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CoPoweR in Linz: Konflikte verstehen, Macht reflektieren, Handlungsspielräume erweitern

Wie können Hochschulen zu Orten werden, an denen Konflikte konstruktiv bearbeitet, Machtverhältnisse reflektiert und resiliente Formen des Miteinanders entwickelt werden? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich Anfang September rund 50 Wissenschaftler_innen und Hochschulangehörige aus Ghana, Äthiopien, Israel, Deutschland, Rumänien und Österreich beim internationalen Treffen des Erasmus+-Projekts MANDELA in Linz. Gastgeberin war die Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz.

Gruppenfoto aller Mandela-Kooperationspartner

Die internationale Zusammenarbeit stand dabei im Mittelpunkt: Durch den Austausch über verschiedene kulturelle, gesellschaftliche und hochschulische Kontexte entstanden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch konkrete Impulse für die Weiterentwicklung des CoPoweR-Ansatzes (Conflict Transformation, Power Analysis and Resilience), entwickelt von Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann, Prof.in Dr.in Karla Verlinden und Berit Hayck. CoPoweR verbindet Konfliktanalyse mit der Reflexion von Machtverhältnissen und der Stärkung individueller sowie kollektiver Ressourcen. Ziel ist nicht, Konflikte möglichst schnell „aufzulösen“, sondern die Analyse-, Reflexions- und Handlungskompetenzen der Beteiligten im Umgang mit komplexen Konfliktsituationen zu erweitern. CoPoweR folgt dabei einem ganzheitlichen Lernverständnis, das kognitive, emotionale und handlungsorientierte Zugänge miteinander verbindet.

Von der Analyse institutioneller Dynamiken zur Entwicklung transformativer Konfliktstrategien

In fünf aufeinander aufbauenden Schritten werden zunächst institutionelle Macht- und Konfliktdynamiken analysiert. Anschließend reflektieren die Teilnehmenden ihre eigene Rolle und Beteiligung, ihre Emotionen und Bedürfnisse sowie individuelle und kollektive Ressourcen. Abschließend werden konkrete Strategien für Konflikttransformation und Transfer entwickelt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem gemeinsam gestalteten Safe(r) Space, in dem Freiwilligkeit, unterschiedliche Positionierungen und Verletzlichkeiten sowie ein respektvoller Umgang miteinander ausdrücklich berücksichtigt werden.

Von der Erprobung zur Umsetzung: CoPoweR geht international

Das Treffen in Linz war nicht nur eine Plattform, um CoPoweR international zu erproben und weiterzuentwickeln. Es markiert auch den Beginn einer langfristigen, länderübergreifenden Umsetzung: In den kommenden Monaten werden die Partner_innen aus Ghana, Israel und Äthiopien versuchen, den Ansatz in ihren jeweiligen Hochschulkontexten einzuführen und anzuwenden. Im Austausch mit Partner_innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und hochschulischen Kontexten wurde zugleich sichtbar, welches Potenzial der Ansatz für Friedensbildung, demokratischen Dialog und eine macht- sowie resilienzorientierte Hochschulbildung entfalten kann.

Für die Administration begleitete und unterstützte Helene Hofmann das Mandela-Treffen in Linz.

 

IMPRESSIONEN

Eine Diskussionsrunde mit sitzenden Teilnehmenden eines Workshops. Diskussionsrunde zwischen den Teilnehmenden
Der Rektor der Universität in Linz spricht vor einem Bildschirm. Der Rektor der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Prof. Dr. Johannes Reitinger
Ein Mann und eine Frau referieren in einem Raum. Prof. Dr. Frieters-Reermann und Prof.in Dr. Karla Verlinden (v.l.n.r.)
Füße zeigen im Kreis auf einen Apfel.
Helene Hofmann

Kontakte

Helene Hofmann

Europäische und internationale Projekte

Köln, Dezernat V - Forschungsförderung und Weiterbildung

Prof'in Dr. Karla Verlinden

Prof'in Dr. Karla Verlinden

Professorin

Köln, Sozialwesen

Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

Prof. Dr. Norbert Frieters-Reermann

Professor für Bildungs- und Erziehungswissenschaften

Aachen, Sozialwesen

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