und Ernährung plant. Mit der Gründung eines „Acker-Clubs“ startet die Kita nun gemeinsam mit den Kindern in die Bepflanzung ihres Kita-eigenen Ackers. 

„Wir gewinnen nicht nur zusätzliche Unterstützung, sondern neue fachliche Perspektiven im Team. Unsere ProKi-Kraft bringt viel Wissen und Motivation in unserem Schwerpunktbereich mit. Dadurch können wir Aufgaben anders verteilen und uns stärker auf die pädagogische Arbeit mit den Kindern konzentrieren“, erklärte die Einrichtungsleitung Katja Wette. 

 

Neue Impulse im Kita-Alltag sichtbar 

Beim Besuch standen die praktischen Erfahrungen mit der Profilrelevanten Kraft im Mittelpunkt. „Für uns als Träger ist entscheidend, wie wir Kitas langfristig gut aufstellen. ProKi zeigt, dass multiprofessionelle Teams ein wichtiger Baustein sein können, um Qualität und Betreuung zu sichern“, betonte Michael Scheffler, Vorsitzender der AWO NRW. 

Die Einrichtung ist eine von mehreren Kitas der vier Bezirksverbände der AWO in Nordrhein-Westfalen, die im Rahmen des Projekts multiprofessionelle Teams erproben: Neben pädagogischen Fachkräften arbeiten sogenannte Profilrelevante Kräfte mit spezifischen beruflichen Qualifikationen, etwa aus Handwerk, Musik oder Naturwissenschaften, fest im Team mit.

 

Unterschiedliche Perspektiven auf ein gemeinsames Ziel 

Staatssekretär Lorenz Bahr hob die Bedeutung des Ansatzes hervor: „Die Landesregierung möchte eine verlässliche und hochwertige frühkindliche Bildung in den nordrhein-westfälischen Kindertageseinrichtungen ermöglichen und fördern, damit Kinder ihre Talente und Stärken entdecken und entfalten können. ProKi erprobt dafür neue Formen der Zusammenarbeit im Team.“ 

Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts erfolgt durch das Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Untersucht wird unter anderem, wie sich der Einsatz der zusätzlichen Kräfte auf Bildungsqualität, Teamarbeit und Fachkräftebindung auswirkt. 
 

Hintergrund: Modellprojekt mit landesweiter Bedeutung 

Das Projekt läuft von Oktober 2025 bis September 2028 und soll belastbare Erkenntnisse darüber liefern, wie multiprofessionelle Teams in Kitas sinnvoll eingesetzt werden können und Profilrelevante Kräfte mit einem Abschluss auf Meister oder Bachelor-Niveau den Kita Alltag bereichern. Ziel ist es, sowohl die Qualität der frühkindlichen Bildung zu stärken als auch pädagogische Fachkräfte nachhaltig zu entlasten. 
 

Das Projekt wird vom Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen evaluiert. Die Umsetzung erfolgt durch die vier Bezirksverbände der AWO in Nordrhein-Westfalen.

 

GEFÖRDERT DURCH

Prof. Dr. Michael Obermaier

KONTAKT

Prof. Dr. Michael Obermaier

Professor für Erziehungswissenschaft / Leiter Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki)

Köln, Sozialwesen

2026 Soziales Forschung Transfer Institut für Forschung und Transfer in Kindheit und Familie (foki) katho News
Zum Kopfbereich springen