Gemeinsam für inklusiven Kinderschutz: NinKa-Projekt bringt Akteure beim Kick-Off im Kreis Kleve zusammen
Die Akteure aus ganztägigen Bildungseinrichtungen, Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, therapeutischen und medizinischen Kontexten lernten sich gegenseitig kennen und entwickelten gemeinsam Ideen für die Gestaltung eines Netzwerkes zum inklusiven Kinderschutz.
NinKa – das steht für: Netzwerke für den inklusiven Kinderschutz gestalten. Im Projekt wird untersucht, wie Kooperationen und Strukturen lokaler Akteure im inklusiven Kinderschutz unter Einbezug ganztägiger Bildungseinrichtungen weiterentwickelt werden können. Im Fokus stehen dabei Kinder und Jugendliche mit Behinderung und ihre Lebenswelt. Modellhaft sollen Netzwerkstrukturen für inklusiven Kinderschutz in einer ländlichen Region erprobt werden. Dafür wurde der Kreis Kleve ausgewählt. Die Förderung des NinKa-Projekts erfolgt mit Mitteln der Sozial- und Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Rheinland – LVR – Landesjugendamt.
NinKa-Projektteam berichtet über wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Folgerungen zum Schutz von Kindern mit Behinderung
Prof.in. Dr.in. Ursula Böing, Judith Sellmeyer (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Joe Hanna Nücklaus (wissenschaftliche Hilfskraft) eröffneten die Veranstaltung mit einem Vortrag unter dem Titel „Netzwerke als Weg zum inklusiven Kinderschutz?! Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Folgerungen zum Schutz von Kindern mit Behinderung“. Sie stellten unter anderem Erkenntnisse aus der Forschung zur Vulnerabilität von jungen Menschen mit Behinderung in ihrer Lebenswelt vor. Darüber hinaus wurden Ergebnisse der Bestandsanalyse zu bestehenden gelingenden Strukturen, aktuellen Entwicklungsthemen und Versorgungslücken im Kreis Kleve präsentiert.
In interdisziplinär zusammengesetzten Arbeitsgruppen setzten sich die Teilnehmenden mit der Frage auseinander, wie der inklusive Kinderschutz vor Ort bereits gestaltet wird, was bereits gut gelingt und wo Herausforderungen bestehen. Als letzter Programmpunkt folgte im Rahmen der Open-Space-Methode eine Auseinandersetzung mit Bausteinen zum inklusiven Kinderschutz. Darüber hinaus ging es um Ideen für potentielle Netzwerkstrukturen sowie um Wünsche und Befürchtungen. Insgesamt wurde erlebbar, dass die Weiterentwicklung des inklusiven Kinderschutzes ein gemeinsamer, dynamischer Prozess aller Beteiligten ist.
Informationen zum Projekt
Das Projekt „Netzwerke für den inklusiven Kinderschutz gestalten“ – NinKa – wird mit Mitteln der Sozial- und Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Rheinland – LVR-Landesjugendamt gefördert.
KONTAKT
Prof. Dr. Ursula Böing
Professorin
Münster, Sozialwesen
Judith Sellmeyer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Münster, Sozialwesen