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Hochschulzusatzqualifikationen

Während Ihres Studiums der Sozialen Arbeit (B.A.) und Kindheitspädagogik (B.A.) haben Sie die Möglichkeit, hochschulintern eine studienbegleitende Hochschulzusatzqualifikation zu erwerben. Es handelt sich dabei um ein freiwilliges Angebot für Studierende. Um die jeweilige Qualifikation erfolgreich abzuschließen, müssen Sie weitere Lehrveranstaltungen und Seminare besuchen. Der Arbeitsaufwand der Zusatzqualifikationen entspricht einem Arbeitsaufwand von 30CP, zusätzlich erhalten Sie ein Zertifikat. Die Hochschulzusatzqualifikation können Sie in den folgenden Bereichen erlangen:

Hochschulzusatzqualifikation „beo – Bewegungs- & ErfahrungsOrientierte Soziale Arbeit

„beo – Bewegungs- & ErfahrungsOrientierte Soziale Arbeit“ ist eine studienbegleitende Zusatzqualifikation der KatHO NRW, Abt. Köln. Die beo-Zusatzqualifikation kann mit einer Schwerpunktsetzung auf Erlebnispädagogik oder Sportsozialarbeit absolviert werden, aber auch in Integration der beiden Schwerpunkte. Zusätzlich zu studienintegrierten Schwerpunktsetzungen umfasst dann der zusätzliche Workload zum Regelstudium 30 Credit Points.

Ob nun mittels Sport und Bewegung oder mittels außeralltäglicher Erlebnisse, erweitern bewegungs- und erfahrungsorientierte Zugänge das Methodenspektrum Sozialer Arbeit auf vergleichbare Weise: So wird von der jeweiligen Erfahrung der Adressat_innen im körperlich-praktischen Tun, in sozialer Interaktion, im Einlassen auf Grenzerfahrungen und in der Freiheit des Spiels ausgegangen. Auf Grundlage der Reflexion eigener Erfahrungen sollen Zielsetzungen Sozialer Arbeit ergebnisoffen und auch mit nicht-sprachlichen Medien realisiert werden.

Die beo-Zusatzqualifikation vermittelt trainingswissenschaftliche und/oder sicherheitsrelevante Kompetenzen zur Durchführung von erlebnispädagogischen Maßnahmen und bewegungsorientierten Angeboten (z. B. Übungsleiter_innen C Lizenz). Sie befähigt Teilnehmer_innen Bewegung, Sport und Erleben in das Methodenspektrum Sozialer Arbeit zu integrieren, fachwissenschaftlich zu kontextualisieren und als Teil komplexer Hilfearrangements zur Erreichung von Zielsetzungen Sozialer Arbeit zu nutzen.

Die Hochschulqualifikation umfasst obligatorische Veranstaltungen, Wahlpflichtveranstaltungen sowie zusätzliche, externe Angebote.

Obligatorische und Wahlpflichtveranstaltungen sind inhaltlich in die Modulstruktur des Regelstudiums integriert. Obligatorische Veranstaltungen sind je nach Schwerpunktsetzung von allen Teilnehmer_innen zu absolvieren. Sie sind studienintegriert; das heißt, der Workload wird auf das Studium angerechnet.

Zusätzlicher Workload wird im Rahmen von Wahlpflichtveranstaltungen erworben. Hier können je nach eigenen Interessen und Schwerpunkten während des Studienverlaufs einschlägige Themen vertieft werden. Sie gewähren einen Blick über den Tellerrand hinaus. Diese Angebote wechseln von Zeit zu Zeit.

Außerhalb der Hochschule wird in Kooperation mit der Sportjugend Köln und dem Stadtsportbund Köln eine Übungsleiter_innen C Lizenz erworben, für die eine Erste-Hilfe-Grundausbildung vorausgesetzt wird.

Daneben wird die Teilnahme an einem hochschulübergreifenden Fachtag zu Bewegung und Sport in der Sozialen Arbeit für den Schwerpunkt Sportsozialarbeit als zusätzlicher Workload anfgerechnet. Die Studierenden mit dem Schwerpunkt Erlebnispädagogik belegen ein zusätzliches Seminar in Notfallmanagement Outdoor.

Den Abschluss der Hochschulzusatzqualifikation bildet ein Fachkolloquium auf Grundlage einer wissenschaftlichen Ausarbeitung.

Birk, Frank Francesco, Franz-Peter Eicke, und Heiko Löwenstein. 2021. „Erlebnispädagogik und Sportsozialarbeit integrieren. Die Zusatzqualifikation Bewegungs- und Erfahrungsorientierte Soziale Arbeit an der KatHO NRW“. Sozialmagazin 46(1–2):82–86.

Kuhlenkamp, Stefanie, Ulrich Lakemann, Heiko Löwenstein, Harald Michels, Chris Ott, und Johannes Verch. 2020. „EP und Sportsozialarbeit – ein Expertengespräch“. erleben & lernen 28(5):18–26.

Löwenstein, Heiko, und Christopher Ott. 2017. „Der Pragmatismus in Erlebnispädagogik und sportbezogener Sozialer Arbeit. Traditionslinien und Perspektiven handlungsorientierten Lernens“. Soziale Arbeit. Zeitschrift für soziale und sozialverwandte Gebiete 66(8):299–305.

Löwenstein, Heiko, Birgit Steffens, und Julie Kunsmann. 2020a. Sportsozialarbeit. Konzepte, Strukturen, Praxis. Stuttgart: Kohlhammer.

