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| katho, | Münster,

Workshop zur Entmenschlichung in der NS-Zeit

Im Rahmen des kulturpädagogischen Projekts „Grafeneck – Münster // 1940 – heute“ hat die Klasse 8e1 des Pascal Gymnasiums in Münster einen Workshop mitgemacht, in dem es darum ging, die im Nationalsozialismus (1933–1945) vorherrschende Entmenschlichung am Beispiel der Morde an Menschen mit psychischen Erkrankungen und kognitiven Beeinträchtigungen nachzuvollziehen und eine Sensibilität für Entwertungs- und Ausschlussmechanismen in unser heutigen Zeit zu entwickeln.

Der Workshop führte vom Re-Alphabetgarten auf dem Gelände der ‚Erntezeit’ in Münster-Rumphorst über die katho bis zur Ausstellung ‚Vergessenen begegnen / Verdrängtem begegnen‘ in der Heilig Kreuz Kirche.


Der Ablauf des Workshops im Überblick:

8:15 Uhr
Beginn, Treffpunkt
Stettiner Straße

Begrüssung

Auf dem Gelände der ‚Erntezeit: Recherche zu Wilhelmine Sickmann, einem Mädchen aus Münster, das ein Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde wurde und dessen Schicksal von Stefan Werding, einem Journalisten aus Münster, aufgeschrieben wurde.

Rückweg zur katho

09:30 Uhr
Lerneinheit: Was war der Nationalsozialismus? Erläuterung am Beispiel der Ermordung von Menschen, die mit psychischen Krankheiten und kognitiven Beeinträchtigungen lebten und deren Leben als ‚lebensunwert
galt

10:00 Uhr
Gruppenarbeit an Dokumenten zu zwei Opfern der NS-‚
Euthanasie

10:30 Uhr
Künstlerisches Arbeiten

Im Anschluss: gemeinsame Besprechung der entstandenen Bilder

11:30 Uhr
Aufbruch zur Heilig Kreuz Kirche, dort Besuch der Ausstellung ‚Vergessenen begegnen / Verdrängtem begegnen’ und Abschlussbesprechung

12:45 Uhr
Pizza

13:00 Uhr
Ende

Ohne Fahrräder wäre das nicht möglich gewesen!

 

Nina Spöttling-Metz über den Workshop: „Unser Workshop beschäftigte sich entlang der Biografien von zwei jugendlichen Opfern der Euthanasieverbrechen im Dritten Reich und anhand von Zeitdokumenten nicht nur mit der Frage, wie es überhaupt dazu kommen konnte, sondern eben auch damit, wo in unserem Alltag Ausgrenzung und Abwertung stattfinden und normalisiert werden, was man dagegen machen kann und  das wurde sehr deutlich von den Schüler_innen angesprochen wie Kriege und rassistische Gewalt auch heute unsere Welt prägen. Beim Arbeiten mit Zeichenkohle und mit gefundenen natürlichen Materialien gab es dann Raum, mit ungewöhnlichen Möglichkeiten zu experimentieren um Spuren zu hinterlassen, dem eigenen Erleben nachzuspüren und auch ganz deutlich Haltungen zum Ausdruck zu bringen. Ich freu mich total, wieder mit dabei gewesen zu sein, mich von der Ernsthaftigkeit und Offenheit der Schüler_innen beeindrucken lassen und meinen (kleinen) Beitrag zu so einer wichtigen Aufgabe leisten zu können.“
 

Fotos: Nikolai Wolff / Fotoetage Bremen
 

Impressionen aus den Workshops

Eine Schulklasse in der Natur. Im Vordergrund eine Wiese mit Blumen, im Hintergrund einige Bäume und die Schüler:innen.
Eine gelbe Blume im Fokus des Bildes. Im Hintergrund eine Schulklasse in der Natur.
Drei Schülerinnen in der Natur stehen nebeneinander. Eine hält eine große Karte in der Hand.
Schüler:innen stehen auf einer Wiese im Kreis.
Vier Schülerinnen stehen nebeneinander auf einer Wiese. Eine liest einen laminierten Zeitungsartikel vor.
Ein Mann hält einen Zeitungartikel in die Kamera. Um ihn herum stehen vier Menschen. Einige Schüler:innen laufen im Hintergund herum.
Ein Mann läuft auf einer Wiese mit einer laminierten Karte in der Hand. Ihm folgen einige Schüler:innen.
Drei Schüler:innen auf einer Wiese, eine hebt ihre Hand um sich zu melden.
Eine Gruppe Schüler steht auf einer Wiese aufgereiht für ein Foto.
Eine Frau und zwei Schüler stehen auf einer Wiese. Alle schauen aus dem Bild raus, nicht in die Kamera.
Drei Schülerinnen stehen auf einer Wiese. Eine hält eine lila Blume an der sie riecht.
Sechs Schülerinnen stehen aufgereiht für ein Foto auf einer Wiese. Eine hält eine Sonnenblume ins Bild.
Eine Gruppe Schüler:innen steht mit ihren Fahrrädern zwischen Garagen.
Einige Menschen sitzen in einem Klassenraum und schauen Richtung Tafel. Über der Tafel ist ein schwarz-weiß Bild von einem Mann und einer Frau.
Drei Schüler:innen schreiben etwas auf eine Tafel.
Eine Schülerin hält eine Blume in der Hand und versucht diese auf einer Tafel nachzumalen.
Eine Gruppe Schüler:innen malt mit Kohle auf Papier, welches an der Wand befestigt ist.
Schüler:innen malen mit Kohle auf an der Wand befestigtem Papier.
Schüler:innen malen mit Kohle auf an der Wand befestigtem Papier.
Schüler:innen malen mit Kohle auf an der Wand befestigtem Papier.
Schüler:innen malen mit Kohle auf an der Wand befestigtem Papier.
Ein Schüler malt mit Kohle ein Auto.
Schüler:innen malen mit Kohle auf an der Wand befestigtem Papier.
Schüler:innen sitzen auf dem Boden und malen mit Kohle.
Schüler:innen malen mit Kohle.
Schüler schauen sich die mit Kohle gemalten Bilder der Mitschüler:innen an.
Schüler:innen schauen sich die mit Kohle gemalten Bilder der Mitschüler:innen an.

Der Workshop fand im Rahmen des kulturpädagogischen Projekts Grafeneck – Münster / 1940 – heute statt, das von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Grafeneck durchgeführt wird und sich insbesondere mit Workshops an Jugendliche und junge Erwachsene wendet. Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

Prof. Dr. Jochen Bonz

Kontakt

Prof. Dr. Jochen Bonz

Professor

Münster, Sozialwesen

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