Neue Systemische Berater_innen zertifiziert
In der Bildungsstätte Casa Usera in Köln-Bocklemünd fand vom 9. bis 11. Juli 2026 das Abschlusskolloquium der 11. Weiterbildung in Systemischer Beratung/Familienberatung statt. 24 Teilnehmer_innen nahmen feierlich ihre Abschlussdokumente entgegen. „Die Zertifikate bescheinigen die Qualifikation, aber das Papier ist nur ein Symbol. Entscheidend ist, was jede und jeder Einzelne daraus macht – also wie die systemische Haltung im beruflichen Alltag gelebt wird", sagte Prof. Dr. Thorsten Arens, der die Zertifikate stellvertretend für die Kursleitung, Prof.in Dr.in Silvia Hamacher, überreichte. Mit ihrem Abschluss tragen die neuen Systemischen Berater_innen dazu bei, dass Menschen und Systeme in herausfordernden Lebenssituationen qualifizierte, wertschätzende und ressourcenorientierte Beratung erhalten – in Familien, Organisationen, Institutionen und Gemeinden.
Weiterbildung unter besonderen Bedingungen – und mit erweitertem Profil
Die Teilnehmer_innen hatten ihre Weiterbildung im Jahr 2024 begonnen. Sie kommen aus heterogenen Arbeitsfeldern der Sozial- und Gesundheitsberufe. Ihre beruflichen Kontexte reichen von der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe über Migrationsarbeit, Altenpflege und Gesundheitsfürsorge bis hin zu beratenden Tätigkeiten in Behörden und weiteren Organisationen. Die Vielfalt dieser Praxisfelder wurde von den Teilnehmer_innen als großer Gewinn hervorgehoben. Die Weiterbildung diente vielen auch als Impuls zur beruflichen Um- oder Neuorientierung. Der Austausch über unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen und Zielgruppen erwies sich als zentrale Ressource für die Entwicklung einer reflektierten, professionellen systemischen Haltung.
Eine Ära geht zu Ende
Mit der Übergabe der Zertifikate geht zugleich eine Ära zu Ende: Zum letzten Mal fanden die Kurse in der Bildungsstätte Casa Usera in Köln-Bocklemünd statt. Mit Beginn des neuen Kurses Ende 2026 werden die Blockwochenenden künftig in der katho ihr neues Zuhause finden. „Wir sind dankbar, dass wir all die Jahre in der Casa Usera zu Gast sein durften und danken den Schwestern und dem Personal für gute Gespräche, viel Flexibilität, gute Versorgung und viel Menschlichkeit – wir werden dies und vieles mehr vermissen", sagte Prof. Dr. Arens stellvertretend für alle Beteiligten zu Schwester Magdalena.
Doppelzertifizierung nach den Standards von DGSF und DGfB
Die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen ist ein von der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) anerkanntes Institut. Die von der DGSF festgelegten Zertifizierungsstandards für Systemische Berater_innen werden in der Weiterbildung vollständig umgesetzt.
Darüber hinaus erfüllt der Zertifikatskurs die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB). Diese sieht höhere Praxisanteile sowie einen zusätzlichen Kursblock zur Theorie und Methodik des Counseling vor. Durch diese Kombination konnten die Absolvent_innen eine Doppelzertifizierung erlangen – ein Qualitätsmerkmal, das sowohl im Feld der systemischen Beratung als auch im allgemeinen Beratungs- und Counselingkontext hohe Anerkennung findet.
Ausblick: Neue Weiterbildungen in Systemischer Beratung und Therapie
Neue Weiterbildungskurse zur Systemischen Beratung/Familienberatung (DGSF und DGfB) sowie eine Aufbau-Weiterbildung Systemische Therapie starten noch in diesem Jahr.
Anmeldungen sind für beide Weiterbildungen noch möglich. Mehr Informationen gibt es unter:
- Weiterbildung Systemische Beratung/Familienberatung (Anmeldeschluss 31.08.2026)
Aufbau-Weiterbildung Systemische Therapie (Anmeldeschluss 30.09.2026)
Kontakt
Prof. Dr. Thorsten Arens
Professor für Theologie und Gesundheitsmanagement
Köln, Gesundheitswesen
Prof. Dr. Silvia Hamacher
Prodekanin / Professorin für Soziale Arbeit
Aachen, Sozialwesen