Löwenstein, Heiko, Birgit Steffens, und Julie Kunsmann. 2021. „Sportsozialarbeit: Potentiale und Notwendigkeit“. standpunkt : sozial 31(2–3):9–19.

Löwenstein, Heiko, Birgit Steffens, und Julie Kunsmann. 2021a. „Soziale Arbeit mittels Sport – Soziale Arbeit für den Sport“. Sozialmagazin 46(1–2):21–25.

Bewegung und Erfahrung leben vom praktischen Tun und vom Austausch. Wir wollen von den Erfahrungen anderer lernen, unsere eigenen einbringen und gemeinsam etwas bewegen.

Daher kooperieren wir mit Partner_innen aus der Praxis und Zivilgesellschaft, mit anderen Hochschulen und mit Fachverbänden:

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: beo(at)katho-nrw.de.

Schwerpunkt Erlebnispädagogik

Dipl. Soz.Päd. Franz-Peter Eicke

Dozent / Praxisbeauftragter / Studienberater Köln, Sozialwesen
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Schwerpunkt Sportsozialarbeit

Prof. Dr. Heiko Loewenstein

Professor Köln, Sozialwesen

Hochschulzusatzqualifikation "Migration und Soziale Arbeit"

Migration ist ein globales Phänomen. Sie ist eine Konstante in der gesamten menschlichen Geschichte, wenngleich sie selbst Wandlungsprozessen unterliegt. Flucht und Vertreibung, Bildung und Arbeit, Heirat und Familienzusammenführung, aber auch Armut und Umweltkatastrophen sind mögliche Hintergründe, die Menschen dazu bewegen, ihre Heimat zu verlassen und sich im Aufnahmeland temporär oder auf Dauer neu zu beheimaten. Vor diesem Hintergrund ergeben sich zahlreiche soziale Chancen. Mehrsprachigkeit, transnationale Netzwerke und viele weitere Ressourcen und Perspektiven, die Zugewanderte mitbringen, sind nur einige Aspekte, die hier zu nennen sind. Gleichzeitig sind mit Migrationsbewegungen aber auch spezifische Problemlagen und Bedarfe verbunden, die sich zum einen für die Zugewanderten, zum anderen für die aufnehmende postmigrantische Gesellschaft ergeben.

Die studienbegleitende Zusatzqualifikation ermöglicht Ihnen:

  • die Herausforderungen und komplexen Problemlagen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte besser verstehen zu können,
  • über migrationsrechtliche Grundkenntnisse zu verfügen,
  • politische Zusammenhänge und Fragestellungen zum Thema Migration überblicken zu lernen,
  • die Chancen und Grenzen der Sozialen Arbeit in der Migrationsgesellschaft reflektieren und professionalisieren zu können,
  • notwendige Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration sowie zum Zusammenleben in der postmigrantischen Gesellschaft umsetzen zu können.

Theoretische Kenntnisse werden in fünf Lehrveranstaltungen erarbeitet, die sich explizit mit Fragen der Migration beschäftigen. Alternativ kann Workload im Umfang von bis zu zwei Veranstaltungen durch einen Sprachkurs „Arabisch“ und/oder durch den Besuch einer externen Fachtagung erbracht werden. Die besuchten Lehrveranstaltungen sind folgenden inhaltlichen Clustern zugeordnet:

  • Cluster 1: „Theorien, Konzepte und Methoden der Sozialen Arbeit“
  • Cluster 2: „Politik, Recht, Soziologie“
  • Cluster 3: „Psychologie, Philosophie, Theologie“

Praktische Kompetenzen werden erworben entweder durch:

  • ein mindestens sechswöchiges Praktikum im Feld der Sozialen Arbeit (z. B. Migrations‐ und Flüchtlingsberatungsstellen, Gemeinschaftsunterkünfte, Jugendmigrationsdienste, Hilfen für unbegleitete minderjährige Ausländer*innen, Sozialraumorientierte und andere Projekte zur Integration, Migrant_innen-Selbstorganisationen) oder
  • mindestens ein Jahr aktive Mitarbeit im Arbeitskreis „Welcome“ der katho, Abteilung Köln.

Das Curriculum umfasst einen zusätzlichen Workload von 30 Credit Points. Damit wird es Ihnen ermöglicht auch in Bundesländern mit 7-semestrigen Bachelor-Studiengängen nahtlos mit einem Master-Studium zu beginnen. Um die Hochschulzusatzqualifikation erfolgreich abzuschließen, müssen Sie sich bis zu Beginn des 3. Semesters anmelden und regelmäßig, sowie aktiv an den Lehrveranstaltungen im Studienverlauf, den zusätzlichen Seminaren und Praxiselementen teilnehmen. Den Abschluss bildet eine schriftliche Ausarbeitung zu einem frei wählbaren Thema in Absprache mit dem/der prüfenden Dozent_in (Umfang: mind. 5 Seiten), die in einem Abschlusskolloquium (Dauer: 30 min.) verteidigt wird.

Wenn Sie Interesse haben, diese Hochschulzusatzqualifikation zu absolvieren, wenden Sie sich bitte an: migrationundsozialearbeit(at)katho-nrw.de

Prof'in Dr. Annette Müller

Professorin Köln, Sozialwesen
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Prof. Dr. Heiko Loewenstein

Professor Köln, Sozialwesen
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